Roger Waters

George Roger Waters ist Gründungsmitglied der britischen Rockgruppe Pink Floyd. Nur wenige Künstler haben eine ähnlich depressive Sicht auf die moderne Gesellschaft. Einer der tiefsten Einschnitte in Waters' Leben ereignete sich bereits sehr früh, als sein Vater Eric Fletcher Waters im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam. Er hat den Krieg und seine Kindheit ohne den Vater in vielen seiner Songs thematisiert. Der langsame Abstieg seines Jugendfreundes Syd Barrett in den Wahnsinn durch psychoaktive Drogen hat ihn ebenfalls sehr beeinflusst und entsprechende Verarbeitung in seinen Werken hervorgerufen. 1965 gründete er mit seinen Studentenfreunden Richard Wright und Nick Mason die Band „Sigma 6“, die sich zu Pink Floyd entwickeln sollte. Nach dem Weggang des Frontmannes Syd Barrett, eines Jugendfreundes Waters, wurde er langsam zunächst zum lyrischen, dann zum musikalischen Kopf der Gruppe. Am stärksten ist seine künstlerische Handschrift in den Alben Animals, The Wall und The Final Cut zu spüren. 1983, nach Fertigstellung von The Final Cut, wollte Waters die Band auflösen, was auf den Widerstand der übrigen Mitglieder stieß. Es folgte eine juristische Auseinandersetzung, bei der Waters unterlag. So machten die übrigen Bandmitglieder unter dem Namen Pink Floyd weiter, während Waters seine Solokarriere verfolgte. Zu seinen frühesten musikalischen Einflüssen zählen amerikanische Blues-Sängerinnen und Sänger, aber auch Folkmusiker. Aber auch die 1960er Jahre haben Roger Waters als Songwriter beeinflusst: „Wenn ich fünfzig Songs nennen müsste, die ich gerne geschrieben hätte, dann wären nur sehr wenige davon nicht von Dylan und Lennon.“ Im Vergleich zu Keyboarder Richard Wright, bevorzugt Roger Waters einfache Akkordfolgen, die durch Zuhilfenahme eigener Grifftechniken, in ihren vielzähligen Variationen, zu einem elysischen Klanggebilde transmutieren. Roger Waters erstes Instrument war die Gitarre, auf der er sich Folk-Songs beibrachte. In „Sigma 6“, seiner ersten Band, mit Nick Mason und Richard Wright, spielte er noch Gitarre. Roger Waters erster Bass war ein Modell der Firma Rickenbacker, der unter anderen von Paul McCartney und später auch von Chris Squire gespielt wurde und schließlich auch Kultstatus erlangte. Sein Hauptinstrument wurde der Fender Precision. Roger Waters ist Autodidakt auf seinem Instrument.


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Steckbrief

Geboren am 06.09.1943 in Great Bookham, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Im Verlauf seiner Solokarriere veröffentlichte Waters einige Alben die zwar von Kritikern und Fans sehr positiv aufgenommen wurden (insbesondere „Amused to Death“), aber bei weitem nicht an den kommerziellen Erfolg von Pink Floyd heranreichten. Waters tourte 1986/1987 weltweit mit der Radio K.A.O.S. Show und 1999 bis 2002 mit einer Zusammenstellung auch älterer Hits von Pink Floyd als in the flesh Tour, die überraschend erfolgreich war. 1990 organisierte er ein riesiges Konzert von „The Wall“ auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Mitte 2004 wurde von der Miramax Films bekannt gegeben, dass von Roger Waters eine Broadway-Produktion von The Wall geplant wird. Im September 2004 gab Waters zwei neue Stücke auf seiner Homepage im Internet frei, mit den Titeln To Kill The Child und Leaving Beirut. Beide Titel wurden vom Irakkonflikt 2003 inspiriert. Nach der Tsunami-Katastrophe in Dezember 2004 spielte Waters zusammen mit Eric Clapton „Wish You Were Here“ auf einem NBC Benefizkonzert. Nach fast 25 Jahren trat am 2. Juli 2005 Roger Waters wieder gemeinsam mit Pink Floyd bei dem von Bob Geldof organisierten Live-8-Konzert in London auf. Zu Beginn des Jahres 2005 hat Waters seine Oper „Ça Ira“ über die französische Revolution fertig gestellt. Das Album wurde am 26. September weltweit als Doppel SACD mit einem großen Making-Of veröffentlicht. An dieser klassischen Oper arbeitete Roger Waters seit 1992. Im Sommer 2006 wird Waters auf eine kleine Europa-Tour gehen. Nach seinen Ankündigungen in der britischen Presse sei dies das letzte Konzert in diesem Stil. Kleine Auftritte sind möglich, es werden aber keine Konzerte sondern spontane und kleinere Bararrangements sein. Weiterhin ist ein neues Rock-Album angekündigt. Im Rahmen der Tour wurde in Lissabon ein Auftritt im Fernsehen ausgestrahlt. Außerdem gab es Auftritte in Verona und Berlin, bei denen Waters noch einmal das 1973er Opus "Dark Side of The Moon" aufführte.




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