Roberto Benigni

Roberto Benigni ist ein italienischer Regisseur und Fernseh- und Film-Schauspieler. Benigni ist außerhalb Italiens vor allem durch seine Tragikomödie Das Leben ist schön (La Vita è bella) bekannt geworden. Der Film handelt von einem Mann, der versucht, seinen Sohn während seiner Internierung in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager dadurch zu beschützen, dass er ihm erzählt, der Holocaust sei ein kompliziertes Spiel, dessen Regeln er genau einhalten muss, um zu gewinnen. Benignis Vater hat zwei Jahre im Konzentrationslager Bergen-Belsen zugebracht, La Vita è bella basiert zum Teil auf dessen Erfahrungen. Der Film, in dem Benigni die Hauptrolle gespielt hat und auch Regie geführt hat, wurde für sieben Academy Awards nominiert und als bester fremdsprachiger Film sowie für den besten Schauspieler und die beste Musik ausgezeichnet. Als Sophia Loren bei der Verleihung den Gewinner verkündete, kletterte Benigni vor Begeisterung auf die Stuhllehnen und musste sich an Steven Spielbergs Schulter festhalten. Daraufhin hüpfte der Gewinner durch den Gang auf die Bühne und überschüttete Sophia Loren mit Komplimenten. Damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, hatte Billy Crystal im Folgejahr ein Riesen-Schmetterlingsnetz dabei, um ihn einzufangen. Weiter führte er Regie und spielte in einer Neuverfilmung von Pinocchio. Benigni hat außerdem Regie geführt in den Filmen Il Mostro, Il piccolo diavolo (mit Walter Matthau) und Johnny Stecchino. Mit dem beliebten Schauspieler Massimo Troisi spielte er in Non ci resta che piangere, einem Märchen, in dem die Protagonisten plötzlich ins 15. Jahrhundert zurückversetzt werden, kurz vor das Jahr 1492; sie machen sich daher auf die Suche nach Kolumbus, um ihn vor der Entdeckung Amerikas abzuhalten, was ihnen aber nicht gelingt. Benignis Frau Nicoletta Braschi ist mit ihm in den meisten Filmen aufgetreten, in denen er Regie geführt hat. Benigni ist in drei Filmen des amerikanischen Regisseurs Jim Jarmusch aufgetreten. In Down By Law (1986) spielt er den naiven Bob, der wegen Mordes verurteilt ist, und dessen ununterdrückbare gute Laune und Optimismus ihm helfen zu fliehen und die Liebe zu finden; seine Geliebte Nicoletta wird von Nicoletta Braschi gespielt. In Night on Earth (1991) spielt er einen Taxifahrer in Rom, der seinem Fahrgast, einem Priester, mehr als großes Unbehagen verursacht, indem er ihm seine etwas ungewöhnlichen sexuellen Erfahrungen beichtet.


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Steckbrief

Geboren am 27.10.1952 in Manciano La Misericordia bei Castiglion Fiorentino, Toskana, Italien
Nationalität: Italiener
Wohnort: Italien
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Außerdem trat Benigni in Jarmuschs erster Kurzfilmserie Coffee and Cigarettes (1986) auf. Darüberhinaus ist Benigni geschätzt als Improvisationsdichter (poesia estemporanea ist eine verbreitete Kunstform in der Toscana), sowie für seine auswendigen Vorträge aus Dantes Divina Commedia. Benigni wurde zuerst bekannt in den 1970ern durch eine schockierende Fernsehserie von Renzo Arbore namens Televacca. Die für die damalige Zeit skandalöse Serie wurde abgesetzt. Kurz darauf erschien er während einer öffentlichen Kundgebung der italienischen kommunistischen Partei, deren Sympathisant er war. Bei dieser Gelegenheit umarmte und wiegte er den Parteiführer Enrico Berlinguer, eine sehr seriöse Person. Dies war ein beispielloses Ereignis angesichts der bis dato sprichwörtlichen Förmlichkeit italienischer Politiker, von denen Berlinguer einer der formellsten war. Dies war ein Wendepunkt, nach dem Politiker neue Umgangsformen in der Öffentlichkeit ausprobierten, weniger formale Veranstaltungen besuchten und allgemein ihren Lebensstil im Sinne eines "familiäreren" Erscheinungsbildes änderten. Benigni wurde in den 1980er Jahren erneut zensiert wegen einer beleidigenden Äußerung über Papst Johannes Paul II. während einer wichtigen Livesendung im Fernsehen.




Autogrammadresse:

Roberto Benigni
Via S. Anselmo 29
I-00153 Roma
Italien
Fanclubs:

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