Nick Heidfeld

Den Anfang seiner Rennsportkarriere erlebte Heidfeld auf zwei Rädern. Als Fünfjähriger wagte er sich im Verein mit seinen Brüdern (Tim, Sven) an Motocross-Rennen heran. Erst ein schmerzhafter Unfall, bei dem sein Bein zwischen Schutzblech und Rad eingeklemmt blieb, wobei der Gaszug verhängnisvoller Weise geöffnet war, veranlasste seine Eltern ihm den Sport nach Beinaheverlust seines Wadenmuskels zu untersagen. Doch schon als Sechsjähriger wäre er laut eigenem Bekunden schon gerne Kart gefahren. Doch diese waren für ihn zu groß: „Ich war aber zu klein. An den Leihkartbahnen gab es immer solche Stangen: Wer darunter durchlaufen konnte, durfte nicht fahren.“ Erst bei einem Ausflug zum Nürburgring gelang ihm 1984, seine Eltern davon zu überzeugen, es noch einmal zu versuchen. Eine Decke und zwei Reifen halfen den Abstand zum Lenkrad zu überbrücken. Als er dann noch seinen Vater Wolfgang überholte und weit hinter sich hielt, versprach man ihm den Kauf eines eigenen Karts, das dann 1985 den eigentlichen Sprung in den Motorsport bedeutete. Der kleingewachsene Heidfeld war schnell das Nesthäkchen des Clubs in Kerpen-Manheim, wo er auch gegen Michael und Ralf Schumacher fuhr. Eine WDR-Dokumentation jener Jahre zeigt den sehr kindlichen Nick noch auf dem Schoß von Mutter Schumacher sitzend, die damals das Clubheim betrieb. Sein Aussehen hinderte ihn jedoch nicht daran, fleißig Clubmeisterschaften, wie Teilnahmen an nationalen und internationalen Rennen anzuhäufen. 1994 wechselte er in die Monoposto-Klasse der Formel Ford 1600. Er gewann alleine acht von neun Rennen seiner ersten Saison und holte in seinem zweiten Jahr den Titel in der Formel Ford 1800. Daraufhin zog es ihn 1996 in die Formel 3, wo er schon in seinem ersten Jahr drei Rennen und 1997 sogar die internationale deutscher Formel 3-Meisterschaft gewinnen konnte. 1996 hatte er sogar die Pole Position und einen Laufsieg bei der inoffiziellen Formel-3-Weltmeisterschaft auf dem Monaco-ähnlichen Stadtkurs in Macau erzielt, der fortan neben dem Grand-Prix-Kurs von Suzuka zu einem Lieblingsrennkurs gehörte. Da er auch das Rennen in Monte Carlo für sich entscheiden konnte, stand er bald in den Notizbüchern der Teamchefs höherer Klassen. Sein erstes Formel-1-Jahr absolvierte er 2000 bei Prost, errang jedoch wie sein Teamkollege, der Routinier und ebenfalls ehemalige Formel-3000-Europameister Jean Alesi keinen WM-Punkt, da das Team des vierfachen Weltmeisters Alain Prost sowohl an den schweren Peugeot-Motoren als auch an dem verwindungsschwachen Chassis krankte.


starkalender.de - Kalenderversand

 
Home > Sport > Motorsport > Nick Heidfeld

Steckbrief

Geboren am 10.05.1977 in Mönchengladbach (D)
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Stäfa (Schweiz)
Größe: 165 cm
Gewicht: 59 kg


Anschließend fuhr Heidfeld drei Jahre bei Sauber-Petronas, wo er 2001 beim Rennen in Brasilien seinen ersten Podiumsplatz errang. Zum Saisonende lag er auf einem siebten Rang der Gesamtkonkurrenz. Vorübergehend kam es zu einer Verstimmung mit seinem einstigen Förderer Mercedes, da McLaren den Finnen Kimi Räikkönen als Piloten auswählte, obwohl Heidfeld diesen sowohl im Qualifying als auch im Rennen permanent hinter sich gelassen hatte. In jener Zeit verlegte er seinen Wohnsitz von Monaco in die Schweiz, wo er ein renoviertes Haus in Stäfa aus dem 19. Jahrhundert zusammen mit seiner Freundin Patricia Papen bezog. Während der Formel-1-Saison 2004 fuhr Heidfeld für Jordan und erzielte trotz des untermotorisierten und unterfinanzierten Teams einige Achtungsergebnisse, wobei insbesondere seine Rundenzeiten stellenweise auf dem Niveau der kränkelnden McLaren-Mercedes waren. Etwas überraschend war er zum Jahreswechsel 2004/2005 dann doch beim Team Williams-BMW als zweiter Stammpilot für 2005 im Gespräch, nachdem ihm zuvor einige Experten, wie z.B. Hans-Joachim Stuck zwar rennfahrerische Kompetenz zugesprochen, aber jegliches persönliches Profil abgesprochen hatten. Im Gegensatz dazu machten sich insbesondere der ehemalige Grand-Prix-Pilot und Motorsport-Chef der "Weißblauen", Gerhard Berger, und Niki Lauda für den Mönchengladbacher stark, der aufgrund seiner sauberen Fahrlinie zu den besten sechs Piloten seiner Klasse gehören würde. Erst nachdem Heidfeld in den daran anschliessenden sieben Vergleichstests den vorherigen Testpiloten Antonio Pizzonia fünfmal übertreffen konnte, verkündete Frank Williams am 31. Januar 2005, dass „Quick Nick“ - wie ihn seine Fans nennen - mit dem Beginn der Formel-1-Saison 2005 zweiter Stammfahrer neben Mark Webber sein würde. Im September 2005 unterzeichnete er einen Dreijahresvertrag beim neu gegründeten BMW Sauber F1-Team, für das er ab 2006 an der Seite von Jacques Villeneuve fährt.




Autogrammadresse:

Heidfeld Nick
C/o WH Sport Intern. GmbH
Im Sabel 4
D-54294 Trier

 Zur offiziellen Homepage
Fanclubs:

 1. Offizieller Nick Heidfeld Fanclubs e.V.



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 Impressum | Freeware  © satlive GmbH 2012