Oriana Fallaci war eine italienische Widerstandskämpferin, Journalistin und Schriftstellerin.
Der italienische Faschismus unter Mussolini sowie ihr liberaler Vater, der ein heftiger Kritiker Mussolinis war, übten einen bedeutenden Einfluss auf ihre Entwicklung aus. Als Italien am Zweiten Weltkrieg teilnahm, war Oriana Fallaci 10 Jahre alt. Gemeinsam mit ihrem Vater schloss sie sich dem Widerstand gegen den Faschismus an. Bei der Besetzung von Florenz wurde ihr Vater inhaftiert und gefoltert, aber einige Zeit später freigelassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Fallaci Journalistin und Schriftstellerin. Sie wurde zur Vorreiterin eines extrem konfrontativen, sehr stark mit der Persönlichkeit des jeweiligen Journalisten verbundenen Interviewstils, der seit den 1970er Jahren populär wurde. Das in Form eines Tagebuches 1969 veröffentlichte Werk mit dem Titel "Wir, Engel und Bestien" schildert ihre Erlebnisse als Kriegsreporterin in den Jahren 1967 und 1968 in Südvietnam während des Vietnamkriegs. Weltweit bekannt wurde sie in den 1970er und 1980er Jahren mit ihren Büchern "Brief an ein nie geborenes Kind", "Ein Mann" (über ihre Liebe zum 1976 mutmaßlich ermordeten griechischen Widerstandskämpfer Alekos Panagoulis) und "Inschallah" (über den Bürgerkrieg in Beirut). Als Journalistin interviewte sie zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, wie Yassir Arafat, Henry Kissinger, Willy Brandt und Deng Xiaoping. Ein Interview mit Ayatollah Chomeini wurde unterbrochen, weil sie sich während des Interviews den Tschador vom Leib riss. Fallaci lebte zuletzt in New York City. Sie litt seit mehreren Jahren an Krebs.
Weltweites Aufsehen erregte Oriana Fallaci durch ihre mittlerweile in Buchform herausgegebenen Essays zu den (von ihr in New York miterlebten) Anschlägen des 11. September 2001. Unter dem Titel "La Rabbia e L'Orgoglio", auf deutsch "Die Wut und der Stolz", vergleicht die Autorin die westliche Welt mit dem Islam. Sie stellt die These auf, dass der dekadente Westen durch sein liberales Verhalten gegenüber dem Islam den Islamismus erst zum Entstehen gebracht hat. Und nicht der Islamismus sei das Problem, sondern der Islam an sich. Sie vergleicht Osama Bin Laden mit Hitler und Mussolini. Allein in Italien wurde das viel diskutierte Buch innerhalb von sechs Monaten fast eine Million Mal verkauft.
Ähnliche Bücher sind Islam in Italien bzw. Islamischer Fundamentalismus und antiislamisches Klima in Italien.
Die Kernaussage von Fallacis 2004 erschienenen Buch
Geboren am 29.06.1929 in Florenz, Italien
Verstorben am 15.09.2006
"Die Kraft der Vernunft" ist, dass es trotz der angeblichen Gefahr einer Islamisierung Europas durch den "demographischen Faktor" immer noch Grund zur Hoffnung gibt.
Und zwar aufgrund der Überlegenheit des abendländischen Denkens: der Kraft der Vernunft. Wie das vorhergehende hat ihr auch dieses Buch mehrere Morddrohungen von islamistischen Organisationen und viel Kritik nicht nur seitens islamischer Intellektueller und der linken Presse eingebracht.
In Italien drohte der in New York lebenden Schriftstellerin eine zweijährige Haftstrafe (Juni 2005) wegen Verunglimpfung (vilipendio) einer Religion. Dazu sagte sie in einem Interview: "Ich werde die Richter nicht mit meiner Präsenz beehren, das hier ist eine inakzeptable, unzulässige, unverzeihliche Causa. Schämt euch!"
Eine der Kernaussagen ist auch, dass Muslime Christinnen grundsätzlich nicht aus Liebe heiraten würden, sondern um mit ihnen Dutzende von muslimischen Kindern zu zeugen, die dann das Abendland zerstören würden.
Fallaci wurde von Papst Benedikt XVI. am 27. August 2005 als erste Italienerin überhaupt zu einem Privatgespräch empfangen.
Hier Auszüge aus ihren kontrovers diskutierten Büchern:
· '"... der Islam ist ein Teich. Und der Teich ist ein stehendes Gewässer. Voll mit Wasser, das nie abfließt, sich nie bewegt, sich nie reinigt, nie zu fließendem Wasser wird, das bis ins Meer strömt. In der Tat verunreinigt es leicht und taugt auch wenig als Tränke. Der Teich liebt das Leben nicht. Er liebt den Tod ... Der Westen dagegen ist ein Fluss. Und Flüsse sind Wasserläufe. Wasser, das ständig weiterströmt und sich dabei reinigt, erneuert, noch mehr Wasser aufnimmt, ins Meer fließt, und Geduld, wenn es manchmal zu Überschwemmungen kommt. Geduld, wenn der Fluss manchmal vor Kraft über die Ufer tritt. Der Fluss liebt das Leben." ("Die Kraft der Vernunft", Seite 311).
· "Europa ist nicht mehr Europa, es ist 'Eurabien', eine Kolonie des Islam, wo die islamische Invasion nicht nur physisch voranschreit, sondern auch auf geistiger und kultureller Ebene. Unterwürfigkeit gegenüber den Invasoren hat die Demokratie vergiftet, mit offensichtlichen Konsequenzen für die Gedankenfreiheit, und für das Konzept der Freiheit selbst." (www.opinionjournal.com, 23. Juni 2005)
· "Ich bin Atheistin, Gott sei Dank."
Das Zitat "Sie vermehren sich wie die Ratten" (im italienischen Original steht "Sie vermehren sich wie die Mäuse") benutzt Fallaci im Zusammenhang mit einer Beschreibung der meist hohen Kinderzahl von moslemischen Familien. Es stammt aus "Die Kraft der Vernunft", S.57.
Autogrammadresse:
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