Rex Gildo

Rex Gildo war ein deutscher Schauspieler und Schlagersänger. Ludwig Franz ist das fünfte und jüngste Kind eines Münchner Kaufmanns und seiner Frau. Mit zehn Jahren wird er Mitglied im Chor der Regensburger Domspatzen, verlässt diesen aber wegen der zu großen Ferne zur Familie. Schon in diesen Zeiten ist sein Wunschberuf der des Schauspielers. Doch sein Vater meldet ihn auf einer Handelsschule an. Als er diese durch schlechte Leistungen boykottiert, darf er seinem Berufswunsch nachgehen und geht auf die Otto-Falckenberg-Schule in München. Neben dem Schauspiel erhält er eine Ausbildung in Gesang und Tanz. Nach dem Abschluss wirkt er als Statist, bevor er 1956 eine erste Nebenrolle an den Münchner Kammerspielen erhält. Die damals bekannte Managerin Ada Tschechowa nimmt ihn daraufhin als Alexander Gildo unter Vertrag und verschafft ihm seine erste Rolle im Film „Immer wenn der Tag beginnt“. Schnell arbeitet er sich hoch und erhält 1958 seine erste Hauptrolle neben Conny Froboess im Film „Hula-Hopp, Conny“. 1959 bietet ihm Nils Nobach, sein späterer Produzent, einen Vertrag bei der Plattenfirma Electrola an, die neue und junge Talente sucht. Alexander greift zu und nimmt seinen Künstlernamen Rex Gildo an. Schon Anfang 1960 kann er mit „Sieben Tage in Bombay“ einen Erfolg landen. Von da an geht es steil bergauf mit seiner Karriere. In den 60er Jahren avanciert Rex Gildo zu einem der beliebtesten Schlagerstars. Oft singt er Duette mit Kolleginnen, so mit Conny Froboess, Vivi Bach oder Angèle Durand, der Ehefrau seines Produzenten, mit der er an der Vorentscheidung zum Grand Prix teilnimmt. Gitte Haenning nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Mit ihr hat er als Duo Gitte & Rex die größten Erfolge und beide werden zum Traumpaar der 60er. Auch seine Filmkarriere geht ungebremst weiter. Insgesamt dreht er über 30 Filme. Als er einen Film mit Senta Berger dreht, dichtet die Boulevardpresse ihm eine Affäre an. Die Gerüchte reichen bis hin zu einer Heirat der beiden. Während dieser Zeit ist Rex Gildo das Idol vor allem des weiblichen Publikums. Teenager umschwärmen den Sonnyboy, während die ältere Generation in ihm den idealen Schwiegersohn sieht. Ab den 80er Jahren wird es schwer für die gesamte Schlagerbranche. Das junge Publikum wechselt zur Neuen Deutschen Welle oder hört die internationalen Stars. Mehr und mehr verblassen Rex Gildos Erfolge. Vorwiegend sein älteres Publikum hält unvermindert zu ihm. 1981 bekommt er seine erste Fernsehshow im ZDF: „Gestatten: Rex Gildo“.


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Steckbrief

Geboren am 02.07.1936 in Straubing, München, Deutschland
Verstorben am 26.10.1999


Im Jahr 1993 zeichnet der MDR seine zweite Personality-Show „Fiesta Rexicana“ auf. Zwischendurch hat er Gastauftritte in Musiksendungen und Serien. Ein starker Karriereabstieg wird deutlich. Es folgen diverse Auftritte in Stadthallen, Bierzelten und am Ende bei Eröffnungen von Baumärkten und Autohäusern. Mehr und mehr gerät Rex Gildo in die Schlagzeilen: Spekulationen über eine mögliche Alkohol- und Tablettensucht, die in einem Rechtsstreit wegen Trunkenheit auf der Bühne gipfeln, folgen Gerüchte über ein homosexuelles Verhältnis mit seinem Privatsekretär. Zudem verblasst mit dem Alter auch sein „Sonnyboy“-Image mehr und mehr. Was genau nun der Auslöser war, ist unklar: Am 23. Oktober 1999 springt Rex Gildo aus dem Fenster seiner Münchner Wohnung. Am 26. Oktober erlag Rex Gildo seinen Verletzungen und wurde am 29. Oktober unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Münchner Ostfriedhof bestattet. Seit 1974 war Rex Gildo offiziell mit seiner Cousine Marion verheiratet. Sie hatten ein Haus in Bad Feilnbach, in welchem vorwiegend sie lebte und eine Wohnung in München, in der er sich häufig aufhielt. Nach seinem Tod bestätigten sich die Gerüchte um seine Homosexualität. Kurz vor seinem Tod begann ein Revival des Schlagers. Seither sind seine größten Erfolge, Fiesta Mexicana, das Lied mit dem berühmten Hossa, sowie Speedy Gonzales von keiner Schlager- und Faschingsparty mehr wegzudenken.




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