Mick Taylor
Michael "Mick" Kevin Taylor (g,voc,p,perc) ist ein britischer Gitarrist. Er spielte als Nachfolger von Peter Green bei John Mayall and the Bluesbreakers, bei Keef Hartley, den Rolling Stones, Bob Dylan und Jack Bruce.
Die Rolling Stones integrierten den jungen Taylor für den verstorbenen Brian Jones. Beim Konzert der Rolling Stones im Hyde Park, das zu Ehren des verstorbenen Jones stattfand, gab Mick Taylor im Juli 1969 seinen Einstand als Mitglied der Band, nachdem er wenige Tage zuvor bei der Single Honky Tonk Women zum ersten Mal bei einer Studio-Aufnahme mitgewirkt hatte. Auf diesem Titel demonstriert Taylor seinen unverkennbaren Gitarrensound, wie er u.a. bei Driving Sideways (Freddie King) zu hören ist, den er mit John Mayall produziert hatte. Wie Bill Wyman erschien er als verschlossener, introvertierter Musiker, der Mick Jagger und Keith Richards die Show überließ, aber mit begeisternden Soli glänzte. Erst auf der US-Tournee im November und Dezember 1969 konnte Mick Taylor sein Können erstmals unter Beweis stellen, am eindrucksvollsten vielleicht im Blues Love in vain von Robert Johnson. In einem erregenden Zusammenspiel mit dem Rhythmusgitarristen Keith Richards trieb Taylor die Band in einen raueren, bluesorientierteren Sound und war damit maßgeblich mitverantwortlich für die "raubeinigere" Phase zwischen 1969 und 1974. Während dieser Zeit entstanden Alben, die heute zu den besten der Gruppe gezählt werden, wie Sticky Fingers und Exile on Main Street.
Die US-Tournee 1972 und vor allem die Europa-Tournee 1973 zeigten Mick Taylor auf dem Höhepunkt seines Könnens; leider sind die Aufnahmen nur als Bootleg erhältlich. Am eindrücklichsten sind die Live-Aufnahmen auf den Bootlegs Philadelphia Special, Brussels Affair - Definitive Edition und The Stars In The Sky They Never Lie dokumentiert. Bei den langen Songs You can't always get what you want und Midnight rambler hatte Mick Talyor Gelegenheit, sein ganzes Können auszuspielen und begründete damit seinen bis heute anhaltenden legendären Ruf.
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