Judy Garland

Judy Garland (eigentlich Frances Ethel Gumm) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin. Nach Sue (1916) und Virginia (1919) kam Frances 1922 als drittes Kind von Frank Avant und Ethel Marian Gumm zur Welt. Judy Garland stand bereits als Kind auf der Bühne. Ihr Vater führte ein Kino in Grand Rapids, und die Familie trat in den Pausen mit Gesangs- und Tanznummern auf. 1924 verkauften die Gumms ihr Haus und ließen sich mit der Hoffnung, vom Film entdeckt zu werden, in Hollywood nieder. In Lancaster übernahm der Vater erneut ein Filmtheater. 1932 zogen sie wieder um, nach Los Angeles. Die Gumm Sisters traten in Vaudeville-Shows auf. Star dieser Shows war die jüngste Tochter Frances Gumm. 1933 durften sie schon auf der Weltausstellung in Chicago auftreten. 1934 änderte Frances ihren Namen in „Judy Garland“ (nach dem Schauspielkritiker Robert Garland). Der Talentsucher Jack Robbins verschaffte ihr einen Vertrag bei MGM. Nach einem Jahr intensiver Ausbildung, während der ihr Vater an spinaler Meningitis verstarb, trat Judy 1936 in ihrem ersten Film neben Deanna Durbin Every Sunday auf. Judy spielte sehr selbstsicher und das Studio verzichtete auf die Option, auch Deanna unter Vertrag zu nehmen. Der erste Film, in dem Judy eine wichtige Rolle spielte, war "Broadway Melody of 1938", wo sie Dear Mister Gable singt . Die Mitwirkung in der populären Andy Hardy Film-Serie, wo sie an der Seite von Mickey Rooney die Betsy Booth spielte, tat ihrer Popularität keinen Abbruch. Beide traten noch oft gemeinsam auf. Zu ihrer bekanntesten Rolle wurde jedoch die Dorothy in dem Film Das zauberhafte Land (The Wizard of Oz) mit dem Song Over The Rainbow. Die Verfilmung aus dem Jahre 1939 des Kinderbuchklassikers Der Zauberer von Oz aus dem Jahr 1900 von L. Frank Baum ist auch heute noch einer der bekanntesten Filme der USA. Figuren und Handlungsabläufe sind Bestandteile des US-amerikanischen Allgemeinwissens geworden. Ursprünglich wollte man für die Rolle der Dorothy Shirley Temple engagieren, doch scheiterten die Vertragsverhandlungen mit deren Studio 20th Century-Fox. Ebensowenig gelang es, Deanna Durbin, die bei Universal zu einem großen Star aufgestiegen war, zu engagieren. Für ihre Darstellung erhielt Judy Garland den damals noch vergebenen Juvenile Oscar für jugendliche Darsteller. Nach dem großen Erfolge spielte sie weiterhin in zahlreichen MGM-Musicals. Vor allem Heimweh nach St. Louis aus dem Jahre 1944 gilt bis heute als ein herausragendes Beispiel des MGM-Stils, und Judy Garland wurde eine seiner bedeutendsten Interpretinnen.


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Steckbrief

Geboren am 10.06.1922 in Grand Rapids, Minnesota, USA
Verstorben am 22.06.1969


Jedoch galt die junge Schauspielerin bei Dreharbeiten als äußerst schwierig. Es kam wiederholt zu langen Verzögerungen und Skandalen, die dafür sorgten, dass sie 1950 aus ihrem Vertrag entlassen wurde. Vorausgegangen war wegen ihrer psychischen Anspannung und ihres bislang unglücklich verlaufenen Privatlebens ein Selbstmordversuch. Ihre Ehe mit Vincente Minnelli stand kurz vor dem Zusammenbruch. Judy Garland erhob im Nachhinein schwere Vorwürfe gegen das Filmstudio MGM und ihre inzwischen verstorbene Mutter, welche sie aus finanziellen Interessen rücksichtlos ausgebeutet hätten. Sie entfernte sich von Hollywood. Es folgte eine schwere erfolglose Zeit. Schließlich kehrte sie auf Anraten ihres neuen Ehemanns und Managers Sid Luft zurück auf die Bühne. Mit einer Gesangsshow tourte sie quer durch die USA, wo Menschenmassen sie mit ihren Filmhits feierten. Der Rauswurf bei MGM führte dazu, dass sie als Sängerin noch größere Erfolge feierte als bisher beim Film. 1954 kehrte sie furios auf die Leinwand zurück. George Cukor besetzte sie in der Hauptrolle neben James Mason in Ein neuer Stern am Himmel. Es gelang ihr ein Comeback, und sie erhielt für die Rolle der Vicky Lester eine Oscarnominierung. Sie verlor jedoch gegen Grace Kelly. Für Judy war die Enttäuschung so groß, dass sie nur noch sporadisch in Filmen auftrat. In den 1960er Jahren wurde sie dann mit der CBS - Judy-Garland-Show im Fernsehen erfolgreich. Judy Garland war fünfmal verheiratet. Ihre Ehepartner waren: David Rose (1941-1945), Vincente Minnelli (1945-1951), Sidney Luft (1952-1965), Mark Herron (1965-1966) und Mickey Deans (1969). Zum Schluss wandte sie sich immer jüngeren Männern zu. Ihre Kinder sind: Liza Minnelli, Lorna Luft, Joey Luft. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie vorwiegend in London. Sie nahm ständig Tabletten und Aufputschmittel zu sich. Ihr turbulentes und chaotisches Leben forderte schließlich seinen Tribut. Sie hatte selbst einmal von sich gesagt: "Ich habe zwei Leben in einem untergebracht!" Mit 47 Jahren starb sie an einer Überdosis Schlaftabletten. Sie wurde in New York beigesetzt. Garland war eine Schwulenikone; schon immer hatte sie eine große Anzahl Fans in der Gay Community. Während einer Pressekonferenz in den 1960ern, frage ein Reporter Garland, ob sie ihrer loyalen schwulen Gefolgschaft bewusst sei. „Mir ist das sowas von egal,“ antwortete sie, „ich singe für Menschen.“




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