Gianna Nannini

Gianna Nannini (* 14. Juni 1956 in Siena) ist eine italienische Liedermacherin und Rocksängerin. Die italienische Musikerin zählt zu den Stars der europäischen Musikszene. Mit ihren Texten und Rhythmen hat Gianna Nannini einen einzigartigen feministischen Rockstil hervorgebracht, der in der Bundesrepublik früh gefeiert, in Italien aber lange als Provokation empfunden wurde. Gianna Nannini ist in ihrem Geburtsort Siena in der Toskana als Tochter einer wohlhabenden und traditionsreichen Konditorfamilie großgeworden. Sie lehnte es aber ab, den Konditoreibetrieb des Vaters zu übernehmen. Der Rennfahrer Alessandro Nannini ist ihr Bruder. Nach dem Abitur in Bologna verließ sie mit 18 Jahren das Elternhaus und studierte zunächst Klavier in Turin und im Anschluss daran Komposition in Mailand. Zur Finanzierung ihres Studiums trat Nannini als Pianistin in Restaurants auf, später arbeitete sie auch in einer Konditorei. Aufgrund eines Arbeitsunfalls erlitt sie eine Verstümmelung an der linken Hand, was das Ende ihrer Piano-Ausbildung bedeutete. Sie promovierte im Fach Philosophie über eine Arbeit mit dem Titel "Il Corpo nella voce" (Der Körper in der Stimme) mit der Note "summa cum laude".. Sie hat eine besondere Vorliebe für die Philosophie Martin Heideggers, und sie engagiert sich für Greenpeace. Während ihrer Florentiner Studienzeit war Nannini Mitglied der radikalen Frauengruppe “Lotta Femminista”. Die feministische Politisierung sollte entscheidenden Einfluss auf den Inhalt ihrer späteren Lieder haben. In Mailand brachte sie 1976 und 1978 zwei erste, doch eher erfolglose Langspielplatten mit poetischen Liedtexten heraus. Auf einer längeren USA-Reise lernte sie den Rock`n`Roll kennen, was sie nachhaltig prägte. Im Jahr 1979 kam mit “California” Nanninis erste erfolgreiche Langspielplatte heraus, deren feministischer Inhalt und provozierendes Cover in Italien einen Skandal auslösten. Während die Platte in der Bundesrepublik bereits ein Erfolg wurde, mit dem Titel America schaffte sie den Durchbruch, war die Sängerin in ihrer Heimat zunächst als radikale Feministin verschrien. 1981 schrieb sie die Filmmusik für den Film Sconcerto Rock und sang darin das Titellied Ora. Auf ihrem Album G. N. (1981) experimentierte sie mit elektronischer Musik und landete mit dem Titel Occhi Aperti einen Hit. Das Album Latin Lover (1982) erarbeitete sie zusammen mit dem Produzenten Conny Plank, die in der Bundesrepublik zu einem ihrer bis dato bedeutendsten Alben wurde.


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Steckbrief

Geboren am 14.06.1956 in Siena, Toskana, Italien,
Nationalität: Italienerin
Wohnort: Mailand, Italien
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Mit dem Titel Fotoromanza, der zum Sommerhit in ihrer Heimat wurde, aus dem Album Puzzle (1984) stand sie in Italien drei Monate auf Platz eins, was ihr in Italien eine goldene Schallplatte einbrachte und auch zum Durchbruch in Italien verhalf Beim Musikfestival “Festivalbar” trug sie mit dem Abschlusskonzert in der Arena von Verona den Sieg davon. Mit ihren selbstverfassten Liedern, mit ihrer einzigartigen Kombination aus kraftvollen Rhythmen, berührenden Melodien und politisch wie sozial kritischen Texten feierte Nannini rasch internationale Erfolge. 1987 produzierte sie mit dem deutschen Produzenten Armand Volker die Single I Maschi, mit welcher sie Italien auf dem 18. World Popular Song Festival in Tokio vertrat. Dieses Lied wurde ihr bis dahin größter Erfolg. 1987/88 traf die Rocksängerin auf einer mehrmonatigen Tour durch ganz Europa auf ausverkaufte Hallen in Italien, Frankreich, Deutschland und Skandinavien. Ebenfalls im Jahr 1988 behauptete sich ihr Album “Malafemmina” in der Hitparade in der Bundesrepublik. 1990 produzierte sie zusammen mit Edoardo Bennato zur Fußballweltmeisterschaft in Italien den Hit Un'Estate Italiana. Im Jahr 1990 zeugte Ihre Mitwirkung am Titelsong von der inzwischen unwidersprochenen und breiten Anerkennung der Sängerin in ihrer Heimat. Zugleich feierte sie mit der Platte “Scandalo” einen weiteren internationalen Erfolg, vor allem bei ihrer großen Fangemeinde in der Bundesrepublik. Ihr politisches Engagement stellte Nannini 1993 durch ein Benefiz-Konzert für Greenpeace unter Beweis. In den folgenden Jahren wurde es etwas stiller um den Rockstar, der in Mailand seine musikwissenschaftlichen Studien wieder aufnahm, um dort 1994 mit einer Arbeit in geschlechterspezifischer Perspektive zu promovieren. 1995 erschien eine neue Platte Nanninis. Im Dezember 1998 tat sich Gianna Nannini außerdem auf der italienischen “Festa del disco” hervor. Mit ihrem neuen Album "Grazie" hat sie, die 2006 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert, so großen Erfolg, dass diese CD bereits kurz nach der Veröffentlichung mit Platin ausgezeichnet wird. Ihre Texte und Lieder wenden sich voll Bitterkeit und Wut gegen tradierte Wert- und Moralvorstellungen.




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