Tony Visconti
Tony Visconti ist ein britisch/US-amerikanischer Musikproduzent und Musiker.
Seit den späten 60ern arbeitete Visconti mit etlichen prominenten Interpreten, darunter Moody Blues, T-Rex, Thin Lizzy, Sparks, Boomtown Rats, The Stranglers, Manic Street Preachers und Morrissey. Am bekanntesten ist seine lange Zusammenarbeit mit David Bowie, für den er seit dem Album Space Oddity (1969) immer wieder als Produzent und Musiker arbeitet.
Der in Brooklyn geborene Anthony Visconti lernte bereits mit fünf Jahren, die Ukulele zu spielen. Als Jugendlicher spielte er Tuba in einem Blechbläserensemble, Kontrabass in einem klassischen Orchester und Rock'n'Roll-Gitarre. Mit 15 Jahren konzentrierte er sich auf eine Band namens Ricardo and the Latineers.
In den folgenden Jahren spielte Visconti bei mehreren Softrock- und Loungebands Bass und E-Gitarre. 1967 veröffentlichte er mit seiner damaligen Ehefrau Siegrid unter dem Namen Tony und Siegrid den regionalen Hit Long Hair, der der einzige Erfolg des Duos blieb. Nach dem gescheiterten Versuch, Popsänger zu werden, arbeitete Visconti als Produzent für seinen Verlag, die Richmond Organization.
Viscontis Durchbruch resultierte aus einem zufälligen Treffen mit dem britischen Produzenten Denny Cordell 1968, der ihn engagierte, um bei den Aufnahmen des erfolgreichen Jazz-Sängers Georgie Fame zu assistieren. Im Zuge dieser Arbeiten zog Visconti nach London um, wo er heimisch wurde.
Ein wichtiger Abschnitt seiner Karriere war die Arbeit am Album Prophets, Seers and Sages, the Angels of the Ages der britischen Band T-Rex, für die er weitere sieben Alben produzierte. Visconti lernte dabei David Bowie kennen. Ursprünglich bildete Visconti als Bassist mit Bowie, dem Gitarristen Mick Ronson und dem Drummer John Cambridge die Band Hype. Obwohl der Name der Band schnell in Vergessenheit geriet, nahm sie 1970 in dieser Besetzung die Bowie-Single The Man who sold the World und später die Alben Diamond Dogs (1974), Young Americans (1975), "Heroes" (1977), Low (1977), Lodger (1979) und Scary Monsters (1980) auf.
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