Hubert Burda
Hubert Burda ist ein deutscher, promovierter Kunsthistoriker und Verleger.
Hubert Burda ist nach Franz und Frieder der jüngste von drei Söhnen des Verleger-Ehepaares Franz und Aenne Burda. Er studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und promovierte in Kunstgeschichte. Nach mehreren Volontariaten in Werbeagenturen und Verlagen arbeitete er in verschiedenen leitenden Positionen für die Zeitschriften Bild und Funk, Bunte und m - Zeitschrift für den Mann.
Er übernahm nach dem Tod seines Vaters 1987 als alleiniger Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender die Burda Holding. Seine Brüder veräußerten ihm ihre Anteile. Nach einem erfolglosen Internet-Engagement konzentrierte er sich wieder auf das Kerngeschäft im Printbereich. Mit der Gründung des Nachrichtenmagazins Focus gelang es ihm 1993 in Zusammenarbeit mit Helmut Markwort, eine bis heute bestehende Konkurrenz gegenüber dem Rivalen Der Spiegel aufzubauen und zu behaupten. Focus gilt als bildlastig und ein Beispiel für "Häppchenjournalismus", dessen Vorgaben sich auch der Spiegel annäherte. 1999 firmierte er die Holding in die Hubert Burda Media um, der er als Verleger und Vorstandsvorsitzender heute vorsteht. Die Hubert Burda Media gibt heute (2006) insgesamt 252 Magazine, Zeitschriften und Zeitungen in 19 Ländern heraus davon 68 in Deutschland. Hinzu kommen ca. 120 Internet- und Radiobeteiligungen. Der Konzern beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und machte 2004 einen Umsatz von 1,48 Mrd. Euro. Sein Privatvermögen wird auf 2,1 Mrd. US-Dollar taxiert, was 2005 dem 43. Platz auf der Liste der reichsten Deutschen entsprach.
Burda ist seit 1991 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler-Burda verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder, Jacob und Elisabeth. Sein Sohn Felix Burda aus erster Ehe (mit Christa Maar), ein ebenfalls promovierter Kunsthistoriker, verstarb am 23. Januar 2001 an Darmkrebs (siehe Felix Burda Stiftung).
Burda stiftete 1975 den Petrarca-Preis und 1988 den Nicolas Born-Preis, beide wurden bis 1995 verliehen. 1994 gründete Burda die Akademie zum Dritten Jahrtausend und initiierte 1997 den Corporate Art Preis für das kulturelle Engagement von Unternehmen und Initiativen. Ein Jahr später stiftete er den Hermann-Lenz-Preis für deutschsprachige Literatur. 1999 gründete er die Hubert Burda Stiftung, die sich den Themen Literatur, Völkerverständigung, Kunst, Kultur und Wissenschaft widmet.
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