Nigel Mansell

Nigel Ernest James Mansell ist ein britischer Rennfahrer. Durch den Gewinn der Formel 1-Weltmeisterschaft 1992 und der IndyCar-Meisterschaft 1993 ist er der einzige, der für einen kurzen Zeitraum beide Titel gleichzeitig inne hatte. Mansell, Spitzname "Lion", ist einer der bekanntesten Rennfahrer der 80er und 90er Jahre. Mansell wurde am 8. August 1953 in Upton-on-Severn, einer kleinen Stadt in Worcestershire, als drittes von vier Kindern seiner Eltern Joyce und Eric Mansell geboren. Während seiner Kindheit musste er aufgrund der Beschäftigung seines Vaters häufig umziehen und die Schule wechseln. Grössere Teile seiner Jugend- und frühen Erwachsenenjahre verlebte er in Hall Green, Birmingham. Er ging auf die Rosslyn School und später auf die Hall Green Bilateral. Anschließend begann er ein Ingenieursstudium am Matthew Boulton College. Die Rennsportkarriere von Mansell begann mit Kartsport: Schon mit zehn Jahren (obwohl das Mindestalter bei elf lag) erhielt er dort seine erste Lizenz. Mit vierzehn gewann er sein erstes Rennen. Zwischen 1969 und 1976 gewann er verschiedene Kartmeisterschaften (Wales, North und sieben Mal in Folge Midland) und wurde 1973 Britischer Kartmeister. Sein weiterer Weg führte ihn 1976 in die Formel Ford, welche er bereits 1977 gewann (32 Siege in 42 Rennen). Mit dem Verkauf des gemeinsamen Hauses finanzierte Mansell mit Unterstützung seiner Frau Rosanne selbst 1978 den Eintritt in die Formel 3, die für ihn mit andauernden Geldproblemen verbunden blieb. Durch die Formel 3 wurde Colin Chapman auf Mansell aufmerksam und gab ihm 1980 einen Platz im seinem Lotus-Formel 1-Team, in welchem er bis 1984 bleiben sollte. Bei seinem Grand Prix-Debüt am Österreichring 1980 saß er wegen einer geplatzten Benzinleitung im Benzinbad. Bis ein Motorschaden den endgültigen Ausfall bedeutete, hatte er sich bereits Verbrennungen ersten und zweiten Grades zugezogen. Immer wieder blitzte sein Talent auf und 1981 erlangte er durch einen dritten Platz in Zolder (GP der Niederlande) seine ersten WM-Punkte. Aber es gab auch viele, oft kuriose Unfälle und Rückschläge: So wie 1984 beim Großen Preis der USA in Dallas, als sein Auto in Zielnähe ohne Benzin stehenblieb, und er beim Versuch, es über die Linie zu schieben, wegen der Hitze ohnmächtig zusammenbrach. 1985 kam Nigel Mansell zu Williams-Honda, was seiner Karriere einen entscheidend positiven Schub gab. In Brands Hatch gewann er in diesem Jahr seinen ersten Grand Prix.


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Steckbrief

Geboren am 08.08.1953 in Upton-on-Severn, Worcestershire, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


1986 und 1987 dominierte Mansell die Weltmeisterschaft und erzielte jeweils die meisten Saisonsiege, verlor jedoch beide Male den greifbaren Titel durch Unfälle und wurde Vize-Weltmeister (1986 hinter Prost, 1987 hinter seinem Teamkollegen Nelson Piquet). 1989 wechselte er zu Ferrari und zeigte neben Gerhard Berger und Alain Prost weiterhin Spitzenleistungen, blieb jedoch ohne Titel. 1991 kehrte er zu Williams zurück, wo er zuerst im Schatten von Riccardo Patrese stand, letzten Endes jedoch die WM nur knapp gegen seinen Dauerrivalen Ayrton Senna verlor. Bemerkenswert ist sein verschenkter Sieg beim Großen Preis von Kanada in Montreal, als ihm in der letzten Runde deutlich führend schon im Jubel der Motor ausging, so dass er letztendlich nur auf den fünften Platz kam. 1992 wurde Mansell mit Williams-Renault Formel-1-Weltmeister und stellte in diesem Jahr einen neuen Saisonrekord von neun Siegen auf. Zu noch größerer Popularität gelangte Mansell im Jahre 1993, als er als erster Rookie in der Geschichte die IndyCar-Meisterschaft (gegen den favorisierten Emerson Fittipaldi) für sich entschied. Zudem gewann er gleich sein erstes Champcar-Rennen in Surfers Paradise (Australien), in dem er ebenso einmalig gleich von der Poleposition startete. Diesem Sieg schlossen sich vier weitere (u.a. beim Michigan 500) an. Am Gewinn der Meisterschaft ist weiterhin bemerkenswert, dass Mansell dieser Triumph trotz eines größeren Unfalls in Phoenix gelang. Mansell ist auch als "Red Five" bekannt, seine legendäre Startnummer, welche auf seinem Lola-Ford auch noch nach seinem CART-Titelgewinn parallel zur Nummer 1 aufgeklebt war. Dies brachte 1994 jedoch wenig Erfolg: drei Pole-Positions und einige zweite Plätze, einer davon in Long Beach. 1994 fuhr Mansell - neben seinen Einsätzen im Newman-Haas-IndyCar-Team - bei Williams für den tödlich verunglückten Ayrton Senna vier Formel 1-Rennen und siegte beim letzten Rennen der Saison, dem Grossen Preis von Australien in Adelaide. 1995 unterschrieb Mansell zwar einen Saisonvertrag bei McLaren, konnte aber aufgrund des zu kleinen Cockpits und einer daraus resultierenden überaus unkomfortablen Sitzposition die ersten zwei Rennen nicht bestreiten. Im Anschluss an eine Umgestaltung des Cockpits fuhr Mansell noch zwei letzte Rennen, bevor er das Fahrzeug für nicht konkurrenzfähig erklärte und seine Monoposto-Karriere beendete. 1998 kehrte Mansell ins Renncockpit zurück und startete bei den 24 Stunden von Chamonix (12. an der Seite von Ari Vatanen). Außerdem nahm er mit einem wenig konkurrenzfähigen Ford Mondeo an sechs Rennen der British Touring Car Championship teil und erreichte beim Rennen in Donington Park einen fünften Platz. Im Herbst 2005 verkündete Mansell sein erneutes Comeback und die Teilnahme an der Grand Prix Masters-Rennserie , einer Rennserie für ehemalige Formel-1-Piloten. Er gewann im November des Jahres deren Auftaktrennen in Kyalami (Südafrika) und auch das erste Rennen des Jahres 2006 im April in Katar.




Autogrammadresse:

Nigel Mansell>br> Nigel Mansell Racing
Brands Hatch Fawkham
DA3 8NG Longfield, Kent
England
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