Jil Sander
Jil Sander (eigentlich Heidemarie Jiline Sander) ist eine international bekannte deutsche Modeschöpferin mit Wohnsitz in Hamburg. Sie ist für ihre als klar und zeitlos bezeichnete, aber dennoch elegante Mode berühmt. Für ihren minimalistischen Stil erhielt Sander den Beinamen "Queen of less". Außerdem wird sie, wegen der von ihr konsequent verwendeten edlen Materialien und perfekten Verarbeitung und Passgenauigkeit, auch "Kaschmir-Queen" genannt.
Nach Textilingenieur-Studium an der Hochschule für Textilkunde in Krefeld ging sie als Austauschstudentin nach Los Angeles. Nach zwei Jahren kehrte sie in ihre Heimatstadt zurück, um dort als Moderedakteurin für verschiedene Frauenzeitschriften (Constanze und Petra) zu arbeiten. 1967 eröffnete die damals 24-jährige im Hamburger Stadtteil Pöseldorf eine Modeboutique, gründete 1968 die Jil Sander GmbH und verkaufte ab 1973 neben Mode von Sonia Rykiel, Thierry Mugler und anderen auch ihrer eigenen Kollektionen. Aber erst 1976 schaffte sie mit dem so genannten Zwiebel-Look auch den internationalen Durchbruch. 1978 erweiterte sie ihre Produktpalette um die Pflegeserie 'Jil Sander Woman Pur', die sie jahrelang mit dem eigenen Konterfei bewarb. 1989, als mittlerweile erfolgreiche Unternehmerin, wandelte sie die GmbH in eine Aktiengesellschaft um und führte ihr Unternehmen an die Börse.
Ihr Markenzeichen, eine art New Look für Karrierefreuen, die seit Anfang der Achziger Jahre begannen Führungspositionen zu erobern, ist der perfekt auf die Körperproportionen geschnittene Hosenanzug, sowie ein schlichter, aber eleganter Trenchcoat und das ebenfalls perfekt sitzende und aus feinstem Baumwollstoff gefertigte weiße Oberhemd. Hierbei wird auf alle unnötigen Details verzichtet. Die Materialien zeichnen sich durch allerhöchste Qualität aus; das bei ihr verarbeitete Leder ist noch weicher, die Kaschmirwolle noch leichter und die Baumwolle noch feiner. Als Farben dominieren schwarz, grau, weiß, beige, braun und dunkelblau. Diese Faktoren machen die Pureness ihres Designs aus. Dass ihre Mode untereinander und mit Mode anderer Designer kombinierbar ist, machte sie als erfinderen des "Zwiebellooks" berühmt.
Anfang der neunziger Jahre wurde die von den Laufstegen propagierte Mode androgyner. Die von Jil Sander in hauchzarten und doch schlichten Kreationen über den Mailänder Catwalk geschickten Supermodels wirkten so elfengleich, dass sich der Spruch "Jil Sander is hot Armani not." etablierte.
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