Kevin Costner
Kevin Michael Costner ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Regisseur. Kevin Costners Mutter war Sozialarbeiterin und sein Vater arbeitete für eine Elektronikfirma. Costner war zu seiner Schulzeit Mitglied im Kirchenchor und schrieb Gedichte. Er galt als Außenseiter und als Tagträumer. Sport war stets eines seiner großen Hobbys. Als Jugendlicher spielte er Basketball, Baseball und Football, später betätigte er sich als Golfer. Ab 1973 nahm er an fünf Abenden in der Woche Schauspielunterricht. 1978 machte er seinen Collegeabschluss in Betriebswirtschaft. Nach seinem Studium an der California State University nahm er einen Marketingjob in Orange County an und heiratete seine Jugendliebe Cindy Silva. Bei einer zufälligen Begegnung gab Richard Burton ihm den Rat, sich völlig auf die Schauspielerei zu konzentrieren, falls er es darin zu etwas bringen wolle. Costner gab seinen Job auf, zog nach Hollywood und hielt sich zunächst als Lastwagenfahrer, Hochseefischer und Busfahrer bei Stadtrundfahrten finanziell über Wasser. Seine Frau trat als Schneewittchen in Disneyland auf.
1974 gab Costner sein Filmdebüt in der Softsex-Komödie „Sizzle Beach, U.S.A.“ (dt.: Heißer Strand USA), die erst 1986 veröffentlicht wurde, als Costner bereits ein Star war. Von den Dreharbeiten war er so angewidert, dass er schwor, der Schauspielerei den Rücken zu kehren, wenn sich keine anderen Rollen für ihn fänden. Erst Anfang der 1980er-Jahre kehrte Costner in kleineren Rollen zum Film zurück. Seine Szenen in Lawrence Kasdans Tragikomödie „Der große Frust“ (The Big Chill, 1983) fielen dem Schnitt zum Opfer, doch Kasdan gab Costner schließlich 1985 eine der Hauptrollen in dem erfolgreichen Western „Silverado“. Costners Spiel und seine akrobatischen Reitkünste machten Eindruck bei Publikum und Kritik.
Seinen Durchbruch zum erstrangigen Star bedeutete 1987 Brian de Palmas Film „Die Unbestechlichen“, mit Sean Connery als ehrlicher Cop, Robert De Niro als Al Capone und Costner als dessen Gegenspieler Eliot Ness. Im gleichen Jahr drehte Costner den erfolgreichen Thriller „No Way Out“. 1989 landete er mit dem märchenhaften Film „Feld der Träume“, über einen Farmer, der mit dem Bau eines Baseball-Stadions in seinem Maisfeld die Vergangenheit beschwört und die Zukunft gewinnt, einen weiteren Filmhit. Zu diesem Zeitpunkt feierte die Kritik Kevin Costner, der in seinen Rollen jungenhaften Charme und zielstrebige, positive Beharrlichkeit ausstrahlte, als „neuen Gary Cooper“.
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