Nick Mason

Nicholas Berkeley Mason, genannt Nick ist Schlagzeuger der Gruppe Pink Floyd. Nick Mason wuchs auf dem herrschaftlichen Anwesen seiner Eltern Bill und Sally an der Downshire Hill in Londons exklusivem Hampstead-Distrikt auf. Seine Schulausbildung genoss er im Frensham Heights Internat. Zu dieser Zeit nahm er Klavier- und Geigenunterricht. Später widmete er sich mehr und mehr dem Schlagzeug. Nach seiner Internatszeit schrieb er sich für ein Architekturstudium am Regent Street Polytechnikum ein, wo er Roger Waters und Rick Wright kennenlernte. Zusammen mit ihnen gründete er 1965 die Gruppe The Abdabs. Obwohl er nie als ein besonderer Techniker auf seinem Instrument galt, hat sein eigenständiger Stil eindeutige Spuren besonders in der frühen Musik von Pink Floyd hinterlassen. Anfangs stark beeinflusst von der Spielweise Ginger Bakers von Cream war sein Drumming in der frühen Syd Barrett-Ära stark von freien Improvisationen geprägt, was völlig im Kontrast zu den geradlinigen Rhythmen der Mersey Beat-Ära stand. Schon damals spielte der Sound seiner Trommeln eine wichtige Rolle. Snare Drums wurden manchmal mit Handtüchern ausgekleidet, um spezielle Klänge zu erzielen. Mason verwendete gerne die Toms seines Sets. Bald kamen Gongs, Standpauken und Filzschläger zum Einsatz. Mason spielte wenn auch ohne besondere Virtuosität immer voller Energie und war stets darum bemüht sein Spiel den Musikstücken anzupassen. Kein anderer schaffte es einen normalen vier-viertel Groove mit solcher Power zu spielen. In Stücken wie "Set The Controls For The Heart Of The Sun" erreicht seine unorthodoxe Spielweise ekstatische Qualitäten. Bei Obscured by Clouds hingegen wurde sein Schlagzeugsound dermaßen getriggert, dass er wie eine elektronische Rhythmusbox klang. Ein weiteres Highlight in seinem Schaffen ist das Intro vom "Time", wo er an den Roto-Toms brilliert. Das 23 minütige "Echoes" zeigt die songdienliche Seite seiner Spielweise und seinen ausgeprägten Sinn für musikalische Atmosphäre. Straffe geradlinige Groovemuster wie im Mittelteil wechseln sich ab mit fragilen, ausschließlich auf den Becken ausgeführten Rhythmusfiguren, wie sie den sakral wirkenden Orgelteil in der zweiten Hälfte beherrschen. Eine besonders gelungene Version dieses Songs ist in dem Film "Live in Pompeii" zu sehen, in dem Mason beim Bedienen seines Instrumentes auch filmisch gekonnt in Szene gesetzt wurde. Sein musikalischer Input auf dem 1977 erschienenen Pink Floyd-Album Animals gilt als weiterer Höhepunkt seines Schaffens.


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Steckbrief

Geboren am 27.01.1944 in Birmingham, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: Grafschaft Sussex, England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Die Drumpartituren auf diesem Album sind so eingängig, dass man sie als nicht austauschbaren, unverwechselbaren Teil der Songs erachten kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Graham Broad, der Schlagzeuger von Roger Waters "Bleeding Heart Band", auf der "In the Flesh"-Tour von Waters die Drums des Stücks "Dogs" (vom Animals-Album) originalgetreu nachspielte. Auch als Produzent trat Nick Mason in den siebziger Jahren hervor. So produzierte er die Alben der englischen Folk-Pantomimen-Truppe Principal Edwards Magic Theatre ebenso wie die LP "Rock Bottom" von dem ehemaligen Soft Machine-Trommler Robert Wyatt. Ebenso arbeitete er mit den englisch-französischen Soft Machine-Ablegern Gong und später auch mit deren Ex-Gitarristen Steve Hilage zusammen. Auch die englischen Punk-Pioniere The Damned nahmen seine Produzenten-Dienste in Anspruch. Zur Verwunderung vieler Fans verlor Mason bei den Aufnahmen des Albums A Momentary Lapse of Reason als Drummer spieltechnisch den Anschluss an seine Bandmitglieder. Aus diesem Grunde wurden die meisten Drumtakes auf diesem Album (der "Post-Waters-Ära") von anderen Schlagzeugern, u. a. Jim Keltner, eingespielt. Mason beschränkte sich im Wesentlichen auf das Arrangieren der Schlagzeugspuren und das Auswählen der entsprechenden Drumsounds (und steuerte zudem, wie auch schon auf einigen vorangegangenen Floyd-Alben, Soundeffekte bei). Bereits auf dem letzten von Waters geprägten Album The Final Cut wurde er auf dem letzten Albumtitel "Two Suns in the Sunset" durch Andy Newmark ersetzt. Auf Tourneen ließ sich Mason fortan von namhaften Percussionisten wie zum Beispiel Gary Wallis unterstützen. Erst auf dem Live-Album P.U.L.S.E und zuletzt bei der einmaligen Wiedervereinigung der Band anlässlich des Live 8 Events von Bob Geldof im Londoner Hyde Park (hier wieder allein am Drumkit ohne zusätzliche Musiker) blitzte die Spielfreude früherer Jahre wieder auf. Nick Mason ist ein großer Liebhaber von Oldtimern und alten Rennwagen. Er fährt selbst Rennen. So nahm er beispielsweise 1993 zusammen mit David Gilmour und Steve O'Rourke am Pan America Rennen in Mexiko teil. Dieses Ereignis ist im Film La Carrera Panamericana festgehalten, dem ein Pink Floyd Soundtrack unterlegt ist. Mitte der 1980er Jahre gründete er zusammen mit Mike Hallowes das Unternehmen Ten Tenths, das sich um alles rund ums Automobil kümmert. Im Oktober 2004 wurde sein Buch "Inside Out: A Personal History of Pink Floyd" veröffentlicht. Während Mason davon spricht, dass dieses Buch eine sehr subjektive Darstellung von Ereignissen rund um Pink Floyd ist, gilt es unter Kritikern als längst überfällige humorvolle Darstellung der Geschichte einer Band, die insbesondere in der Roger Waters-Ära als eher introvertiert erachtet wurde. Nick Mason war von 1968 bis 1988 mit einer Frau namens Lindy verheiratet und lebt seit dem 23. Mai 1990 mit Annette Lybnton zusammen. Er hat drei Kinder, Holly, Chloe und Carey.




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