Michael Stich

Michael Stich ist ein ehemaliger deutscher Profi-Tennisspieler. Nach Boris Becker ist Stich der erfolgreichste deutsche Tennisspieler überhaupt. Er erlernte das Tennisspielen im Alter von sechs Jahren und begann seine Karriere beim LTC Elmshorn (deutscher Jugendmeister 1986) und bei Klipper Hamburg, ehe er 1988 zu Iphitos München wechselte und Profi wurde. 1990 gewann Stich in Memphis sein erstes Grand-Prix-Turnier. Den größten Erfolg seiner Karriere erreichte er 1991, als er im Halbfinale des Grand Slam-Turniers von Wimbledon den Schweden Stefan Edberg und im Endspiel Boris Becker in drei Sätzen besiegte. Mit 71 Siegen in 96 Spielen in jenem Jahr stieß er in die absolute Weltspitze vor und belegte Rang vier der Weltrangliste. Zu den Stärken des Serve&Volley-Spielers gehörten der harte, präzise Aufschlag, das gefühlvolle, sichere Volleyspiel am Netz, und seine technisch perfekte einhändige Rückhand. 1992 feierte Stich auch im Doppel große Erfolge: An der Seite des ehemaligen Weltranglistenersten John McEnroe gewann er in Wimbledon das Herrendoppel gegen Grabb/Reneberg. Gemeinsam mit Boris Becker errang er bei den Olympischen Spielen von Barcelona 1992 die Goldmedaille. Mit dem deutschen Team holte Stich 1993 den Daviscup durch einen 4:1-Finalsieg gegen Australien. Außerdem gewann er die ATP-Weltmeisterschaft durch einen Sieg gegen den US-Amerikaner Pete Sampras. Er rückte bis auf Rang zwei der Weltrangliste vor. Bei den US Open 1994 kam er ins Finale, in dem er gegen den Amerikaner Andre Agassi unterlag. In der Folgezeit erlitt er Verletzungen und rutschte in der Weltrangliste ab. Bei den French Open 1996 feierte er ein überzeugendes Comeback und erreichte das Finale, das er jedoch gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow in drei Sätzen verlor. Seine Karriere beendete er 1997 in Wimbledon, wo er noch einmal bis ins Halbfinale kam und in einem dramatischen Fünfsatzspiel an Cedric Pioline (Frankreich) scheiterte. Somit verpasste er als letzten Höhepunkt seiner Karriere ein Wimbledon-Finale gegen Seriensieger Pete Sampras. Seine schwärzeste Stunde als Tennisprofi erlebte er am 24. September 1995 im Daviscup-Halbfinale gegen Russland. Im entscheidenden letzten Match verlor er gegen Andrei Chesnokov mit 12-14 im fünften Satz, nachdem er bei eigenem Aufschlag neun Matchbälle vergeben hatte.


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Steckbrief

Geboren am 18.10.1968 in Pinneberg, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Hamburg, Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Im Finale wären die USA der Gegner gewesen. 1995 war das Jahr, in dem sich Becker und Stich vorgenommen hatten, mit vereinten Kräften den Daviscup zurück nach Deutschland zu holen. Jedoch mussten die beiden der Müdigkeit Tribut zollen, da sie im Daviscup immer Einzel und Doppel spielten. Auf dem langsamen Moskauer Sandplatz schafften die Deutschen am ersten Tag eine 2:0-Führung, nachdem Becker gegen Chesnokov gewann und Stich überraschend seinen Angstgegner Kafelnikow bezwang. Das dramatische Doppel ging dann jedoch verloren, und Becker zog dann seine Teilnahme im Einzel am Sonntag zurück. Ersatzmann Bernd Karbacher hatte gegen Kafelnikow keine Chance, und dann folgte Stichs unvergessenes Spiel gegen Chesnokov. Während seiner Karriere wurde er immer wieder damit konfrontiert, nur der "Zweite" nach Boris Becker zu sein, der im Tennis Erfolge vorweisen konnte. Bestandteil fast jeden Interviews war daher auch die Frage nach seinem persönlichen Verhältnis zu Boris Becker. Ein besonderes Kuriosum der Problematik des "nach Becker" gekommenen ist der Umstand, dass der Schiedsrichter des Wimbledon-Finales 1991 laut vernehmlich Boris Becker als Sieger verkündete, obwohl gerade eben Michael Stich das Spiel gewonnen hatte. Dabei hat Stich Erfolge vorzuweisen, die Becker verwehrt geblieben sind: - Mehrere Turniersiege auf Sand - Turniersiege auf vier verschiedenen Bodenbelägen innerhalb eines Kalenderjahres (1991) - Gewinn aller in Deutschland stattfindenden Turniere im Laufe seiner Karriere Michael Stich war vom 19. September 1992 bis September 2003 mit der Schauspielerin Jessica Stockmann verheiratet. Zusammen adoptierten sie im November 2000 das damals einjährige indische Mädchen Nisha, zu der Stich heute keinen Kontakt mehr hat. Zwei Wochen später gaben sie bekannt, dass sie seit dem Frühjahr getrennt leben. Am 10. Juni 2005 heiratete er in Keitum auf Sylt Alexandra Rikowski.




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