Jens Voigt

Jens Voigt ist ein deutscher Rad-Profi. Voigt, der in seiner Jugend zusammen mit Jan Ullrich fuhr, gewann 1994 noch als Amateur die Friedensfahrt. 1997 begann er seine Profikarriere bei der kleinen tschechischen Mannschaft ZVVZ Giant, um 1998 zum französischen Team Crédit Agricole (bis 1998 Team GAN) zu wechseln. Dort konnte sich Voigt als Allrounder etablieren. Auch bei seinem neuen Team CSC, das von Bjarne Riis geführt wird und für das Voigt seit 2004 fährt, ist er wieder erfolgreich. 1999 und 2004 gewann er das dreitägige Critérium International, 2000, 2001 und 2004 holte er den Gesamtsieg der Bayern-Rundfahrt. Seine Qualitäten im Zeitfahren stellte er mit seinem Sieg beim GP des Nations 2001 unter Beweis. Seinen größten Erfolg feierte Voigt bislang mit dem Gewinn der Deutschland Tour 2006, bei der er drei von acht Etappen gewann, darunter ein Zeitfahren und eine Bergetappe. Voigt ist der Sprecher des Verbandes der Radprofis Cyclistes Professionels Associés (CPA) und profilierte sich in diesem Amt als Kämpfer gegen Doping. Einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland bekannt wurde Voigt durch seine Leistungen bei der Tour de France: Dort zeichnet er sich insbesondere durch seine offensive Fahrweise aus. Regelmäßig versucht er mit langen Ausreißversuchen eine Etappe für sich zu entscheiden. Auch wenn er damit häufig scheitert, ist er aufgrund seiner attraktiven Fahrweise bei den Radsportfans sehr beliebt. Bei der Tour de France 2001 holte sich Voigt nach zahlreichen Versuchen in den Jahren zuvor schließlich seinen ersten Etappensieg und trug für einen Tag das Gelbe Trikot. 2004 bestritt Voigt die Tour de France erstmals für das dänische Team CSC. Dort erlebte er eine dunkle Stunde, als er während des Bergzeitfahrens nach L'Alpe d'Huez von deutschen Fans als „Judas“ beschimpft wurde. Tags zuvor hatte er sich von der Spitzengruppe zurückfallen lassen um für seinen Kapitän Ivan Basso einen Angriff von Jan Ullrich zu parieren. Für die deutschen Fans unglücklich war, dass davon auch Lance Armstrong profitierte, der in der gleichen Verfolgergruppe fuhr wie Basso. Voigt gab daraufhin dem ARD-Kommentator Hagen Boßdorf die Schuld an der schlechten Stimmung gegen seine Person und erklärte, er würde für sein eigenes Team CSC und nicht als „Edelhelfer“ für Ullrich fahren.


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Steckbrief

Geboren am 17.09.1971 in Grevesmühlen, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Berlin, Deustchland
Größe: 189 cm
Gewicht: 76 kg


Auf der neunten Etappe der Tour de France 2005 von Gérardmer nach Mulhouse konnte er mit einem dritten Platz Lance Armstrong das Gelbe Trikot abnehmen und einen Vorsprung von 2:18 Minuten auf den Texaner herausfahren, den er auf der nächsten Etappe bei einer Bergankunft aber wieder deutlich einbüßte. Auf der elften Etappe von Courchevel nach Briançon kam er wegen Bronchitis und Fieber um wenige Sekunden nicht innerhalb des Zeitlimits ins Ziel und wurde aus dem Rennen genommen. Dass er mit 40 km Rückstand doch noch mit großem Kampf ganz allein ins Ziel kam, sorgte über den Radsport hinaus für großen Respekt. Nicht zuletzt deshalb wurde er 2005 zu Deutschlands Radsportler des Jahres gewählt. Bei der Tour de France 2006 gewann Jens Voigt aus einer ursprünglich fünfköpfigen Ausreißergruppe heraus die 13. Etappe von Béziers nach Montélimar. Wenige Wochen später gewann er die 2. Etappe der Deutschlandtour von Minden nach Goslar im Sprint einer Spitzengruppe gegen Davide Rebellin und Andrei Kaschetschkin; bei der 5. Etappe eroberte er das Gelbe Trikot. Auf der 6. Etappe hinauf zum Arlbergpass holte er sich den zweiten Etappensieg und verteidigte die Führung im Gesamtklassement. Mit dem Sieg im Einzelzeitfahren (7. Etappe) baute Voigt den Vorsprung in der Gesamtwertung auf über 1 Minute aus. Das reichte zum Gesamtsieg bei der Deutschlandtour 2006.




Autogrammadresse:

Jens Voigt
Riis Cycling
A/S - Firskovvej 36
DK-2800 Kgs. Lyngby
Fanclubs:

 Cycling4Fans
 Team CSC - Offical Website


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