Walter Moers

Walter Moers ist ein deutscher Comic-Zeichner, Illustrator und Autor. Walter Moers lebte nach der Schule zunächst von Gelegenheitsarbeiten, begann dann eine kaufmännische Lehre und brachte sich selbst das Zeichnen bei. Er gilt als öffentlichkeitsscheu, gibt nur wenige Interviews und lässt sich selten fotografieren. Am 9. September 2005 wurde Moers für sein Werk Die Stadt der Träumenden Bücher mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, der mit 4000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Rechtsradikale schrieben aufgrund der Veralberung Hitlers in Moers Werk "Adolf , die Nazisau " Drohbriefe an Moers , weshalb er sich nicht fotographieren ließ . Inzwischen ist diese Angewohnheit zu seinem Markenzeichen geworden 1988 erschien die erste Geschichte um Käpt’n Blaubär, die seitdem weite Verbreitung in Fernsehen, Kinderbüchern und Hörspielen fand. Eine andere in Buch und Fernsehen (Wolf und Rüffel) bekannte Figur für Kinder wurde das alleswissende Genie Schimauski, das allen möglichen gestellten und nicht gestellten Fragen auf den Grund zu gehen vermag. Schimauski, dann allerdings als Prof. Dr. Abdul Nachtigaller, und Käpt’n Blaubär finden eine komplexe Weiterentwicklung in den für Erwachsene gedachten Zamonien-Romanen. Moers veröffentlicht seit 1984. Bekannt wurde er zunächst mit cartoonartigen Comics, die sich durch eine ironische Grundhaltung und bewusste Verletzung von politischer Korrektheit auszeichnen. Viele seiner Werke veröffentlichte er damals in den Satirezeitschriften Kowalski und Titanic. Bei Titanic wird er auch heute noch als ständiger Mitarbeiter geführt und veröffentlichte dort vor 4 Jahren einige Folgen von Deadman, dem toten Superhelden. Seine bekanntesten Comicfiguren sind: · Das kleine Arschloch, ein altkluger und respektloser kleiner Junge, der den Erwachsenen grundsätzlich überlegen ist. · Der alte Sack, ein todgeweihter Rentner im Rollstuhl, der seine Umgebung auf sarkastische Art kommentiert. · Adolf, die Nazi-Sau, eine satirische Interpretation von Adolf Hitler in der heutigen Welt. Dieses Werk hat viel negative Kritik sowohl von Literaturkritikern als auch von Rechtsradikalen geerntet ,da Hitler angeblich verhamlost , b.z.w veralbert wird . Jedoch wird Hitler in diesem Comic derart durch den Kakao gezogen, daß sich damit kaum rechtsradikale Propaganda machen lassen würde. Adolf Hitler erscheint durchgehend als erbärmliche, lächerliche Figur (drogenabhängiger Stricher, Opfer von Trickbetrügern, Todesfahrer von Lady Diana, Geschlechtspartner der reanimierten Leiche von Mutter Teresa etc.).


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Steckbrief

Geboren am 24.05.1957 in Mönchengladbach, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


In Anlehnung an Käpt’n Blaubär erschien 1999 der erste Zamonien-Roman: Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär. Mit dem Käpt’n Blaubär aus der Sendung mit der Maus hat dieser Roman allerdings nur noch bedingt zu tun. Im Gegensatz zu dem großväterlichen Erzähler aus dem Fernsehen ist Blaubär im Buch noch jung und zielt mit seiner Art von Geschichten auf ein zumindest jugendliches wenn nicht erwachsenes Lesepublikum ab, das einen ausgeprägten Sinn für schwarzen Humor haben sollte. Die besondere Leistung Käpt’n Blaubärs bzw. seiner Lebensgeschichte liegt in den Schilderungen der fiktiven Welt Zamoniens, die, auf eigener Landkarte detailliert vorgestellt, Heimstätte unzähliger Monster aber auch genialer Wissenschaftler ist. Diese komplexe Welt voller Ironie und satirischer Querverweise wurde zur Grundlage bislang dreier weiterer Romane. Sämtliche Illustrationen darin stammen, wie in nahezu all seinen Büchern, vom Autor selbst. Der zweite Zamonien-Roman, Ensel und Krete hat erstmals Hildegunst von Mythenmetz zum "Autor". Walter Moers fungiert hierbei nur als "Übersetzer" ins Deutsche. Käpt’n Blaubär kommt hierin nur noch am Rande vor, auch das sich im Titel andeutende Märchen Hänsel und Gretel ist kaum noch wiederzuerkennen. In den Zamonien-Romanen geht es teilweise recht derb zu. Beispielsweise spielen in dem dritten Band der Reihe, Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Zyklopen eine Rolle, deren Ernährungsgrundlage aus Lebewesen aller Art besteht, je zappeliger desto besser. Die Beute wird bei lebendigem Leib verspeist. Auch Fechtduelle, Schlachten und Foltermaschinen werden nicht minder blutig dargestellt. Am 9. September 2004 erschien der vierte Band der Reihe, Die Stadt der Träumenden Bücher, erneut mit Hildegunst von Mythenmetz als zamonischer Autor in der Hauptrolle. Am Ende dieses Buches fordert Walter Moers seine Leser dazu auf, ihm bei der Entscheidung zu helfen, welches Buch er als nächstes aus der zamonischen Sprache „übersetzen“ soll. Zur Auswahl stellt er das zweite Abenteuer von Mythenmetz in den Katakomben von Buchhaim und eines seiner Abenteuer in der Friedhofsstadt Dullsgard. In dem Roman Wilde Reise durch die Nacht aus dem Jahr 2001 schildert Moers, dabei den romantischen Zeitgeist des 19. Jahrhunderts aufnehmend und zugleich satirisch brechend, die Reise des zwölfjährigen Gustave, der ein großer Zeichner werden möchte. Es ist das bislang einzige Werk, in dem Moers seiner Prosa nicht eigene Illustrationen anfügte, sondern sie auf der ihn dazu inspirierenden Grundlage von 21 Illustrationen des französischen Zeichners Gustave Doré konstruierte. Mit Der Fönig schrieb Moers sozusagen experimentelle Prosa, das Prinzip zeigt sein "Verföniger".




Autogrammadresse:

Walter Moers
Eichborn AG
Kaiserstraße 66
60329 Frankfurt
Deustchland
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