Rolf Aldag

Rolf Aldag ist ein ehemaliger deutscher Profi-Radrennfahrer. Zuletzt fuhr er für das T-Mobile-Team. Nach Erfolgen als Amateur (u.a. WM-Dritter und -Fünfter mit dem Straßen-Vierer, 1989 und 1990) wechselte er 1991 von seiner Amateur-Mannschaft RC Olympia Dortmund ins Profilager. 1991 begann seine Profikarriere beim Team Helvetia, im Jahr 1993 wechselte er dann zum Team Telekom und fuhr an der Seite von Erik Zabel und Jan Ullrich mehrere große Rundfahrten. Allein an der Tour de France nahm er zehnmal teil, sechsmal startete er bei der Vuelta, einmal beim Giro d'Italia. Bei der Tour 2005 gehörte Aldag allerdings nicht zum Aufgebot des T-Mobile Teams. Rolf Aldag ist ein vielseitiger, aber vor allem tempoharter Fahrer. Auch auf der Bahn ist er erfolgreich, so gewann er u.a. mehrfach die Sechstagerennen in Dortmund (achtmal, damit Rekordsieger in Dortmund) und Berlin (zweimal). Ein besonders Verhältnis verbindet ihn mit dem Klassiker Paris-Roubaix, ein Rennen, das er keineswegs liebt, denn: „Wer behauptet, daß er es liebt, erzählt Schwachsinn”, urteilt Rolf Aldag über Paris-Roubaix, denn: „Eigentlich ist das Schwachsinn und kein Radrennen, sondern modernes Gladiatorentum.” Bei diesem Rennen half ihm nach eigener Aussage vor allem seine Erfahrung. Obwohl er als Mannschaftshelfer jedesmal mit anderen Aufgaben betraut war, konnte er sich dreimal unter den ersten 10 platzieren (jeweils 9. Platz 1995, 97 und 2003), 1997 als bester der Verfolgergruppe mit nur 14 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Drei weitere Platzierungen unter den besten 20 kommen hinzu: 12. (93), 16. (01) und 17. (96). Bei der Tour de France 2003 entstand der Dokumentarfilm Höllentour, in dem Regisseur Pepe Danquart Aldag und Erik Zabel während der Rundfahrt begleitet. Als Profi zeichnete Rolf Aldag ein abgeklärtes und diszipliniertes Verhältnis zu seinem Beruf aus. Parallel zu seinem Hauptberuf baute er sich in der westfälischen Heimat einen Bauernhof auf. Während der Tour de France 2005 trat er als Co-Moderator bei den Fernsehübertragungen des ZDF auf. Seine Beiträge zeichneten sich dadurch aus, dass er fundiertes Fachwissen mit sehr gut formulierten Texten verband. Die Erläuterungen dessen, was als nächstes zu erwarten sei, brachte eine zusätzliche Spannung. Am 23. August 2005 kündigte Aldag auf einer Pressekonferenz an, seine Karriere als aktiver Profi-Radsportler mit Ablauf der Saison zu beenden.


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Steckbrief

Geboren am 25.08.1968 in Beckum, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Münster, Deutschland
Größe: 191 cm
Gewicht: 75 kg


Auf der Straße fuhr er mit der Lombardei-Rundfahrt sein letztes Straßenrennen. Danach war zunächst geplant, außer dem Sechstagerennen in Dortmund, das er mit seinem langjährigen Kollegen, Freund und Sechstage-Partner Erik Zabel gewann, das Rennen in Bremen (12.–17. Januar 2006) und Berlin (26.–31. Januar 2006) zu bestreiten. Während Aldag in Bremen wegen einer Blinddarmoperation absagen musste, konnte er in Berlin wieder in den Wettbewerb eingreifen. Nach diesen letzten Bahnrennen wechselte er Anfang 2006 in die Kommunikationsabteilung von T-Mobile. Wenige Monate nach seinem Karrieeende lief Rolf Aldag beim Hamburg Marathon im April 2006 eine sehr beachtliche Zeit von 2:42:54 über die Marathondistanz von 42,195 Kilometern. Für den Ironman Lanzarote 2006 hat der Veranstalter den Start Rolf Aldags bekannt gegeben. Auf der schwersten Radstrecke aller Ironmanveranstaltungen (180 km, 2500 Höhenmeter mit oft starken Winden) wird es sicher einen erbitterten Kampf um den schnellsten Radsplit geben, da auch Thomas Hellriegel (Profitriathlet und Inhaber des Streckenrekordes) und Kai Hundertmarck (ehemaliger Radprofi, jetzt Profitriathlet)) ihre Teilnahme angekündigt haben. Diesen Ironman, der derzeit als der härteste Ironman dieser Serie gilt, hat Rolf Aldag am 20.05.2006 mit einer Zeit von 10:22:14 abgeschlossen und sich so für Hawaii 2006 qualifiziert. Am 29. April 2006 führte Aldag mit seinem Heimatverein RSF Ahlen eine Abschiedsveranstaltung durch. Sie bestand aus einer kleinen Tourenfahrt auf der Strecke der sogenannten „Pott's Leeze-Tour“ und einem offiziell ausgeschriebenen Radrennen („Lambert-Gombert-Gedächtnisrenne & 'Adieu Rolf'“, s. Weblinks). Dieses Rennen bestand aus den üblichen Rennen verschiedener Altersklassen und einem „KT“-Profirennen, zu dem namhafte Fahrer wie Erik Zabel und Jens Voigt ihre Startzusage gegeben hatten. Die Streckenführung war die gleiche wie bei Aldags erstem Rennen, als er gerade 12-jährig einen 6. Platz belegte. Bereits ein Jahr später hatte er an gleicher Stelle gesiegt. Wie bereits beim Berliner 6-Tage-Rennen fuhr Aldag wieder für seinen alten Verein RSF Ahlen, aber im Trikot seines alten und neuen Arbeitgebers, T-Mobile. Wie bei solchen Veranstaltungen zu erwarten, gewann Aldag das Rennen vor seinem alten Gefährten Erik Zabel.




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