Madonna

Madonna; eigentlich Madonna Louise Veronica Ciccone, verh. Penn, nochmals verh. Ritchie) ist eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Buchautorin. In ihrer über 20-jährigen Karriere wurde sie mit Hits wie „Like a Virgin“ (1984), „Vogue“ (1990) und „Hung Up“ (2005) zu einer Pop-Ikone, die es versteht, sich stets kontrovers und medienwirksam zu inszenieren. Vor allem durch ihre Musikvideos kreiert sie nicht nur Musik- sondern auch Modetrends, die weltweit Beachtung finden. Neben mehreren Grammys (u. a. 1998 für „Ray of Light“) erhielt sie auch den Golden Globe (1997 für ihre Darstellung in der Musicalverfilmung „Evita“). Außerdem machte sie sich auch als erfolgreiche Kinderbuchautorin („Die englischen Rosen“, 2003) einen Namen und gehört mit einem geschätzten Vermögen von 600 Millionen US-Dollar zu den reichsten Künstlerinnen der Welt. Madonna genoss eine konservativ strenge Erziehung, die sie in katholischen Schulen und zeitweise in einer Klosterschule erlebte. Diese erzeugten eher Ablehnung, was ihren späteren Lebensverlauf künstlerisch beeinflusste und sie von frühester Kindheit gegen Autoritäten aufbegehren ließ. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter (Madonna war fünf Jahre alt, siehe oben) kämpfte Madonna, als eines von sechs Geschwistern, um Anerkennung ihres Vaters. Der heiratete die frühere Haushaltshilfe Joan Gustafson – und Madonna verabscheute die Frau, die ihre Mutter ersetzen wollte. Die Hassliebe zu ihrem Vater sollte sie in ihrer gesamten Laufbahn begleiten – sie zeigt sich u. a. offen in ihren sehr persönlichen Texten. Nach der High School begann Madonna eine Tanzausbildung an der University of Michigan, brach sie jedoch ab. Stattdessen kaufte sie sich ein Einfach-Ticket nach New York und verließ am Times Square ein Taxi mit 30 Dollar im Gepäck. Die erste Zeit hielt sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Sie kellnerte, verkaufte Donuts und machte Aktaufnahmen (die wenige Jahre später in Millionenauflage in den Magazinen Playboy und Penthouse erschienen). Nebenbei lernte sie Schlagzeug und Gitarre spielen, und schrieb ihre ersten Songs mit Dan Gilroy und Stephen Bray. Nachdem sich das erste Album, dank Madonnas häufiger Auftritte in TV-Shows und häufiger Ausstrahlung ihrer Videos auf MTV, millionenfach verkaufte, suchte sich Madonna einen neuen Produzenten: Nile Rodgers, der schon Michael Jackson, Duran Duran und David Bowie produziert hatte. Madonnas Musik wurde nun rockiger, behielt aber ihre eingängigen poppigen Melodien. Das Album „Like a Virgin“ bedeutete ihren internationalen Durchbruch. Durch ihre häufigen Stilwechsel und ihr Gespür dafür, neue Trends zu setzen, war Madonna von nun an von den Covern der Zeitschriften nicht mehr wegzudenken. Ihr Bild bedeutete Auflagensteigerung. Madonna ließ sich in Lagerfeld, Lacroix oder Chanel fotografieren und etablierte sich als Sexsymbol.


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Steckbrief

Geboren am 16.08.1958 in Bay City, Michigan (USA)
Nationalität: Amerikanisch
Wohnort: k.A.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Madonnas erstes Greatest-Hits-Album „The Immaculate Collection“ krönte 1990 Madonnas bisherige Karriere und wurde zum meistverkauften „Best of“ einer Sängerin und präsentierte den nächsten Skandal: Das sexuell freizügige Video zu „Justify My Love“, der ersten Single (mit ihrem neuen Lover, dem Pornodarsteller Tony Ward). Es wurde auf vielen Sendern verboten oder ins Nachtprogramm verbannt. Madonna brachte es als Kaufvideo heraus – und es wurde das meistverkaufte Musikvideo seiner Zeit. Es folgten Madonnas provokanteste Jahre: Madonna erschien nackt in Bild und Ton. Das Skandalalbum „Erotica“ (1992) irritierte die Fans mit Hip Hop-lastigen Beats, souligen Melodien und sexuellen Themen. Der Film „Body Of Evidence“ versuchte erfolglos den Erfolg von „Basic Instinct“ zu wiederholen und das Buch „SEX“ verkaufte sich über 1.5 Millionen mal. Zu dieser Zeit gab es Madonna nackt in Videos, auf Covern, im Kino, auf der Bühne, in Zeitschriften, auf Postern, Postkarten. Madonnas junge Fans waren offenbar überfordert: erstmals brachen die Verkäufe ihrer Singles stark ein. Ein Erfolg war dagegen die 1993er ausverkaufte Welttournee „The Girlie Show“, die wieder Proteste konservativer Organisationen und Politiker hervorrief – dieses Mal wegen einer angedeuteten Gruppensex-Szene. Das nächste Album „Bedtime Stories“ versuchte ein letztes Mal Madonna als Sexsymbol zu vermarkten. Mit Hip Hop-Größen, wie Babyface und Nellee Hooper sowie einem von Björk geschriebenen Song überraschte Madonna ihre Kritiker. Allerdings blieben die Verkäufe stark hinter den Erwartungen zurück. Auch das elektronische Folgealbum „Music“ im Jahr 2000 überzeugte mit innovativer Produktion und Undergroundsounds des angesagten französischen DJs Mirwais. Im Mittelpunkt dieser Produktion stand erstmals Madonnas gereiftere Stimme, die minimalistisch, vor allem mit Gitarre und elektronischen Beats unterlegt wurde. Album wie Singles wurden zu einem großen Erfolg: Mit der Vorabsingle „American Pie“ erreichte sie nach „La Isla Bonita“ 1987 ihren zweiten Nummer-Eins-Hit in Deutschland. Die Singles wie Videos (u. a. „Music“, „Don't Tell Me“) lösten den nächsten Mode-Trend aus: Cowboyhut, Hüfthosen und Boots. Das Album verkaufte sich 15 Millionen Mal und wurde von den Kritiken wohlwollend aufgenommen. Ein großer Erfolg dagegen war ihre ausverkaufte Welttournee 2004. Die „Re-Invention World Tour“ etablierte Madonna endgültig als überzeugende Live-Künstlerin. Die Show bot politische Statements, exklusive Kostüme (Karl Lagerfeld), religiöse Motive und einen kalkulierten Skandal: Madonna sang ein Lied auf einem „elektrischen Stuhl“. Im Gegensatz zu den letzten Tourneen standen dieses Mal ihre größten Hits im Mittelpunkt, darunter viele Songs aus den Achtzigern, die sie lange nicht mehr vorgetragen hatte. Mit millionenschwerer Promotion wurde Anfang November 2005 das neue Album „Confessions on a Dance Floor“ beworben. Ende November 2005 belegte die Single „Hung Up“ Platz eins in 41 Ländern – auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Sie verkaufte sich in den ersten drei Monaten über drei Millionen Mal. In den USA zog Madonna mit Elvis Presley gleich: Beide platzierten 36 Singles in den Top Ten der Billboard Hot 100 Charts. Das Album „Confessions on a Dance Floor“ belegte Anfang Dezember 2005 Platz eins in 40 Ländern. Bis April 2006 verkaufte sich das Album knapp 6,5 Mio Mal. Am 15. Februar 2006 erhielt Madonna den Brit Award als beste internationale Künstlerin und am 12. März 2006 zwei ECHOs: als beste „Künstlerin International Rock/Pop“ und für „Hung Up“ als den „Hit des Jahres“. Am 21. Mai 2006 startete Madonna in Los Angeles ihre Confessions Tour.




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