Jürgen Klinsmann

Jürgen Klinsmann ist seit Juli 2004 Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Als Spieler wurde er 1990 Fußballweltmeister und 1996 Fußballeuropameister. Spielerkarriere Bevor Jürgen Klinsmann Berufsfußballer wurde, arbeitete er als Bäckergeselle in der Bäckerei seines Vaters in Stuttgart-Botnang. Die erste Station seiner Profilaufbahn waren die Stuttgarter Kickers. Seine Karriere als Spieler endete 1998 bei der Fußball-WM in Frankreich, als die DFB-Elf gegen Kroatien aus dem Turnier ausschied. Er war zehn Jahre lang A-Nationalspieler und war zuvor auch in U21- und U16-Begegnungen eingesetzt worden. Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul erkämpfte der Stürmer mit dem deutschen Team die Bronzemedaille. Er bestritt insgesamt 221 Bundesliga-Spiele (110 Tore). In der Nationalmannschaft machte er 108 Spiele und schoss 47 Tore. 1995 war Klinsmann in England "Fußballer des Jahres". In Deutschland erhielt er diesen Titel in den Jahren 1988 und 1994. Unter dem Pseudonym Jay Goppingen gab Jürgen Klinsmann 2003 größtenteils unbemerkt sein Comeback für die Orange County Blue Stars in der amerikanischen Premier Development League. In acht Spielen erzielte der damals 39-Jährige fünf Treffer und verhalf seinem Team damit zum Einzug in die Playoffs. Das Pseudonym Jay Goppingen ist abgeleitet von Klinsmanns schwäbischem Geburtsort Göppingen. Trivia Er machte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 die Rückennummer "18" zu seinem Markenzeichen. Er war sieben Mal Torschütze des Monats. Nur Lukas Podolski wurde öfter gewählt. Während seiner ersten Verpflichtung bei Tottenham Hotspur erhielt er von den englischen Fans den abfälligen Spitznamen Diver ("Taucher"), wegen seiner von ihnen als theatralisch empfundenen Art nach Fouls zu fallen. Kurze Zeit später erfand er den "Diver" als neue Art des Torjubels (der Spieler nimmt Anlauf und lässt sich flach auf den Bauch fallen um Kopf voraus über den Rasen zu gleiten). Während seiner Zeit bei Bayern München bekam er den zweifelhaften Spitznamen "Flipper", weil ihm bei der Ballannahme die Bälle des Öfteren unkontrolliert wegsprangen. Auerdem sorgte er in seiner Zeit beim FC Bayern München unter Giovanni Trapattoni für Schlagzeilen. Am 10. Mai 1997 wurde er beim Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten SC Freiburg (0:0) nach 80 Minuten für den Vertragsamateur Carsten Lakies ausgewechselt, beschimpfte Trapattoni lauthals mit "vai a cacare" (dt: "geh kacken") und trat wutentbrannt eine Werbetonne der Firma Sanyo ein.


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Steckbrief

Geboren am 30.07.1964 in Göppingen, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Los Angeles, U.S.A.
Größe: 181 cm
Gewicht: 76 kg


Diese Szene sorgte bundesweit für große Heiterkeit und für ungeahnte Aufmerksamkeit für Sanyo. Bei seinem Abschiedsspiel bewies Klinsmann Humor und parodierte diese Szene, indem er das Abschiedsfeuerwerk mit einem sanften Tritt gegen eine Sanyo-Tonne auslöste. Trainerkarriere Seit dem 26. Juli 2004 ist er Fußballbundestrainer der DFB-Auswahl. Zusammen mit Team-Manager Oliver Bierhoff und Co-Trainer Joachim Löw hat er sich das Ziel gesetzt, die deutsche Fußballnationalmannschaft zum Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu führen. Schon in seinem zweiten Länderspiel als Trainer verbuchte Klinsmann einen großen Erfolg mit einer relativ jungen Mannschaft und erreichte ein 1:1 gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien, nachdem er sein erstes Spiel gegen die Nationalmannschaft aus Österreich gewonnen hatte. Auf der Asientour Ende Dezember 2004 verlor Klinsmann mit seiner Mannschaft, die nicht perfekt eingestellt war, gegen Südkorea mit 1:3. Der bisher größte Erfolg war der dritte Platz beim Konföderationen-Pokal 2005 hinter Argentinien und dem erstplatzierten Brasilien nach einem 4:3 Sieg über Mexiko. In die Kritik aus Reihen von Sport, Medien und sogar Politik geriet Jürgen Klinsmann wenige Monate vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2006. Insbesondere nach einer 1:4-Niederlage gegen Italien am 1. März 2006 wurde eben jene Turnierstrategie des Bundestrainers, die DFB-Auswahl mit jüngeren Spielern offensiver aufzustellen, kontrovers und mehr oder weniger sachlich diskutiert. So schlugen im März Abgeordnete des Sportausschusses im Deutschen Bundestag vor, Jürgen Klinsmann vor das Gremium zu zitieren, um sein spiel- und turnierstrategisches Konzept darzulegen. Privates Jürgen Klinsmann heiratete 1995 das Model Debbie Chin aus San José, lebt seit 1998 mit ihr in einer Villa am Strand von Huntington Beach bei Los Angeles (Kalifornien, USA) und hat zwei Kinder (Jonathan und Laila). Bis zum Antritt seines neuen Postens arbeitete er als Manager einer Sportmanagementfirma. Zuvor war er als Co-Trainer des Vereins Los Angeles Galaxy tätig. Auch setzte er sich viel für gemeinnützige Projekte ein. So startete er zusammen mit den Absolventen eines Trainer-Lehrgangs das Projekt "Fußball d21" zur Förderung junger Fußball-Talente, auch im Hinblick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Außerdem engagiert er sich für das von ihm gegründete Hilfswerk Agapedia zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder.




Autogrammadresse:

Deutscher Fußball-Bund (DFB)
c/o Jürgen Klinsmann
Otto-Fleck-Schneise 6
60528 Frankfurt/Main
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Fanclubs:

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