Maria Scharapova

Maria Jurjewna Scharapowa ist eine russische Profi-Tennisspielerin. Scharapowas Eltern stammen ursprünglich aus Gomel im heutigen Weißrussland. In Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl siedelte die Familie aber nach Njagan in Westsibirien um. Nach den ersten Lebensjahren in Sibirien zog die Familie nach Sotschi. Mit vier Jahren begann Scharapowa Tennis zu spielen. Martina Navratilova entdeckte sie bei einem Sichtungsturnier im Alter von sechs Jahren in Moskau, wo die Familie mittlerweile wohnte. Sie riet ihrem Vater Juri, die Tochter im Tenniscamp von Nick Bollettieri in Florida ausbilden zu lassen. Nach der Entscheidung, die Tochter nach Florida zu schicken, musste die Familie viele Opfer bringen, um die Ausbildung finanzieren zu können. Scharapowa nahm erstmals 2001 an einem internationalen Tennisturnier teil. Im März 2002 erschien sie erstmals in der WTA-Weltrangliste auf Platz 532 und stand im gleichen Jahr fünf Mal in Folge im Finale von ITF-Turnieren. Von ihnen gewann sie die ersten drei. Ende 2002 hatte Scharapowa sich in der Weltrangliste bis auf Platz 186 verbessert. 2003 schaffte Scharapowa ihren Durchbruch. Mit der Qualifikation für die Australian Open und die French Open nahm sie erstmals an Grand Slam-Turnieren teil. Bei den Japan Open in Tokio gewann sie ihren ersten Einzeltitel. Ein weiterer folgte beim Turnier von Québec. Ende 2003 hatte sich Scharapowa in der Weltrangliste um 154 Plätze auf Rang 32 verbessert. Bei den Australian Open 2004 drang sie bis in die dritte Runde des Turniers vor, unterlag dort aber ihrer an Nummer 6 gesetzten Landsfrau Anastasia Myskina. Im Juni gewann sie mit einem Sieg in Birmingham den dritten Einzeltitel ihrer Karriere und erreichte mit Platz 15 ihre bis dahin höchste Weltranglistenposition. Im Juli 2004 stieß sie beim Tennisturnier von Wimbledon an Nummer 13 gesetzt überraschend bis in das Finale vor. Dort siegte sie sensationell gegen die Titelverteidigerin Serena Williams mit 6:1 und 6:4 und gewann als erste Russin und drittjüngste Spielerin in der Geschichte des Turniers den Einzeltitel beim bedeutendsten Grand-Slam-Turnier. Dass sie damit in der Weltspitze angekommen war, bestätigte sie eindrucksvoll bei der WTA Championship Mitte November 2004 in Los Angeles. Erneut setzte sie sich bei dem Turnier der Top 8 im Finale knapp gegen Serena Williams durch und holte sich den Titel der Weltmeisterin. Sie rückte damit bis auf Rang 4 der Weltrangliste vor.


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Steckbrief

Geboren am 19.04.1987 in Njagan, Sibirien, Russland
Nationalität: Russisch
Wohnort: Bradenton, Florida, U.S.A.
Größe: 188 cm
Gewicht: 59 kg


Das Jahr 2005 verlief trotz drei gewonnener Titel (Tokyo, Doha und Birmingham) weniger erfolgreich. Bei drei Grand-Slam-Turniern scheiterte die Russin im Halbfinale und den French Open bereits im Viertelfinale. Den bisher schwärzesten Tag ihrer Karriere erlebte sie im Halbfinale des Turniers von Indian Wells. Gegen Lindsay Davenport war sie chancenlos - 0:6, 0:6 lautete das niederschmetternde Ergebnis. Bei den Australian Open verlor sie trotz Matchbällen gegen Serena Williams, bei den French Open musste sie sich Justine Henin-Hardenne geschlagen geben, in Wimbledon unterlag sie Venus Williams und auch bei den US Open war ihre Bezwingerin Kim Clijsters, der sie sich in bisher allen Duellen beugen musste, in der Vorschlussrunde Endstation. Am 22. August 2005 wurde sie, nachdem ihre Konkurrentin Lindsay Davenport verletzungsbedingt einige Punkte der Weltrangliste nicht verteidigen konnte, zur ersten Weltranglistenersten ihres Landes. Vorest konnte sie jenen Rang nur eine Woche für sich behaupten, doch die Halbfinalteilnahme in New York beförderte sie wieder auf den Spitzenrang. Sie verfügt über äußerst kraftvolle Schläge, die ein temporeiches Spiel erlauben. Charakteristisch ist ihre als besonders gefährlich geltende beidhändige Rückhand sowie ihr harter Aufschlag, der u.a. durch ihre außergewöhnliche Körpergröße von 1,88 m ermöglicht wird. Sie ist damit im Übrigen die zweitgrößte Spielerin (hinter Lindsay Davenport, 1,89 m), die jemals an der WTA-Tour teilnahm und laut neuesten Untersuchungen hält ihr Größenwachstum noch an. Bekannt ist sie auch wegen ihrer kräftigen Lautäußerungen bei harten Schlägen, die sie bewusst oder unbewusst zur Störung des Gegners einsetzt. Zudem tritt sie auf dem Tennisplatz ungewöhnlich nervenstark auf und zeigt wenig Emotionen. Die Russin wurde bald nach ihren ersten Auftritten von der Presse zur zweiten Anna Kurnikowa hochstilisiert. Diesem Vergleich hat sie sich allerdings immer versagt und auf ihre sportlichen Erfolge verwiesen. Allerdings hat sie mittlerweile auch einen Modelvertrag unterschrieben. Nach dem Wimbledonsieg wird sie sich wohl endgültig von diesem Vergleich lossagen können. Einen Gastauftritt in der US-Erfolgsserie "Desperate Housewives" lehnte Sharapova übrigens ab. Die Sportbild gab an, dass Sharapova allein dieses Jahr an Werbeverträgen 20 Millionen US$ verdienen wird und somit die bestbezahlte Sportlerin zur Zeit ist. Maria Scharapowa lebt derzeit in der Tennisakademie von Nick Bolletieri in Bradenton, Florida.




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