Michelle Yeoh

Michelle Yeoh ist Schauspielerin. Michelle wuchs in Ipoh, Malaysia auf. Ihre Eltern sind Nachkommen chinesischer Einwanderer und ihr Vater arbeitete als Anwalt. Yeoh galt als Wildfang und sie betätigte sich in zahlreichen Sportarten, insbesondere in Schwimmen, Tauchen und Squash. Darüber hinaus erhielt sie ab ihrem 4. Lebensjahr auch Ballettunterricht. Zudem beschäftigte sie sich in ihrer Kindheit mit Klavierspiel und Kalligraphie. Mit 15 Jahren wurde sie auf ein Internat in England geschickt und später besuchte sie die London Royal Academy of Dance, Hauptfach Ballett. Allerdings platzte ihr Traum einer Ballettkarriere, als sie in einer Übungsstunde schwer stürzte und sich am Rückenmark verletzte, sie gab das Ballett auf und empfing 1982 einen Bachelor-Grad in „Creative Arts“ mit dem Nebenfach Schauspiel. Sie plante eigentlich, ihre Ausbildung in England fortzusetzen, allerdings meldete sie ihre Mutter 1983 ohne ihr Wissen bei einem Schönheitswettbewerb an und für sie völlig überraschend wurde sie zur Miss Malaysia von 1983 gewählt. Im folgenden Jahr „amtierte“ sie als Miss Malaysia, d.h. als Goodwill-Botschafterin für ihr Land. In diesem Rahmen lernte sie in Hong-Kong den Geschäftsmann Dickson Poon kennen, der sie für zwei Werbespots engagierte, wo sie zusammen mit Chow Yun-Fat und Jackie Chan auftrat. Poon engagierte sie im Jahr 1984 auch für eine Rolle in Sammo Hungs Action Komödie „The Owl vs. Dumbo“, der von D&B Films, dem kürzlich gegründeten Filmstudio von Poon, produziert wurde. Hier hatte sie noch eine typische Frauenrolle ohne Action. Allerdings sah sie neidisch zu, wie Sammo Hung und andere Action-Szenen drehten und wünschte sich auch, solche Rollen zu spielen. D & B Films gab ihr die Chance und in Vorbereitung auf den nächsten Film trainierte sie intensiv Kung-Fu. Im Jahr 1985 trat sie in einer Cameo-Rolle in Jacky Chans und Sammo Hungs Action Komödie Tokyo Powerman auf, wo sie ihren ersten Kampf vor der Kamera hatte. In „Yes, Madam“ hatte sie zusammen mit Cynthia Rothrock ihren ersten großen Auftritt. Sie spielte eine furchtlose Polizistin und führt zahlreiche Stunts aus. "Yes, Madam" war ein großer Publikumserfolg und hat das Geschlechterverhältnis in Hong-Kong beeinflusst: „Der handfeste Showdown am Schluss zwischen dem Polizistinnen-Duo und zwei Macho-Schurken eskaliert zum Kampf der Geschlechter. Mit „Yes, Madam“ wurde sie auf einen Schlag bekannt und dieser Film war der Beginn des „Girls and Guns“ Genres, in dem in Hong-Kong nach einem ähnlichen Handlungsmuster mehr als 100 weitere Polizeifilme mit Frauen in den Hauptrollen entstanden.


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Steckbrief

Geboren am 06.12.1962 in Ipoh, Malaysia
Nationalität: chinesische Malaysierin
Wohnort: k.A.
Größe: 165 cm
Gewicht: 48 kg


Zudem werden anhand der beiden Hauptfiguren auch Gegensätze zwischen Engländern und Hong-Kong Chinesen deutlich: „Während die charmante Michelle ihre Zeugen mit Vernunft und Geduld verhört, foltert die arrogante Engländerin ihre Opfer mit brachialer Gewalt und feministischen Sprüchen.“ „Royal Warriors“ (1986) war eine Fortsetzung von „Yes, Madam" mit mehr und besseren Actionsequenzen. In „Magnificent Warrirors“ (1987) spielt sie eine Pilotin, die zur Zeit der japanischen Besetzung Chinas Waffen über die Frontlinien schmuggelt und die Widerstandsbewegung gegen die Japaner unterstützt. Aufgrund von Verletzungen hat sie im folgenden Film „Easy Money“ (1987) eine „normale“ Schauspielrolle ohne Actionelemente. 1988 heiratet sie den Produzenten und Multimillionär Dickson Poon und gibt auf sein Drängen hin ihre Filmkarriere auf. Erst nach ihrer Scheidung 1992 feiert sie ihr Comeback als Actiondarstellerin und zwar im Film „Police Story III“, neben Jackie Chan, dem sie die Schau stiehlt. Besonders bemerkenswert ist der von ihr selbst ausgeführte Stunt, wo sie mit einem Motorrad auf einem fahrenden Zug fährt. Der Film wird zu einem großen Publikumserfolg und weitere Rollenangebote lassen nicht lange auf sich warten. In den folgenden Jahren tritt sie in einer Vielzahl von Wuxia-Filmen auf, darunter The Heroic Trio (1993), „Executioners“ (1994), „Butterfly & Sword“, „Wing Chun“ und zusammen mit Jet Li in „Tai Chi Master“. Des weiteren in den Action-Filmen „Holy Weapon“, „Wonder Seven“, „Ah Kam“ und „Project S“, sowie im Drama „The Soong Sisters“. 1997 spielte sie den rotchinesischen Oberst Wai Lin im James Bond Film Der Morgen stirbt nie. Sie gilt damit als das kampfstärkste und aktivste Bondgirl, das jemals in der Serie um den englischen Geheimagenten auftrat. Sie trägt damit erheblich zur Modernisierung von James Bond bei, der in den 80er Jahren u.a. wegen seines Sexismus kritisiert wurde. Der internationale Durchbruch blieb jedoch aus, sie bekam wider Erwarten trotzt des Auftritts als Bondgirl keine Filmangebote aus Hollywood. Erst 2000 gelang ihr mit dem Wuxia-Film Tiger & Dragon als Yu Shu Lien ein solcher Erfolg. Als beste Actionszene gilt Yu Shu Liens nächtlicher Kampf mit Xiao Long (Zhang Ziyi). Zuletzt war sie 2005 in der hoch gehandelten, von Steven Spielberg produzierten Romanverfilmung Die Geisha in der Rolle der prominenten Geisha Mameha zu sehen. Im herkömmlichen Hollywood-Kino werden Frauen gewöhnlich als hilflose Opfer portraitiert, die von den männlichen Helden gerettet werden müssen, sie hat mit ihren Filmen ganz erheblich dazu beigetragen, dass dieses Klischee aufgebrochen wurde. In den meisten ihrer Filme kämpft sie mindestens so gut wie irgend ein Mann, während Männer etwa in Heroic Trio kaum noch eine Rolle spielen. Ganz im Gegenteil hat sie hier den aktiven Part, während sie ihren Freund vor Anschlägen eines bösen Eunuchen schützen muss. Sie trug erheblich dazu bei, dass auch im westlichen Kino Schauspielerinnen mehr Möglichkeiten haben und heute aktivere Rollen spielen. Beispiele sind: Matrix, Tomb Raider und Drei Engel für Charlie.




Autogrammadresse:

Michelle Yeoh
c/o Kit Wong
PO Box No 7909
General Post Office
Hong Kong
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