Gerald Asamoah
Gerald Asamoah ist ein deutscher Fußballspieler. Seit 1999 spielt Asamoah für den FC Schalke 04, und aufgrund seines kräftigen Körperbaus und seiner schnellen, trickreichen Spielweise ist der Stürmer für seine Gegenspieler nur selten ohne Foulspiel vom Ball zu trennen.
Asamoah lebt seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland, besuchte dieselbe Schulklasse wie sein heutiger Vereinskollege Fabian Ernst und begann seine Laufbahn als Fußballprofi 1990 bei BW Hannover. 1994 wurde er in die Profimannschaft von Hannover 96 befördert, fünf Jahre später wechselte er im Jahr 1999 zum FC Schalke 04, mit dem er 2001 und 2002 zwei mal den DFB-Pokal gewann.
Seit dem 29. Mai 2001 spielte Asamoah 40 mal für die deutsche Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei 6 Tore (Stand: 15. Juni 2006). Gleich in seinem ersten Spiel für die DFB-Elf, in einem Freundschaftsspiel gegen die Slowakei, gelang ihm ein Treffer. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea wurde er unter anderem im Finale eingesetzt. 2006 stand er ebenfalls im deutschen WM-Aufgebot.
Sportlich hat sich der Angreifer bei der WM 2006 einiges vorgenommen. 'Der Titelgewinn wäre die absolute Krönung', erklärt das Energiebündel, das 2002 bereits Vize-Weltmeister geworden ist. Für Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist 'Blondie' – diesen Spitznamen verpasste einst Schalkes Manager Rudi Assauer dem gern lachenden Asamoah – eine der Offensivkräfte, auf die in schwierigen Situationen Verlass ist. Denn wegen seiner spielerischen und kämpferischen Qualitäten ist Asamoah, vor allem in Momenten, in denen nicht alles nach Wunsch verläuft, ein gefragter Mann.
Das WM-Turnier in Deutschland weckt bei Gerald Asamoah Kindheitserinnerungen. Denn seinen ersten Kontakt zum Weltfußball hatte der Schalker Stürmer, wie er selbst berichtet, bei der WM 1990. Damals lebte er als kleiner Internatsschüler in seinem Geburtsland Ghana und verfolgte die Spiele in Italien – nicht im Fernsehen, weil das nicht möglich war, sondern am Radio und in den Zeitungen. 'Wir haben mit der Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer gefiebert. Meine Eltern waren damals nämlich schon nach Deutschland ausgewandert. Ich durfte erst später nachkommen, war aber schon mit meinen Gedanken und dem Herzen ganz und gar jenseits von Afrika', erzählt Asamaoah, dem 2001 als erstem in Afrika geborenen Fußballer der Sprung in die deutsche Nationalmannschaft gelang.
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