Maggie Reilly

Maggie Reilly ist eine schottische Sängerin. Die Tochter eines schottischen Sängers Danny Reilly begleitete schon in jungen Jahren ihren Vater bei Konzerten. In Glasgow lernte sie Stuart McKillop kennen und stieß zu der von ihm gegründeten Formation Joe Cool. Zwei Jahre später veröffentlichte die Band, die sie nach einigen personellen Änderungen nun Cado Belle nannte, ihr erstes und einziges Album, Cado Belle. In den Folgejahren trat Maggie Reilly mit Cado Belle auf mehreren Konzerten auf und arbeitete mit anderen Musikern wie Jim Wilkie zusammen. Über ihren Freund und späteren Ehemann, den Toningenieur Chrys Lindop, lernte Maggie Reilly 1980 Mike Oldfield kennen. Diese Begegnung beeinflusste ihre musikalische Karriere nachhaltig. Zunächst trat sie als Solistin auf einer Europatournee Oldfields auf und sang neben anderen Interpretinnen Liedpassagen für dessen Album QE2 ein. Für das nachfolgende Album Five Miles Out (1982) verpflichtete Oldfield sie als Solistin. Neben The Deep Deep Sound (ein Bestandteil des Titels Taurus II) sang sie auch den titelgebenden Song Five Miles Out zusammen mit Oldfield selbst. Ihr großer musikalischer Durchbruch kam durch das dritte gemeinsame Projekt 1983: Für das Album Crises schrieb Oldfield den Song Moonlight Shadow. Getragen von Maggie Reillys klarem Sopran wurde das Lied ein andauernder internationaler Erfolg, dem zahlreiche Cover-Versionen (u.a. von Groove Coverage) folgen sollten. In England erreichte Moonlight Shadow Platz 4 der Charts, in Deutschland sogar Platz 2. Außerdem sang Maggie Reilly für Crises auch den Titel Foreign Affair, an dessen Text sie mitgearbeitet hatte. Nach dem Erfolg von Crises arbeitete Maggie Reilly als Solistin auch an Oldfields nächstem Album Discovery (1984) mit. Neben den von ihr interpretierten Titeln Crystal Gazing und Tricks of the Light sollte vor allem To France ein größerer Erfolg beschieden sein. Anschließend arbeitete sie nur noch selten mit Oldfield zusammen, der als Sängerin nun vor allem seine Lebensgefährtin Anita Hegerland einsetzte. In Zusammenarbeit mit Maggie Reilly entstanden noch der nur auf einer Single sowie einer „Best of...“ veröffentlichte Song Mistake und Blue Night, der einzige von ihr gesungene Titel auf dem Album Earth Moving (1989). Neben Mike Oldfield arbeitete Maggie Reilly auch mit einer Vielzahl anderer berühmter Musiker zusammen. Unter der Leitung von Mike Batt war sie 1986 mit Art Garfunkel, George Harrison, Julian Lennon, Cliff Richard an der Realisierung von Lewis Carrolls Gedicht The Hunting Of The Snark in ein gleichnamiges Musical beteiligt.


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Steckbrief

Geboren am 00.00.1956 in Glasgow, Schottland
Nationalität: Schottin
Wohnort: k.A.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Im November 1989 produzierte Harold Faltermeyer Artists United For Nature (AUN), ein Projekt, für das namhafte Künstler zugunsten des Regenwaldes den Benefizsong Yes We Can einspielten. Neben Maggie Reilly gehörten u.a. Joe Cocker, Brian May, Ian Anderson, Herbie Hancock, Chaka Khan, Sandra, Jennifer Rush und Chris Thompson zu dem Wohltätigkeitsprojekt. Die Single Yes We Can erreichte im Januar 1990 Platz 15 der deutschen Charts und hielt sich insgesamt drei Wochen in den Top 20. Darüber hinaus arbeitete Maggie Reilly mit David Gilmour, Jack Bruce, den Sisters of Mercy (Vision Thing), Ralph McTell und Smokie (Wild Horses). 1994 konnte Juliane Werding, die einst die deutsche Version von Moonlight Shadow (Nacht voll Schatten) gesungen hatte, Maggie Reilly für ihre Single Engel wie du und in deren Folge für das Album Du schaffst es gewinnen. Zusammen mit der ebenfalls am Album beteiligten belgischen Sängerin Victor Lazlo nahm Maggie Reilly auch an Juliane Werdings erfolgreicher Tournee durch zwanzig Städte teil. Der aus Hamburg in Deutschland stammende Studioproduzent und Gitarrenvirtuose Professor Peter Weihe, der auch für die Rainbirds im Studio gearbeitet hat, ist auf zahlreichen Songs von Maggie Reilly zu hören. Bei ihrer Arbeit für das Lenny MacDowell Project und Artists United For Nature lernte Maggie Reilly den Münchner Musik-Manager Jürgen Thürnau und Stefan Zauner, den Sänger der Münchener Freiheit kennen. In Co-Produktion mit ihm und Armand Volker nahm sie 1991 ihr erstes Soloalbum Echoes auf, darauf enthalten war auch der Airplay-Hit "Everytime We Touch". 1993 folgte mit Midnight Sun ihr zweites Album. Für Elena (1996) konnte sie auch das von Mike Oldfield bereits 1984 veröffentlichte To France erneut einspielen. Zudem konnte sie für die Arbeit an diesem Album neben der finnischen Band Värttinä auch einen Großteil von Cardo Belle wiedervereinigen. Die drei aus dem Album ausgekoppelten Singles, To France, Listen To Your Heart und Walk On By wurden kurze Zeit später als Remix-Versionen unter dem Titel All the Mixes erneut veröffentlicht. Doch obwohl Maggie Reilly von ihren gesanglichen Qualitäten nichts eingebüßt hatte, vermochten ihre Soloalben jedoch keine besondere Chartnotierung zu erzielen. 1998 erschien unter dem Titel There and Back Again ihr erstes Best of-Album und danach mit Starcrossed (2000) und Save It for a Rainy Day ihre bislang letzten Alben. Ihr bislang letztes Projekt war das Album Times der deutschen Band Lesiëm (2003), für das sie drei Titel einsang.




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