Terence Hill
Terence Hill (eigentlich Mario Girotti) ist ein italienischer Schauspieler und Regisseur.
Terence Hills Mutter ist Deutsche, er selbst verlebte einen Teil seiner Vorschulzeit (1943–1945) in Lommatzsch bei Dresden. Nach Kriegsende zog die Familie endgültig in die Heimat des Vaters, eines Chemikers, nach Italien. Nach der Deutschen Wiedervereinigung besuchte er erstmals nach 50 Jahren, am 12. März 1995, wieder die Stätten seiner Kindheit in Lommatzsch.
Zu seinen Hobbys zählte u. a. das Schwimmen. Terence gewann mit seiner Mannschaft „Lazio“, zu der auch sein späterer Schauspielpartner Bud Spencer zählte, eine Bronzemedaille bei den italienischen Jugendmeisterschaften. Später gewann er auch noch eine Silbermedaille im Rudern mit seinem Verein Tevere Roma. Terence Hill wurde im Alter von zwölf Jahren beim Schwimmen vom Regisseur Dino Risi entdeckt, der ihn in „Vacanze col gangster“ (Holiday for Gangsters, 1951) einsetzte. Hill drehte weiter in kleineren Filmen, um sich sein Studium und sein Motorrad-Hobby leisten zu können. Nach drei Jahren eines Studiums der Literatur an der Universität in Rom entschloss sich Hill, sich ganz auf das Schauspielern zu verlegen.
Nach verschiedenen Monumentalfilmen, unter anderem in Luchino Viscontis epischem Meisterwerk "Der Leopard" (an der Seite von Claudia Cardinale und Burt Lancaster), wurde der blauäugige Hill dann, noch als Mario Girotti, für die deutschen Karl-May-Filme verpflichtet. In Winnetou II durfte er als Lt. Robert Merril Winnetous Liebe Ribanna heiraten. Drei weitere Karl-May-Filme sollten folgen. Nachdem er dann 1966 auch in dem urdeutschen Sujet Die Nibelungen mitspielen durfte, fand ab 1967 ein Genrewechsel zum Italo-Western statt, die er zur Hälfte zusammen mit Bud Spencer drehte. Diese Filme, die meist durch „schlagkräftige“ Szenen und Sprüche untermalt waren, machten ihn international bekannt.
Während der Dreharbeiten zu „Gott vergibt - wir beide nie“ (Dio perdona... Io no!) (1967) in Almería, Spanien heiratete Girotti die bayerischstämmige Amerikanerin Lori Zwicklbauer, die die Dialog-Trainerin für diesen Film war.
Es folgten viele Filme an der Seite Bud Spencers, z. B. „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ (Più forte, ragazzi!, 1972) oder „Das Krokodil und sein Nilpferd“ (Io sto con gli ippopotami, 1979). Seine wohl bekannteste Rolle spielte er als Nobody in Mein Name ist Nobody (Il Mio nome è Nessuno, 1973) neben Hollywood-Altstar Henry Fonda.
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