Paula Radcliffe

Paula Jane Radcliffe ist eine britische Langstreckenläuferin. Sie hält den Weltrekord im Marathonlauf, den sie beim London-Marathon 2003 mit einer Zeit von 2:15:25 Stunden aufstellte. Radcliffe errang ihre ersten Erfolge im Crosslauf, darunter den Titel der Juniorenweltmeisterin 1992. Nachdem sie während der 1994er Saison verletzungsbedingt pausieren musste und gar ein Karriereende in Erwägung zog, gelang es ihr in den Folgejahren, mit einer Reihe respektabler Ergebnisse im 5000- und 10.000-Meter-Lauf auch auf der Bahn auf sich aufmerksam zu machen. Schon bald zeichnete sich ab, dass ihr die ganz großen Erfolge aufgrund fehlender Endschnelligkeit verwehrt bleiben würden. Wiederholt wurde sie nach langer Führung auf der Schlussrunde von den Konkurrentinnen übersprintet. Bei den meisten großen Leichtathletik-Events, die sie bestritt, musste sie sich mit Platzierungen außerhalb der Medaillenränge begnügen. So auch bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, als sie über 10.000 Meter nur einen enttäuschenden vierten Platz belegte. Sie hatte 24 der 25 Runden geführt, wurde jedoch auf den letzten Metern von der Siegerin Derartu Tulu sowie Gete Wami und Fernanda Ribeiro überholt. Nur bei den Europameisterschaften 2002 in München konnte sie die Skeptiker widerlegen, indem sie die Goldmedaille über 10.000 Meter gewann. Trotzdem zog sie – nicht zuletzt auch im Hinblick auf die einzig dort abwesende afrikanische Konkurrenz – aus den Erfahrungen die naheliegende Konsequenz, sich künftig hauptsächlich dem Marathonlauf zu widmen: Auf der längeren Distanz ließe sich ihr Vermögen zur gleichmäßigen, effizienten Krafteinteilung besser ausspielen. Bereits vor der EM hatte sie den London-Marathon gewonnen und ließ nun einen Sieg beim Chicago-Marathon folgen. 2003 triumphierte sie ein weiteres Mal in London und krönte den Erfolg mit der neuen Weltrekordzeit von 2:15:25. Als große Enttäuschung erlebte sie die Olympischen Spiele 2004 in Athen, wo sie wenige Kilometer vor dem Ziel entkräftet aufgeben musste. Der Grund für den plötzlichen Leistungseinbruch so spät im Rennverlauf war eine empfindliche Reaktion des Magens auf ein entzündungshemmendes Mittel, das ihr zur Behandlung einer kurz vor dem Turnier erlittenen Verletzung verabreicht wurde.


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Steckbrief

Geboren am 17.12.1973 in Northwich, England
Nationalität: Engländerin
Wohnort: England
Größe: 173 cm
Gewicht: 54 kg


Zweifel an ihrer Form ließ sie mit ihrem Sieg beim New-York-Marathon noch in der gleichen Saison verstummen. Das Jahr 2005 läutete sie genauso erfolgreich ein und wurde zum dritten Mal ihrer Favoritenrolle beim London-Marathon gerecht. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki ging sie in den zwei längsten Laufdisziplinen an den Start. Über 10.000 Meter versuchte sie es zunächst erneut mit einem Tempolauf von vorn, konnte dies allerdings nur bis zur Hälfte der Distanz durchstehen. Sie hielt noch bis zum Beginn der Schlussrunde den Anschluss zur Spitzengruppe, dem finalen Sprint der vier äthiopischen Läuferinnen folgte sie jedoch nicht und wurde am Ende Neunte. Ihre eigentlichen Ambitionen galten aber ohnehin dem Marathonlauf. Folgerichtig lief sie dort unangefochten zum Sieg – ihrem ersten bei einer großen internationalen Meisterschaft. Mit ihren sechs ersten Plätzen aus sieben Starts gilt sie seitdem als eine der erfolgreichsten Marathonläuferinnen überhaupt. Paula Radcliffe ist momentan Schwanger. Sie erwartet ihr Kind im Januar 2007.




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