Michael Cretu

Michael Cretu ist ein rumänischer Musiker und gehört zu den erfolgreichsten Musikproduzenten der Gegenwart. Charakteristisch für ihn ist, dass er meist als der Mann im Hintergrund agiert, dessen Gesicht trotz seiner Erfolge nur wenige kennen. Nach eigenen Aussagen (Interview in "Max", 1992) schätzt er es, auf der Straße nicht erkannt zu werden und sich so frei bewegen zu können. Schon früh wurde die außergewöhnliche musikalische Begabung von Michael Cretu entdeckt und gefördert. Bereits als Kind studierte er Musik (klassisches Klavier). Erst in Bukarest, dann in Paris und schließlich in Frankfurt am Main. Nach seinem Studienabschluss in Deutschland wandte sich Cretu von der klassischen Musik ab. Er entdeckte seine Leidenschaft für elektronisch produzierte Popmusik und tauschte sein Piano gegen Synthesizer ein. Bereits mit 20 war er erfolgreich als Produzent tätig. 1978 veröffentlichte Cretu das erste Album unter seinem eigenen Namen: Wild River. 1980 erhielt Cretu seine erste goldene Schallplatte. 1982 lernte er seine zukünftige Frau Sandra Lauer kennen, die für seine musikalische Karriere noch wichtig werden sollte. Sein erstes populäres Album erschien 1983 unter dem Titel Legionäre. Das letzte Album unter seinem eigenen Namen wurde 1985 veröffentlicht und enthielt den Song Samurai, mit dem er in Europa großen Erfolg hatte. In den folgenden Jahren konzentrierte er sich auf die musikalische Karriere seiner Freundin und späteren Frau Sandra. Die beiden galten nebenher als wichtige Förderer der Schlagersängerin Nicki. 1985 veröffentlichte Cretu mit der Gruppe Moti Special das Album "Motivation", an dem er als Keyboarder und Produzent beteiligt war. Die Titel "Cold Days, Hot Nights" und "Don't Be So Shy" waren bekannte Hits. Sänger der Band war Thissy Thiers, mit dem Cretu 1988 unter dem Namen "Cretu & Thiers" das Album "Belle Epoque" aufnahm. Es erschien daraus die Single "Don´t say you love me". Das Stück "Mona Lisa" war musikalisch identisch mit dem Stück "Silver Water" von dem Album "The Invisible Man", jedoch mit neuem Text von Thiers gesungen. Cretu lernte Sandra Lauer 1982 als Mitglied des Teenie Girl-Trios Arabesque kennen. Die beiden verliebten sich und wurden ein Paar. 1985 versuchte Sandra erste Schritte als Solo-Künstlerin, mit einer deutschen Version von Alphavilles "Big in Japan". Trotz ausbleibendem Erfolg übernahm Cretu das Kommando und produzierte mit Sandra und dem Sänger und Songwriter Hubert Kemmler den Song "Maria Magdalena". Das Lied wurde in 21 Ländern Nummer 1. Viele weitere Hits folgen, immer mit Cretu als Produzenten.


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Steckbrief

Geboren am 18.05.1957 in Bukarest, Rumänien
Nationalität: Rumäne
Wohnort: Ibiza, Spanien
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


1988 heiratet das erfolgreiche Duo und lebt heute mit zwei Kindern auf einem großen Anwesen auf einer Halbinsel an der Cala Talamanca auf Ibiza in der Nähe von Ibiza-Stadt. International ist Sandra zunehmend unter ihrem vollen Namen Sandra Cretu bekannt, dadurch dass ihr Mann in Ländern wie den USA bekannter ist als sie und bei Internet-Suchen ein Name wie Sandra unbrauchbare Ergebnisse bringt. Außer für Sandra war Cretu für verschiedene andere Pop-Künstler als Produzent tätig; u.a. für Hubert Kah, Peter Schilling und Inker & Hamilton. 1999 und 2001 nahm er mit dem Jamaicaner Andru Donalds zwei Alben auf, der auch auf Enigma-Alben zu hören ist. Mit dem Coverhit "All Out of Love" erreichten sie Platz drei der deutschen Charts. Gegen Ende der 80er gingen Cretu die Ideen aus und er fühlte sich zunehmend ausgelaugt und unwohl in seinen musikalischen Gefilden. Er suchte nach etwas völlig neuem und fand es schließlich zu Beginn der 90-er. Sein neues Projekt trug den Titel Enigma. Das erste Album MCMXC a.D. ("1990 anno Domini") erschien 1990 in Europa und 1991 in den USA und wurde schon nach kurzer Zeit zum weltweiten Riesenerfolg. MCMXC a.D. wurde die Nummer 1 in 24 verschiedenen Ländern, holte 17 mal Platin und 25 mal Gold. Enigma diente als Wegbereiter für viele andere Interpreten, die Cretu auf den Pfad der meditativen, religiös angehauchten Ambient-Musik folgten, die oft als Ethno bezeichnet wird. Aus dem Album erschien die Single "Sadeness" (ein Wortspiel aus dem englischen sadness und dem Namen Marquis de Sade), die ein großer Hit wurde. Die darin verwendeten Gregorianischen Gesänge wurden im Nachhinein vielfach nachgeahmt. Auch das Original, der Mönchsgesang in der Tradition des Gregorianischen Chorals, gelangte infolge des Enigma-Hits zu großer Popularität, während diese Art der Musik zuvor nahezu unverkäuflich gewesen war. Das Stück erregte Aufsehen wegen einer kurzen "zugegeben sehr plakativen" (Cretu in einer Talkshow) Passage, in der heftiges Atmen einer Frau zu hören ist, was als Lustgestöhn interpretiert werden konnte. Der Erfolg von "MCMXC a.D." stellte sich ein, ohne dass der Urheber bekannt war. Erst danach gab Cretu sich als der dahinter stehende Kopf zu erkennen. Auf dem Album selbst verwendete er das Pseudonym "Curly MC". Curly bedeutet im Englischen lockig (Cretu hat Locken); zugleich bedeutet auch das Wort cretu im Rumänischen Locken. MC schließlich sind seine Initialen. Im folgenden veröffentlichte er weitere erfolgreiche Enigma-Alben, die jedoch spätestens ab dem dritten Album immer wieder gleiche Muster aufwiesen und daher recht ähnlich klangen. Bei seinem fünften Album Voyageur, das er 2003 veröffentlichte, verzichtete er bewußt auf diese Muster, wie z.B. gregorianische Chöre, was jedoch dazu führte, daß den meisten Songs ein Interesse weckendes Element fehlte. Das Album brachte nur geringen kommerziellen Erfolg und auch musikalisch wenig neues.




Autogrammadresse:

Sandra und Michael Cretu
Sandra c/o Crocodile Music
PO-Box 1360
82155 Gräfelfing
Deutschland
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Fanclubs:

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