Henry Maske

Henry Maske ist ein ehemaliger deutscher Boxer. Rechtsausleger Henry Maske begann seine Karriere in Jüterbog, wo er als Siebenjähriger sein erstes Boxtraining absolvierte. Als Amateurboxer begann Henry Maske in der damaligen DDR, wo er den Grundstein für seine späteren Erfolge legte. Nachdem er in den Jahren 1983 bis 1988 fünfmal die DDR-Meisterschaft gewann, wurde er 1988 Olympiasieger im Mittelgewicht, wobei er seinen späteren Gegner bei den Profis , den Kanadier Egerton Marcus im Finale schlug. Dabei kam ihm zugute, dass die Kubaner nicht teilnahmen. 1989 feierte er einen weiteren Erfolg als Amateur-Boxweltmeister im Halbschwergewicht. Nach der Wende (DDR) kämpfte er ab 1990 als Profi im Halbschwergewicht, Limit gut 79 Kg (175 englische Pfund). Er schlug in Aufbaukämpfen durchschnittliche Gegner wie Ex WBA Titelträger Leslie Stewart, WBA-Herausforderer Mike Peak und Yawe Davis. Am 20. März 1993 wurde er IBF Weltmeister gegen den Amerikaner Prince Charles Williams durch einstimmige Punktentscheidung. Williams hatte den Titel über 5 Jahre gehalten, allerdings außer Bobby Czys niemanden von Rang und Namen geschlagen. Bis Ende 1996 verteidigte Maske zehnmal seinen Titel. Seine besten Gegner waren dabei der harte Puncher Ernesto/Ernie Magdaleno, der oft verletzte und unter Gewichtsproblemen leidende, aber ungeschlagene Egerton Marcus und Graciano Rocchigiani, gegen den er im ersten Kampf deutliche Probleme hatte und am Ende schwer angeschlagen war. Maskes Punktsieg im ersten Kampf war umstritten; im Rematch besiegte er Roccigiani dann eindeutig. Einer von Maskes Herausforderern war der Olympiateilnehmer Antony Hembrick. Sein Gegner Iran Barkley hatte in Amerika v.a. nach zwei Siegen gegen die Legende Thomas Hearns einen guten Namen, war aber nach seiner schweren Niederlage gegen James Toney nicht mehr der Alte und hatte sehr schwach ausgesehen, ehe Maske ihn als Herausforderer akzeptierte. Maske war als Profi-Boxer in Deutschland sehr beliebt, wurde jedoch in den Staaten wenig respektiert, da ihm dort nachgesagt wurde, eher gegen schwächere Gegner anzutreten. Seinen letzten Kampf, die Titelvereinigung gegen WBA - Weltmeister Virgil Hill am 26. November 1996 verlor er in einem schwer bewertbaren, unsauberen Kampf nach Punkten.


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Steckbrief

Geboren am 06.01.1964 in Treuenbrietzen, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Overath, Deutschland
Größe: 190 cm
Gewicht: 84 kg


Kritisiert wurde Henry Maske dafür, dass er gegen viele potentielle Gegner nicht antrat. Auch Dariusz Tiger Michalczewski stellte er sich trotz mehrmaligen Kontaktversuchen nicht. Dieser besiegte nach Maskes Karriereende Virgil Hill zwar recht deutlich, hatte aber zu der aktiven Zeit Maskes auch nicht viel geleistet. Henry Maskes Persönlichkeit, Kampfweise und nicht zuletzt der Hype des Senders RTL machten den Boxsport zum deutschen Top-Ereignis und ihn zu einer der Leitfiguren des wiedervereinigten Deutschlands. Bis zu 18 Millionen TV-Zuschauer verfolgten seine WM-Kämpfe vor den Bildschirmen. Die Musiktitel "Conquest of Paradise" und "Time to say goodbye" verkauften sich insgesamt fast 5 Millionen mal, wobei „Time to say goodbye“ Maske gewidmet wurde, als dieser zu seinem letzten Kampf antrat. Maske wurde zum "Sportler des Jahres '93" und zum "Boxer des Jahres '95 und '96" gewählt, neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 1995 und 1996 den "Goldenen Löwen" und 1997 die "Goldene Kamera". Er wohnt inzwischen mit seiner Familie in Overath in der Nähe von Köln. Seit dem Ende seiner aktiven Laufbahn widmet sich Henry Maske vielen neuen Aufgabengebieten. Unter dem Motto "Faire Chancen für junge Menschen" gründete er im Juni 1999 den "Henry Maske Fonds", der sich für benachteiligte Jugendliche engagiert. Im ersten Jahr konnte der Fonds 30 konkrete Projekte mit insgesamt 300.000 Euro fördern. Darunter finden sich Einrichtungen wie Sportanlagen, Internetcafés und Werkstätten. In der letzten Zeit konnte der "Henry Maske Fonds" auch zwei Großprojekte fördern: Die Einrichtung einer Lernwerkstadt in Brandenburg und der mit ca. 1 Million Euro veranschlagte Neubau eines Jugendzentrums in Köln. Zu den aktiven Unterstützern des Henry Maske Fonds gehören Persönlichkeiten wie der US-Schauspieler Denzel Washington, der alle Preview-Einnahmen seines Films "Hurricane" in den Fonds einfließen ließ und die ehemalige Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, die mit Maske im November 1999 in Berlin das erste "Henry Maske Festival" eröffnete. Maske erhielt 2001 das "Bundesverdienstkreuz" vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau für seine Vorbildwirkung verliehen.




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