Lady Di

Diana Frances Mountbatten-Windsor, Fürstin von Wales, geb. Lady Spencer, während ihrer Ehe Her Royal Highness The Princess of Wales (korrekt nicht Prinzessin, sondern Fürstin von Wales). Die Titel "Princess of Wales" sowie "Ihre Königliche Hoheit" erhielt sie bei ihrer Hochzeit mit Prince Charles im Jahr 1981. Im deutschen Volksmund wurde Diana oft auch als Lady Di bezeichnet. Schon zu Lebzeiten war sie eine Legende und weltweit sehr populär. Nach ihrem Tod erhielt sie inoffiziell den Beinamen Die Königin der Herzen, den im 17. Jahrhundert schon Elisabeth Stuart, die Frau des glücklosen Winterkönigs, getragen hatte. Diana unterstützte zahlreiche Wohltätigkeitsprojekte, beispielsweise die britische AIDS-Hilfe. Am bekanntesten war wohl ihr Engagement in der internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen. Bis zu ihrem Tod war Diana eine der meist fotografierten Persönlichkeiten der Welt. Sie starb 1997 bei einem Autounfall in Paris. Entgegen ihres äußeren Persönlichkeitsbildes war sie in ihrer Partnerschaft mit Prince Charles eine zutiefst unglückliche Frau, die unter Depressionen litt und sogar Suizidversuche unternahm. Diana Frances Spencer wurde 1961 als dritte Tochter von Edward John Spencer, Viscount Althorp (dem späteren 8. Earl Spencer) (1924-1992), und dessen Frau The Honourable Frances Ruth Burke-Roche (einer Tochter des 4. Baron Fermoy) (1936-2004) in Park House auf dem königlichen Gut Sandringham in der Grafschaft Norfolk) geboren. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt war ihr Vater noch Viscount Althorp und Diana nicht Lady; sondern The Honourable Diana Frances Spencer. Sie entstammt einer alten gräflichen Familie des englischen Hochadels, die unter den Tudors aufgestiegen war. Ihre Eltern ließen sich 1969 scheiden, das Sorgerecht über Diana verblieb bei ihrem Vater. Mit dem Tod ihres Großvaters, dem 7. Earl Spencer (1975), erhielt sie den Höflichkeitstitel Lady Diana Spencer. Diana führte, wie die meisten Kinder der englischen Oberschicht, ein behütetes Leben. Sie besuchte Schulen in Norfolk und Kent und galt als durchschnittliche Schülerin. Mit 16 besuchte sie das Institut Alpin Videmanette, eine Privatschule in Rougemont (Schweiz). Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bis zu ihrer Hochzeit mit Prinz Charles als Kindergärtnerin an der Young England Kindergarten im Londoner Stadtteil Pimlico. Diana hatte Prince Charles bereits 1977 bei einer Jagdgesellschaft auf dem Familiensitz der Spencers Althorp in Northamptonshire kennengelernt. Ihre Beziehung zu ihm begann jedoch erst 1980. Am 24. Februar 1981 gab das Paar die offizielle Verlobung bekannt.


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Steckbrief

Geboren am 01.07.1961 in Norfolk, England
Verstorben am 31.08.1997


Die Hochzeit fand am 29. Juli desselben Jahres in der Saint Paul’s Cathedral in London statt. Es war die größte königliche Hochzeit, die jemals gefeiert worden war. Die Fernsehübertragung des Ereignisses erreichte mit weltweit mehr als 750 Millionen Zuschauern Rekordeinschaltquoten. In einem Interview im Jahre 1992 bekannte Diana, es sei der schrecklichste Tag in ihrem Leben gewesen. Diana war seit der Hochzeit von Lady Anne Hyde mit Jakob II. im Jahr 1659 die erste Engländerin, die einem britischen Thronfolger das Ja-Wort gab. Elizabeth Bowes-Lyon, die spätere Gemahlin von König Georg VI., auch bekannt als Queen Mum, war keine Engländerin, sondern Schottin (allerdings wurde diese in London geboren als Tochter einer englischen Mutter). Diana wurde in den folgenden Jahren auf Schritt und Tritt von Reportern und Paparazzi verfolgt. Anfangs sehr schüchtern; entwickelte sie sich zu einer auffallend schönen, modernen Frau und war durch ihre charmante und freundliche Art in aller Welt beliebt. Lange Zeit wurde das Klischee eines romantischen Märchen-Traumpaares für die Boulevardmagazine bedient. 1982 wurde ihr Sohn William, 1984 Harry geboren. Zu dieser Zeit war ihre Ehe mit Prinz Charles bereits in einer schweren Krise, von der jedoch nichts nach außen bekannt werden durfte. 1986 lernte Diana den Filmproduzenten Dodi Fayed (1955-1997) kennen. In den frühen 90ern zerbrach ihre Ehe mit Prince Charles völlig. Diana litt unter Bulimie und Depressionen, unternahm sogar Suizidversuche. Die Trennung des Paares wurde am 9. Dezember1992 von Premierminister John Major im Britischen Unterhaus verkündet. Da sich im gleichen Jahr Princess Royal Anne und ihr Mann Mark Phillips scheiden ließen, Prince Andrew, Duke of York und seine Frau Sarah geb. Ferguson sich trennten und zudem im königlichen Palast Windsor ein Feuer ausbrach, bezeichnete die Königin Elisabeth II. (* 1926) in einer Rede das Jahr 1992 als ein annus horribilis ('schreckliches Jahr'). Am 28. August 1996 wurde die Ehe des Prince und der Princess of Wales endgültig geschieden. Diana durfte weiterhin den Titel „Fürstin von Wales“ führen, sich aber nicht mehr königliche Hoheit nennen. Dafür erhielt sie eine millionenschwere Abfindung, die die Finanzen des Prince of Wales nachhaltig erschütterten. Kurz nach Mitternacht am 31. August 1997 verunglückte Diana bei einem Autounfall in der Unterführung der Pont de l'Alma in Paris, bei dem ihr Mercedes 280 S auf der Flucht vor Paparazzi mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Tunnelpfeiler prallte, gemeinsam mit ihrem damaligen Partner Dodi Fayed und dem angetrunkenen Chauffeur Henri Paul. Fayeds Leibwächter Trevor Rees-Jones, der als Einziger angeschnallt war, überlebte den Unfall. Diana war nicht sofort zum Zeitpunkt des Unfalls tot. Sie starb an den Folgen ihrer schweren inneren Verletzungen im Krankenhaus Pitié-Salpetrière am 31. August.




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