Ulrich Mühe

Ulrich Mühe ist ein deutscher Film- und Theater-Schauspieler. Ulrich Mühe hat sich seinen Platz in der deutschen Filmgeschichte bereits frühzeitig gesichert. Durch seine feinfühligen Darstellungen im Film und auf der Bühne zählt er derzeit zu den wichtigsten deutschsprachigen Schauspielern, die auch international Beachtung finden. Wie ihm Kritiker bescheinigen, gehört er zu jenen Darstellern, die die Sensibilität der Figuren bereits als Aura einbringen. Die Auswahl seiner Rollen beim Theater und auf der Leinwand zeugt von großer Wandelbarkeit, bisweilen agiert er einfühlsam und verletzlich, einige Male tritt er schneidend scharf auf, in den meisten Fällen sind seine Darstellungen ein Erlebnis. Nach der Berufausbildung mit Abitur als Baufacharbeiter und dem anschließenden Wehrdienst bei den Grenztruppen der DDR an der Berliner Mauer absolvierte der Sohn eines Kürschnermeisters ab 1975 ein Schauspielstudium an der Leipziger Theaterhochschule „Hans Otto“. Heiner Müller holte ihn vom Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt an die Berliner Volksbühne; 1983 wurde Mühe Ensemblemitglied am Deutschen Theater, wo er in Rollen wie dem Egmont (1986) oder Lessings Philotas und des Patriarchen im Nathan (1988) überzeugte. Nach der Wende hatte er wechselnde Theaterengagements, unter anderem 1990 bei den Salzburger Festspielen als König Alphons in Die Jüdin von Toledo. Seit Ende der 1990er Jahre widmet er sich wieder verstärkt der Bühne und spielte z. B. an der Wiener Burg den Henri in Yasmina Rezas Drei Mal Leben. Außer in weiteren außergewöhnlichen Bühnenproduktionen wie beispielsweise Wittgenstein Incorporated (Wiener Festwochen, 2003) oder Sarah Kanes Gesäubert (Hamburg, 1999) und Zerbombt (Berlin, 2005) kann man Mühe auf vielen Literaturlesungen und -veranstaltungen sehen. Seit 1983 wirkt Mühe in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen mit. Neben seiner Ehefrau Susanne Lothar spielte Mühe auch in den Filmen des österreichischen Regisseurs Michael Haneke Das Schloss (1996 – Verfilmung des Franz-Kafka-Romans) und Funny Games (1997). 2004 spielte Mühe den Stasihauptmann Gerd Wiesler in Florian Henckel von Donnersmarcks Kinofilm Das Leben der Anderen (seit dem 23. März 2006 in den deutschen Kinos). Er wurde für diese Rolle mit dem Deutschen Filmpreis 2006 als bester Darsteller einer männlichen Hauptrolle ausgezeichnet.


starkalender.de - Kalenderversand

 
Home > Film > Ulrich Mühe

Steckbrief

Geboren am 20.06.1953 in Grimma, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Berlin, Deustchland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


In der Vor-Wendezeit engagierte sich Mühe bei öffentlichen Diskussionen in der DDR und war einer der Initiatoren der Demonstration vom 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz. Mühe war in zweiter Ehe von 1984 bis 1990 mit der Schauspielerin Jenny Gröllmann verheiratet, aus der sein drittes Kind, Tochter Anna Maria Mühe, stammt. Danach heiratete er die Schauspielerin Susanne Lothar. Ulrich Mühe lebt mit ihr und den beiden gemeinsamen Kindern Marie und Jacob in Berlin. Im Jahr 2006 führte Mühe einen Rechtsstreit mit seiner früheren Ehefrau Jenny Gröllmann, die ihn und den Suhrkamp Verlag verklagt hatte, weil Mühe dem Suhrkamp Verlag davon berichtet hatte, wie er in den Gauck/Birthler-Akten gelesen hatte, dass sie IM (inoffizielle Mitarbeiterin) des Stasi gewesen sei. Ein Gericht entschied in einer umstrittenen Entscheidung, er dürfe fortan zwar sagen, dass ihm die Freie Universität Berlin bestätigt habe, dass Frau Gröllmann IM gewesen sei, auch, dass ihm die Gauck/Birthler-Behörde bestätigt habe, dass sie IM gewesen sei, nicht aber, dass sie IM gewesen sei. Jenny Gröllmann starb im August 2006 an Krebs, worauf der Prozeß eingestellt wurde. Politisch stand Mühe in der Nähe jeder Fernsehkamera.




Autogrammadresse:

Ulrich Mühe
c/o Agentur Baumbauer
Keplerstr. 2
81679 München
Deutschland
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 Impressum | Freeware  © satlive GmbH 2010