Jacques Villeneuve
Jacques Joseph Charles Villeneuve ist ein kanadischer Formel-1-Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister des Jahres 1997. Er ist einer der ganz wenigen Rennfahrer, die in ihrer Karriere das Indy 500, den Champcar-Titel und den F1-Titel gewinnen konnten.
Der in Monaco und der Schweiz aufgewachsene Kanadier ist der Sohn des 1982 tödlich verunglückten Ferrari-Stars Gilles Villeneuve. Nicht zu verwechseln mit seinem Onkel, der ebenfalls auf den Namen Jacques Villeneuve hört, jedoch am 4. November 1953 geboren ist.
Jacques Villeneuve heiratete am 29. Mai 2006 Johanna Martinez. Das Paar erwartet im Oktober das erste Kind.
Seine ersten großen Erfolge hatte er in der CART-Serie mit so genannten "Champ-Cars", die mit Formel 1-Rennwagen vergleichbar sind. Abgesehen von Stadtkursen und Rundstrecken wird hier aber auch auf Hochgeschwindigkeits-Ovalen gefahren, zum Beispiel in Indianapolis. Villeneuve gewann dort 1995 das Indianapolis 500 Meilen-Rennen und im selben Jahr zudem die Meisterschaft der CART-Serie.
Er fährt seit 1996 in der Formel 1 und erfuhr sich in seinem ersten Rennen im damals überlegen Williams-Renault in Melbourne die Pole-Position, fuhr die schnellste Rennrunde und errang fast den Sieg, fiel aber durch technischen Defekt auf Rang zwei hinter seinen Teamkollegen und späteren Weltmeister Damon Hill zurück. Aber bereits beim vierten Formel 1-Rennen der Saison 1996, dem Großen Preis von Luxemburg auf dem Nürburgring, gewann Villeneuve. In seiner Debüt-Saison 1996 wurde er Vize-Weltmeister.
Nach dem Weggang von Damon Hill, der durch Heinz-Harald Frentzen ersetzt wurde, kämpfte Villeneuve 1997 gegen Michael Schumacher um den Weltmeistertitel. Schumacher ging als WM-Führender mit drei Punkten Vorsprung vor Villeneuve ins letzte Rennen der Saison in Jerez. Als Villeneuve den in Führung liegenden Schumacher überholen wollte, kam es zu einer Kollision zwischen beiden, die aus Sicht der FIA von Schumacher absichtlich herbeigeführt wurde. Der Ferrari-Pilot musste daraufhin seinen Renner abstellen, während Villeneuve weiterfahren konnte. Das Rennen gewann Mika Häkkinen, Villeneuve kam als Dritter in Ziel und konnte sich so den Titel sichern.
Im Jahr 1998 versank Williams infolge von Regeländerungen und dem Wegfall des Motorenlieferanten Renault im Mittelmaß. Villeneuve wechselte daraufhin 1999 zum neuen Team BAR-Supertec, welches mit Vorjahresmotoren von Renault agierte und an dem sein Manager Craig Pollock beteiligt war.
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