Roger Federer

Roger Federer (* 8. August 1981 in Basel) ist ein Schweizer Tennisspieler. Mit dem Gewinn der Australian Open 2006 war er der erst zweite Spieler (neben Pete Sampras), der seit dem Grand-Slam Gewinn von Rod Laver 1969, drei Turniere dieser Kategorie in Folge gewinnen konnte. Für seine Leistungen in den letzten beiden Jahren wurde Federer 2005 und 2006 jeweils zum Weltsportler des Jahres gewählt. Roger Federer begann schon im Alter von 3 Jahren mit dem Tennisspielen, zeigte zur gleichen Zeit aber auch großes Talent im Fußball-Sport. Mit 12 Jahren entschied er sich letztendlich gegen den Fußball- und für den Tennissport, hauptsächlich weil er schon internationale Tennisturniere bestritten hatte und so vollkommenen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen konnte. Im Alter von 14 Jahren war Federer der beste Nachwuchsspieler der Schweiz und wechselte zum nationalen Tenniscenter der Schweiz. Da dies zu jener Zeit im französischsprachigen Teil des Landes lag, bedeutete das für Federer eine enorme Umstellung. In den Jahren 1996 und 1997 hatte der Schweizer vergleichsweise wenige Auftritte auf der Juniorentour, weshalb er sich im Alter von 16 Jahren dafür entschied, die Schule zu beenden und sich gänzlich auf den Sport zu konzentrieren. Dies stellte zum damaligen Zeitpunkt ein Risiko dar, da Federer noch keine Erfahrungen auf der Profi-Tour gesammelt hatte und auch auf der Juniorentour noch nicht zu den besten Spielern der Welt zählte. Doch die Entscheidung sollte sich als positiv auswirken, da Federer in der Saison 1998 den Durchbruch auf der Junioren-Tour schaffte und auch erste Turniere auf der Profitour spielen konnte.[1] Federers Profikarriere begann in der Saison 1998, als er im Alter von 17 Jahren zum ersten Mal an einem Profi-Tennisturnier teilnahm. Insgesamt nahm Federer in dieser Saison an vier Profiwettkämpfen teil, aber schaffte nur bei dem Turnier in Toulouse (wo er letztendlich im Viertelfinale scheiterte) den Sprung in die zweite Runde. Wesentlich bedeutender waren in dieser Saison jedoch seine Erfolge auf der Juniorentour. Neben dem Halbfinale bei den Australian Open der Junioren, dem Halbfinale bei den Junioreneuropameisterschaften und dem Finale der US Open der Junioren, konnte Federer das Junioren-Turnier in Wimbledon sowohl im Einzel, als auch im Doppel gewinnen. Ebenso gewann er das prestigeträchtige Orange Bowl-Turnier. Federer beendete die Saison als bester Spieler der Juniorentour. Im Alter von 18 Jahren begann er seine erste vollständige Profisaison 1999 mit dem Erreichen des Halbfinales bei einem Turnier der Challenger-Kategorie. Zwei weitere Viertelfinal-Platzierungen führten den Schweizer in die Top-150 der Tennis-Weltrangliste, von wo er sich allerdings nach einigen unerfreulichen Resultaten erst einmal nicht weiter verbessern konnte. Erst im Mai des Jahres knüpfte er wieder an die starke Frühform an und konnte dadurch gute Leistungen bei Challenger-Turnieren an den Grand-Slam-Turnieren in Roland Garros und Wimbledon erzielen. Jedoch scheiterte er bereits in den ersten Runden der beiden Wettkämpfe. Einige Wochen zuvor hatte Federer bei seinem ersten Auftritt im Davis Cup-Team der Schweiz ein Spiel gewonnen und somit Anteil am Viertelfinaleinzug seiner Mannschaft in diesem Wettbewerb gehabt. Weniger Erfolg hatte er dann bei der Viertelfinalbegegnung der Schweiz gegen Belgien, in der er beide Partien verlor und die Schweiz vorzeitig aus dem Wettbewerb ausschied. Erst im Oktober konnte Federer wieder ein Viertelfinale auf der ATP-Tour erreichten. Der Erfolg in Basel, gefolgt von einem Halbfinale beim Turnier in Wien, führte den 18jährigen weit in die Top-100 der Tennis-Weltrangliste.


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Steckbrief

Geboren am 08.08.1981 in Basel
Nationalität: Schweiz
Wohnort: Oberwil (BL) - Schweiz
Größe: 186 cm
Gewicht: 85 kg


Einen erneuten Schritt Richtung Tennis-Weltspitze machte Roger Federer in der Saison 2001. So schaffte er nach ordentlichem Saisonbeginn (Viertelfinale in Sydney und 3. Runde bei den Australian Open) seinen ersten Turniererfolg auf der ATP-Tour in Mailand. Nach einem etwas überraschenden Davis-Cup-Erfolg der Schweiz über die USA (am Ende reichte es für die Schweiz aber nicht für einen Sieg gegen Frankreich im Viertelfinale) machten Halbfinalteilnahmen in Marseille und Rotterdam (wo Federer an der Seite von Jonas Björkman der erste Doppeltitel seiner Karriere glückte) Federer zu einem der erfolgreichsten Spieler der noch jungen Saison. Der Viertelfinaleinzug bei den Masters-Series-Turnieren in Miami und Monte Carlo verstärkte diesen Eindruck noch einmal, dass er dieses Resultat dann aber auch bei den French Open auf dem von ihm eher ungeliebten Sandplatz erreichte, verblüffte auch so manchen Experten. Der folgende Wechsel auf den Rasenplatz gelang dem 19jährigen ohne Probleme, im Gegenteil, nach starken Vorstellungen in Halle (Viertelfinale) und 's-Hertogenbosch (Halbfinale) galt Federer für manche Experten sogar als Geheimtipp für den Titel beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon. Dort konnte er im Achtelfinale des Turnieres den siebenfachen Titelträger Pete Sampras, der 31 Spiele in Folge in Wimbledon ungeschlagen gewesen war, bezwingen. Die Erfolgsserie des Schweizers endete dann aber im Viertelfinale, als er dem Briten Tim Henman in einem eng geführten Spiel letztendlich unterlegen war. Im Turnierverlauf hatte sich Federer eine Leistenverletzung zugezogen, die sich in den weiteren Spielen verschlimmerte. Statt eine Turnierpause einzulegen präsentierte sich Federer nach seinen starken Leistungen in Wimbledon auch dem heimischen Publikum in Gstaad (wo er die Doppelkonkurrenz an der Seite von Marat Safin gewinnen konnte), woraufhin ihn die Verletzung letztlich zu einer 6-wöchigen Verletzungspause zwang. Hatte der Schweizer nach Wimbledon den Sprung unter die besten zehn Spieler der Welt geschafft, so warf ihn diese Verletzungspause nun wieder deutlich zurück. Erst zu den US Open war Federer wieder fit, wo er eine angesichts des Wettkampfrückstands ordentliche Achtelfinalplatzierung erreichte, die ihm zusammen mit einem Finaleinzug bei seinem Heimturnier in Basel aber nur noch zu Platz 13 in der Weltrangliste reichte. Ohne weitere Turniervorbereitung startete Federer in die Saison 2004 bei den Australian Open in Melbourne und konnte das Turnier im Finale gegen Marat Safin gewinnen und damit den zweiten Grand-Slam Erfolg seiner Karriere erzielen. Einen Tag nach diesem Erfolg wurde der Schweizer erstmals in seiner Karriere auf Platz 1 der Tennis-Weltrangliste geführt, eine Position, die er seitdem in über 110 Wochen bis heute ununterbrochen halten konnte. Bis zum Beginn der French Open verlor Federer nur drei Spiele und ging mit einer Matchbilanz von 32-3 und drei weiteren Saisontiteln in Dubai, Indian Wells und Hamburg an den Turnierstart. In der dritten Runde endete das Turnier für Federer, der Gustavo Kuerten in drei Sätzen unterlegen war, zwei Wochen später allerdings seinen Titel in Halle verteidigen konnte und in Wimbledon mit nur einem Satzverlust ins Finale einzog. Hier schlug der Schweizer den Amerikaner Andy Roddick und verteidigte damit seinen Vorjahrestitel erfolgreich. In den folgenden Wochen baute Federer seine Siegesserie mit Titeln in Gstaad und Toronto weiter aus, bis er schließlich nach 23 Siegen in Folge in Cincinnati in der ersten Runde scheiterte. Auch beim Olympischen Tennisturnier in Athen erlitt Federer (der zum Fahnenträger der Schweiz ernannt wurde) eine frühe Niederlage in der 2. Runde gegen TomᚠBerdych, konnte sich aber mit dem dritten Grand-Slam Titel des Jahres bei den US Open im Finale gegen Lleyton Hewitt rehabilitieren. Durch den Erfolg wurde Federer der erst vierte männliche Spieler in der Open-Ära des Tennissports, der drei Grand-Slam Turniere in einer Saison gewinnen konnte. Nach seinem 10. Saisontitel in Bangkok musste Federer die folgenden Turniere verletzungsbedingt absagen und kehrte erst zum Masters Cup auf die Tour zurück, den er erfolgreich verteidigen konnte und damit zum ersten Mal in seiner Karriere eine Saison auf Platz 1 der Weltrangliste beendete.




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