Rafael Nadal
Rafael Nadal Parera ist ein spanischer Tennisspieler.
Nadal schaffte bereits 2003 als sehr junger Spieler den Einzug in die Top 100 der Tennisweltrangliste. Unter anderem erreichte er damals schon die dritte Runde des Grand Slam Turniers in Wimbledon, in der er gegen den Thailänder Paradorn Srichaphan unterlag. Seit 2005 ist er Weltranglistenzweiter. Sein Nachname Nadal bedeutet im Katalanischen, das auch auf Mallorca gesprochen wird, "Weihnachten".
In Spanien hatte man seine Entwicklung schon seit früher Kindheit verfolgt, doch großes Aufsehen erregte er erst im Davis Cup Finale 2004 in Sevilla gegen die USA. Dort wählte der spanische Teamchef Jordi Arrese ihn für das zweite Einzel aus und setzte den eigentlich gesetzten, aber formschwachen Juan Carlos Ferrero auf die Bank. Eine goldrichtige Entscheidung: Nach dem Sieg von Carlos Moya im ersten Einzel gegen Mardy Fish überpowerte Nadal den favorisierten Weltranglistenzweiten Andy Roddick vor einer Riesenkulisse (über 25000 Zuschauer - eine der größten Zuschauermengen bei einem Profimatch) mit 6-7, 6-2, 7-6, 6-2. Somit trug er maßgeblich zum zweiten Erfolg seines Landes bei diesem berühmten Wettbewerb bei. Nebenbei wurde er damit zu einem von nur zwei Spielern (neben Tim Henman), dem es 2004 gelang, sowohl den Weltranglistenersten Roger Federer als auch Roddick zu besiegen. Nadal erlebte 2005 sein bis dahin bestes Jahr als Tennisprofi. Er gewann 11 Turniere, davon acht auf Sand und drei auf harten Belägen. Im Juni 2005 gewann Nadal bei seiner ersten Teilnahme die French Open und damit sein erstes Grand Slam-Turnier. Im Halbfinale schlug er dabei Federer, im Finale in einer Weltklasse-Partie den Argentinier Mariano Puerta mit 6-7, 6-3, 6-1, 7-5. Den Pokal bekam er bei der Siegerehrung vom Fussballweltstar Zinedine Zidane überreicht.
Spielweise
Sein Spiel ist von einer unglaublichen Energie geprägt. Bemerkenswert sind seine muskulösen Arme, seine Schnelligkeit und Beweglichkeit. Seine mit viel Topspin geschlagene Vorhand ist eine der härtesten im Profitennis. Er spielt mit einer für sein Alter bemerkenswerten Reife und Nervenstärke und behält die Übersicht auch bei engen Ballwechseln. Nicht selten gewinnt er schon verloren geglaubte Ballwechsel, und kaum ein Spieler deckt die Grundlinie so gut ab wie er, so dass man gegen ihn immer volles Risiko spielen muss.
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