Salman Rushdie

Salman Rushdie ist ein indisch-britischer Schriftsteller. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur. Seine Erzählungen reichert er mit phantastischen Elementen aus der Märchenwelt an. Dieses Vermischen von Mythos und Phantasie mit dem realen Leben wird als magischer Realismus bezeichnet. Rushdie schreibt in englischer Sprache. Seit 2004 ist Rushdie in vierter Ehe mit dem indischen Model Padma Lakshmi verheiratet. Salman Rushdie wuchs in Mumbai (ehemals Bombay) auf. Sein Vater war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Dieser Tatsache verdankte er es, dass er im Alter von 14 Jahren nach England geschickt wurde und eine gute Ausbildung erhalten konnte. Im Anschluss an die Ausbildung studierte er Geschichte am King’s College der Universität Cambridge. Er arbeitete am Theater und als freier Journalist. 1964 wurde er britischer Staatsbürger. Mit „Grimus“ veröffentlichte Salman Rushdie 1975 sein erstes Werk, das ihm aber nicht den erhofften Erfolg einbrachte. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1981 mit dem Buch „Mitternachtskinder“, wofür er mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde. Sein drittes Buch „Scham und Schande“ erschien 1983. Einen weiteren Erfolg verzeichnete er 1988 mit seinem Werk „Die satanischen Verse“. Durch die in den Alpträumen eines Protagonisten widergespiegelte Darstellung des Lebens des Propheten Mohammed fühlten sich viele Muslime in ihren religiösen Gefühlen verletzt – die meisten freilich ohne das Buch überhaupt zu kennen, da es weder leicht zu lesen noch erschwinglich und obendrein von islamischen Geistlichen verboten war. Am 14. Februar 1989 verurteilte der iranische Staatschef Khomeini Rushdie mittels einer Fatwa zum Tode, weil das Buch „gegen den Islam, den Propheten und den Koran“ sei. Khomeini rief die Moslems in aller Welt zur Vollstreckung auf. Um die Durchführung zu beschleunigen, wurde ein Kopfgeld von drei Millionen US-Dollar ausgesetzt. Salman Rushdie erklärte gegenüber der islamischen Glaubensgemeinschaft sein Bedauern über „die Besorgnis, die die Veröffentlichung aufrichtigen Anhängern des Islam bereitet hat“. Aber auch nach dem Tode Khomeinis am 3. Juni 1989 wurde das Todesurteil aufrecht erhalten. 1991 wurde das Kopfgeld sogar verdoppelt.


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Steckbrief

Geboren am 19.06.1947 in Mumbai, Indien
Nationalität: Indisch-Britsch
Wohnort: England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Der Dichter lebte wegen der erhaltenen Morddrohungen in erzwungener Isolation an ständig wechselnden Wohnorten und unter Polizeischutz; Khomeini und Mittäter wurden nicht einmal symbolisch zur Fahndung ausgeschrieben, die diplomatischen Beziehungen nicht von Großbritannien, sondern vom Iran abgebrochen und die Botschafter des Westens nach vier Wochen wieder in den Iran zurückgeschickt. Die zahlreichen Drohungen und Anschläge gegen die Verlage und die Ermordung mehrerer Übersetzer verhinderten den Erfolg des Buches nicht. Es errang eine ungeheure Verbreitung über die ganze Welt. Auf seiner Flucht verfasste Rushdie für seinen Sohn das Märchen „Harun und das Meer der Geschichten“, in dem ein Märchenerzähler die Fähigkeit verliert, Geschichten zu erzählen, weil ihm der „Geschichtenhahn“ abgedreht wird und er keinen Zugang mehr zum „Erzählwasser“ hat. Sein Sohn macht sich auf den Weg, seinen Vater zu retten. Diese Geschichte diente als Parabel auf Rushdies eigene Situation, im Untergrund und getrennt von der Familie. Rushdie erhielt unzählige renommierte Preise, der herausragendste ist der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk. Im Jahre 1998 distanzierte sich die Regierung Teherans in einer offiziellen Erklärung von dem Todesurteil. Fundamentalistische Kreise halten aber daran fest. 1999 entsteht das Werk „Der Boden unter ihren Füßen“ (und ein Lied von U2: „The ground beneath her feet“) und 2001 der Roman „Fury“. Eine Sammlung skurriler Erzählungen heißt „East, West“. 2005 veröffentlichte Rushdie den Roman „Shalimar the Clown“, 2006 unter dem Titel „Shalimar der Narr“ auf Deutsch erschienen. Für sein Lebenswerk wurde Salman Rushdie 1999 von der Freien Universität Berlin mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Salman Rushdie stellte sich selbst in einer Gastrolle in dem Spielfilm „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (2001) dar.




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