Lennox Lewis

Lennox Claudius Lewis ist ein ehemaliger britischer Boxer. Lennox Lewis zog im Alter von 12 Jahren mit seiner Mutter nach Kanada und bestritt deshalb seine Amateurkarriere für Kanada und nicht für Großbritannien. Er gewann als Amateur 94 Kämpfe bei 11 Niederlagen. 1983 wurde er in Santo Domingo Juniorenweltmeister im Superschwergewicht. Außerdem wurde er 1984-1988 fünf Mal in Folge kanadischer Meister. 1984 nahm Lewis für Kanada an den Olympischen Spielen in Los Angeles teil, unterlag jedoch im Viertelfinale dem späteren Goldmedaillengewinner Tyrell Biggs. 1986 wurde er Commonwealth Champ. 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul war er erfolgreicher als 1984 und gewann die Goldmedaille für seine Wahlheimat. Im Finale schlug er Riddick Bowe vorzeitig. Seine Bilanz war 95-9. Zu Beginn seiner Profikarriere zog Lewis zurück nach England. Seinen ersten Kampf als Profi gewann Lewis am 27. Juni 1989. Er hielt während seiner Laufbahn mehrere Titel im Schwergewicht, darunter den Titel des WBC (den er jedoch beim ersten Mal zugesprochen erhielt und nicht in einem Kampf errang), der WBA, der IBO und der IBF. Zudem trug er den Titel des europäischen Boxchampions und des Commonwealth Champions. Er galt als sehr berechnend bei der Wahl seiner Gegner und verlor durch seine Weigerungen, gegen bestimmte Gegner anzutreten, im Laufe seiner Karriere mehrere Titel (den WBA- und den IBF-Titel). Ende 1992 hatte er Donovan Ruddock KO geschlagen und sich damit als Pflichtherausforderer seines alten Olympia-Gegners Riddick Bowe, der inzwischen unumstrittener Profiweltmeister war, qualifiziert. Doch Bowe lehnte es ab, gegen Lewis anzutreten und warf den WBC-Gürtel in eine Mülltonne, woraufhin Lewis kampflos zum Weltmeister erklärt wurde. Von nun an gab es wieder mehrere Schwergewichtsweltmeister (nachdem Mike Tyson die Titel 1987 vereinigt hatte). Nach zwei erfolgreichen Titelverteidigungen verlor Lewis Ende 1994 überraschend gegen Oliver McCall, der ihn in der 2. Runde kalt erwischte und KO schlug. In der Folge kämpfte er sich mit mehreren Aufbaukämpfen gegen starke Gegner, wie Ray Mercer und Tommy Morrison, wieder an die Spitze der WBC-Rangliste. Er holte sich den vakanten Titel des WBC Anfang 1997 im Rückkampf gegen McCall mit einem Abbruchsieg in der 5. Runde zurück. McCall erlitt dabei einen Nervenzusammenbruch. Er begann im Ring in der fünften Runde zu weinen und verteidigte sich nicht mehr gegen die Angriffe, so dass der Kampf schließlich abgebrochen wurde. Mike Tyson hatte den Titel aufgegeben, um zunächst die WBA-Krone gegen Bruce Seldon zu erobern.


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Steckbrief

Geboren am 02.09.1965 in West Ham, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: England
Größe: 196 cm
Gewicht: k.A. kg


Er schlug Andrew Golota, der gerade zwei harte Kämpfe gegen Bowe nur durch Disqualifikationen (wegen Tiefschlägen) verloren hatte, in der ersten Runde KO und besiegte den ungeschlagenen Europameister Zeljko Mavrovic klar nach Punkten. Mavrovic war Pflichtherausforderer, da Mercer, der Tim Witherspoon ausgepunktet hatte, auf sein Recht verzichtet hatte. Zu den größten Erfolgen seiner Karriere zählt der Sieg gegen Evander Holyfield am 13. November 1999 (im Rückkampf, die erste Auseinandersetzung im März endete umstritten unentschieden, nachdem Lewis den Kampf von Anfang bis Ende beherrschte, viele Boxexperten bezeichneten dieses Resultat im Nachhinein als Fehlentscheidung), bei dem er zwei Titel auf einmal erringen konnte (den WBA- und den IBF-Titel). IBF Präsident Bob Lee wurde später wegen erwiesener Korruption zu einer Haftstrafe verurteilt. Lewis schlug Michael Grant KO und konnte David Tua hoch nach Punkten schlagen, während Tyson ihn bereits im Jahr 2000 immer wieder provozierte und herausforderte. Weil er die Zeit bis zu einem Tyson-Kampf überbrücken wollte, boxte er freiwillig gegen Hasim Rahman, den er nicht ernst nahm; überraschend ging er in der 5. Runde KO. Er musste Rahman, der eine Rückkampfklausel unterschrieben hatte, vor Gericht zitieren, um ein Rematch zu erzwingen. Dort schlug er ihn dann in der 4. Runde KO. Am 22. Januar 2002 kam es bei der Pressekonferenz zum Kampf Lewis - Tyson zu einer Massenschlägerei, die Tyson mit einem Angriff auf einen Bodyguard Lewis' ausgelöst hatte. Zuvor hatte Tyson Lewis wiederholt öffentlich beschimpft und u.a. angekündigt, "seine Kinder zu fressen" und ihm "das Herz herauszureißen". Im Kampf am 8. Juni diesen Jahres schlug er Tyson dann in der 8. Runde KO und etablierte sich damit als unumstrittener Weltmeister. Sein letzter Kampf am 21. Juni 2003 sorgte für Aufregung in der Sportwelt, als er durch einen Kampfabbruch wegen mehrerer Cuts seines Gegners Vitali Klitschko umstritten siegte. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Klitschko auf den Zetteln aller drei Punktrichter in Führung. Lewis hatte offensichtlich nicht ernsthaft trainiert, er wog mit 116,5 kg mehr als jemals zuvor bei einem Kampf und wirkte von Beginn an müde. In der 2. Runde brachte Klitschko ihn an den Rande eines KO; dank seiner großen Erfahrung konnte er aber die Runde überstehen. In Runde 3 griff Lewis dann seinerseits aggressiv an; dabei entstand der schwere Cut an Klitschkos linkem Augenlid. Nach der 6. Runde brach der Ringrichter den Kampf auf Anraten des Ringarztes ab. Lewis blieb Weltmeister. Nach dem Kampf erklärte Lewis seine Strategie, Klitschko aggressiv boxen zu wollen und ständig Druck auf ihn auszuüben, da er dies aus seinen früheren Kämpfen nicht gewohnt gewesen sei. Schon kurz nach dem Kampf wurden Gerüchte laut, er werde nach diesem für ihn schlecht verlaufenem Kampf keinen Rückkampf mehr bestreiten. Am 6. Februar 2004 gab er endgültig seinen Rücktritt bekannt.




Autogrammadresse:

Lennox Lewis
The Office of Lennox Lewis
98 Cockfosters Road
EN4 0DP Barnet, Herts
England
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