Giorgio Moroder

Giorgio Moroder ist ein Südtiroler Produzent und Komponist. Er gilt als Erfinder der Synthesizer-Disco-Musik. Moroder ist in Gröden aufgewachsen und begann als Teenager mit dem Gitarrespiel. Ab seinem 19 Lebensjahr tourte er mit Bands durch Europa. Von 1967 an konzentrierte er sich aufs Songwriting und Komponieren. Unter Anderem schrieb er gemeinsam mit Michael Holm einen Hit für Ricky Shayne. 1969 war er dann als "Giorgio" mit der Bubblegum-Nummer "Looky, Looky" in den französischen, italienischen und spanischen Hitparaden recht erfolgreich. Moroder interessierte sich schon damals für die Musikproduktion, vor allem für die neuartigen elektronischen Innovationen dieser Jahre. 1970 produzierte er den ersten deutschsprachigen Hit in dem ein Synthesizer verwendet wurde: "Arizona Man" in der Version von Mary Roos kletterte bis auf Platz neun der Charts. Anfang 1971 erwarb er einen Moog-Synthesizer. Sein nächster und erster größerer eigener Hit "Son of my Father" von 1972, bereits gemeinsam mit dem langjährigen Arbeitspartner Pete Bellotte produziert, war ebenfalls unter Verwendung des Synthesizers entstanden, auch wenn die Elektronik hier noch nicht im Vordergrund stand. Moroder hatte inzwischen in München sein eigenes Studio eingerichtet, "Musicland". Ab 1973 arbeitet Giorgio Moroder mit der Ex-Bostonerin und ehemaligen Musical-Sängerin Donna Summer zusammen. Summer, gebürtige LaDonna Andrea Gaines, hatte es nach einer Europatour des Hippiemusicals "Hair" nach München verschlagen, wo sie zu dieser Zeit als alleinerziehende Mutter lebte. Im Team mit dem Arrangeur Harold Faltermeyer, Drummer und Co-Autor Keith Forsey und dem Toningenieur Juergen Koeppers kreierte Moroder für sie einen energetischen Discosound. Der ausgekoppelte Song "The Hostage" aus ihrem ersten Soloalbum "Lady of the Night" von 1974 lief in Holland und Frankreich recht erfolgreich. Der Durchbruch für Summer wie für Moroder kam aber erst mit dem 17-minütigen "erotischen Epos" "Love to Love You, Baby". Experten wollen 22 gestöhnte oder geseufzte Orgasmen auf der Hitsingle gehört haben; Summer wurde gefragt, ob sie sich bei der Aufnahme "angefasst" habe. Summer: "Ja - mit den Händen stützte ich mich auf meinen Knien ab, während ich vor dem Mikrofon saß." Die prüde BBC boykottierte den Song. Anfang 1976 erreichte die Platte Platz 1 der US-Charts, das Disco-Genre war geboren. Moroder: "Ich glaube, wir erfanden den Bass Drum- und Bass-Sound, der Teil des modernen Discomusik wurde."


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Steckbrief

Geboren am 26.04.1940 in St. Ulrich in Gröden, Südtirol, Italien
Nationalität: Italiener
Wohnort: Los Angeles, USA
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Der Produzent räumt dabei ein, aus zahlreichen Quellen geschöpft zu haben, so z. B. vom Philadelphia- oder Philly Soul, vom Motown-Stil, aber auch von zeitgenössischen elektronischen Bands in Deutschland, wie Popol Vuh oder Tangerine Dream. Die elektronischen Einflüsse waren noch deutlicher auf der 1977er-Summer-Nummer "I Feel Love" zu hören. Der Song kletterte im Juli des Jahres auf die Spitzenposition der britischen Charts. Mit seinen repetitiven Synthesizer-Loops beeinflusste er noch in den 1990er Jahren zahlreiche Produzenten der elektronischen Tanzmusik. 1978 steuerte Moroder auch den Soundtrack zum Film "Midnight Express" bei, sein erster Versuch auf diesem Gebiet, der mit einem Oscar belohnt wurde. Insgesamt komponierte und produzierte er bisher über ein Dutzend Filmmusiken, darunter auch für bekannte Werke wie "Top Gun", "Scarface", "Cat People", "Flashdance" und "American Gigolo". Außerdem steuerte er die Musik für die Olympiaden von Los Angeles 1984 ("Reach Out") und Seoul 1988 ("Hand in Hand") sowie zur Fußballweltmeisterschaft 1990 ("Un'estate Italiana") bei. Giorgio Moroder arbeitete mit zahlreichen Stars des Musikgeschäfts zusammen, beispielsweise mit den Sparks, mit Elton John, mit den Three Degrees, mit David Bowie, Phil Oakey, Freddie Mercury, mit Blondie, Barbra Streisand, Pat Benatar, Roger Daltrey, Chaka Khan und Cher. Er remixte u. A. Musik der Eurythmics und von Heaven 17. Ihm wurden drei Oscars, drei Grammys und vier Golden Globes verliehen. Moroder, dessen Musikproduktionen Anlass zu einigen Spekulationen über die angeblich seelenlose "Munich-Music-Machine" gaben, sind philosophisch-esoterische Statements im Stile etwa Kraftwerks fremd geblieben. "Ich bin Produzent, kein Politiker", erklärte er nüchtern. Neben dem Musikgeschäft widmet sich Giorgio Moroder seit einigen Jahren auch computergenerierter Video- und Fotokunst, ferner war er an einem Supersportwagen-Projekt beteiligt (Cizeta Moroder). Moroders musikalischer Beitrag zur umstrittenen 1984er-Neufassung des Stummfilm-Klassikers "Metropolis" verprellte manchen, der bleibende Einfluss seiner Arbeit auf neuere Musikrichtungen wie Techno wird jedoch anerkannt. 1987 produzierte er das Duett von Falco und Brigitte Nielsen „Body next to Body“. Ein recht bekannter Titel entstand im Jahr 2000: ein Trance-Remix von Jam & Spoon seines 70er-Jahre-Titels „The Chase“. Da es sich um eine reine Instrumental-Nummer handelte und im Radio meist die Titel nicht angesagt werden, der Titel aber oft im Radio lief, kannten und suchten zahllose DJ's und Fans den Titel, wussten aber nicht, wie er heißt und von wem er ist. Erst mit dem Aufkommen des Internet und der P2P-Tauschbörsen erreichte der Titel wieder die Konsumenten. Er lebt heute in Los Angeles (Beverly Hills) mit seiner mexikanischen Frau Francisca und seinem Sohn Alex, geboren 1989. Giorgio Moroder besitzt heute noch ein Haus im Grödnertal, wo er seinen Urlaub verbringt. Im Jahr 2005 wurde Giorgio Moroder vom italienischen Staatspräsidenten Carlo Azelio Ciampi zum COMMENDATORE ernannt. Giorgio Moroder hat auch das bekannte Lied Máh-Ná-Máh-Ná gesungen.




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