Jan Ullrich

Jan Ullrich ist ein deutscher Profi-Radrennfahrer. Zusammen mit Erik Zabel, dem nach der Zahl seiner Siege erfolgreichsten deutschen Radprofi, rangiert Ullrich an der Spitze des deutschen Radsports. Er gewann bis auf den Giro d'Italia alle wichtigen Radrundfahrten. 1997 gewann Ullrich als erster Deutscher die Tour de France. Darüber hinaus war er fünfmal Zweiter, einmal Dritter und einmal Vierter der Tour, Amateurweltmeister im Straßenrennen, zweimal Weltmeister im Einzelzeitfahren sowie Sieger im olympischen Straßenrennen 2000. Vorwürfe wegen seiner Verwicklung in den „Spanischen Dopingskandal“ kurz vor der Tour de France 2006, die Gegenstand aktueller Untersuchungen sind, verhinderten Ullrichs Teilnahme an der Rundfahrt und führten zur fristlosen Kündigung durch seinen Arbeitgeber, dem T-Mobile Team, am 20. Juli 2006. Ullrich bestreitet bis heute öffentlich, jemals illegale Mittel zur Leistungssteigerung genutzt zu haben, wofür er unter anderem die Tatsache anführt, dass sein einziger positiver Test im Jahre 2002, der zu einer sechsmonatigen Sperre führte, auf einer in einer Diskothek konsumierten Pille (amphetaminhaltiges Ecstasy) beruhen soll. Ullrich ist seit September 2006 mit Sara Steinhauser verheiratet und hat seit 2003 eine Tochter mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin Gaby Weiss. Ullrich ist einer der besten Rundfahrtspezialisten seiner Generation. Bei Etappenrennen zeichnet ihn seine hohe Leistungskonstanz aus – zu seinen Spezialdisziplinen gehören dort die Zeitfahren, bei denen er regelmäßig mit Spitzenresultaten aufwarten und so seine Position im Gesamtklassement erreichen beziehungsweise festigen kann. Ullrich ist ein Vertreter des athletischen Fahrertyps und fällt durch einen kraftvoll-runden Tritt auf. Herausragend ist seine Fähigkeit, große Übersetzungen mit hoher, gleichmäßiger Intensität über einen langen Zeitraum fahren zu können. Obwohl er durch seinen athletischen Körperbau nicht zum Bergfahrer prädestiniert ist, kann er auch dort mit den Besten mithalten. Am 26. Juni 2006, fünf Tage vor Beginn der Tour de France, tauchten Doping-Gerüchte im Zusammenhang mit der Dopingaffäre um das Astana-Würth-Team in den Medien auf, wobei es der spanischen Zeitung El Pais zufolge Hinweise auf ein mögliche Verstrickung von Jan Ullrich gegeben haben soll. Nachdem die Tour-Organisatoren eine Stellungnahme zu den Vorwürfen vom T-Mobile-Team gefordert hatten, kam es zu Gesprächen zwischen der Tour-Organisation A.S.O. und T-Mobile, woraufhin die A.S.O. verlauten ließ,


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Steckbrief

Geboren am 02.12.1973 in Rostock, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Scherzingen, Schweiz
Größe: 183 cm
Gewicht: 73 kg


dass es keine triftigen Gründe gäbe, die Teilnahme von Ullrich bei der Tour in Frage zu stellen. Am Morgen des 30. Juni wurde Jan Ullrich nach der nun erfolgten Akteneinsicht durch die Teamleitung zusammen mit seinem Betreuer Rudy Pevenage und Oscar Sevilla von der Teilnahme an der Tour de France ausgeschlossen. Zur Suspendierung kam es aufgrund neuer Indizien im Dopingskandal um Eufemiano Fuentes. Ullrich und Sevilla hatten eine Verstrickung stets bestritten. Die spanische Justiz hatte jedoch Dokumente übergeben, die nach Auskunft der T-Mobile-Leitung ernste Zweifel am Wahrheitsgehalt der Unschuldsbeteuerungen der beiden Fahrer ließen. Es gebe aber keine Hinweise, dass es zu einem persönlichen Treffen von Ullrich und Fuentes gekommen sei, so der Kommunikationschef Frommert. Zusätzlich sind laut spanischer Ermittlungsbehörden Indizien für den illegalen Gebrauch von Wachstumshormonen aufgetaucht, die aber genauso wie alle anderen Vorwürfe bisher weder gerichtlich angeklagt noch sonst offiziell und damit überprüfbar veröffentlicht worden sind. Die Olaf Ludwig Cycling GmbH als Betreiber der T-Mobile-Mannschaft erklärte am 20. Juli 2006 die außerordentliche Kündigung des Fahrervertrags mit Jan Ullrich, da trotz gegenteiliger Ankündigung ihrer Ansicht nach Ullrich keinen ausreichenden Beweis seiner Unschuld gegenüber seinem Arbeitgeber dargelegt habe. Ullrichs Rechtsbeistand hatte stattdessen auf das Fehlen einer entsprechenden vertraglichen Verpflichtung hingewiesen. Unterdessen verkündete Jan Ullrich auf seiner Homepage, dass er seine Karriere fortsetzen und 2007 zur Tour de France erneut antreten will. In diesem Zusammenhang äußerte er auch, bei einem Toursieg dann vom aktiven Leistungssport zurücktreten zu wollen. Inzwischen hat der Veranstalter der Vuelta (Spanien-Rundfahrt) Jan Ullrich für 2006 von der Teilnahme ausgeschlossen. Jan Ullrich akzeptiert Ende August die Kündigung durch T-Mobile. Grund dafür war eine Äußerung seines Managers, die Ullrich die Grundlage für seine finanziellen Forderungen gegen das Team entzog. Sein Manager erklärte, dass Jan Ullrich nicht mehr für T-Mobile fahren werde, selbst wenn die Kündigung zurückgenommen werde, doch Ullrich hätte sich weiter für Renneinsätze anbieten müssen, damit er Anspruch auf Gehalt oder eine Abfindung hat. Wie am 5. September 2006 die Süddeutsche Zeitung berichtete, gab es einen Exklusiv-Vertrag zwischen Jan Ullrich und dem Fernsehsender ARD. Der Vertrag existierte seit 1999 und garantierte Ullrich Gelder, damit er in ARD-Sendungen auftritt oder für Interviews bereitsteht. Ullrich erhielt zuletzt 195.000 Euro pro Jahr und hätte dies durch weitere Prämien aufstocken können. So hätte es für einen Tour-Etappensieg 20.000 Euro, für den Gesamtsieg sogar 65.000 Euro zusätzlich gegeben. Auf Grund der Dopingsperre, die aus dem positiven Dopingtest 2002 resultierte, löste die ARD den Vertrag auf, doch bereits zum 1. Januar 2003 wurde ein neuer Vertrag geschlossen. Mittlerweile ist der aktuelle Vertrag wegen Ullrichs Verwicklungen den Dopingskandal Fuentes zum Jahresende 2006 gekündigt worden.




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