George Foreman

George Edward Foreman ist ein ehemaliger Schwergewichts-Boxweltmeister und christlicher Geistlicher, der 1974 als Weltmeister überraschend von Muhammad Ali entthront wurde, aber 20 Jahre später noch einmal Weltmeister werden konnte. Er gilt als einer der härtesten und gefürchtetsten Puncher, die es im Profiboxen je gegeben hat. Foreman hatte relativ wenige Amateurkämpfe, er schaffte 22 Siege und vier Niederlagen. 1968 wurde er US-Amateurmeister. Bei den olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er die Goldmedaille, im Finale gegen einen erfahrenen Russen (Ionas Chepulis) durch KO. Im Gegensatz zu vielen anderen schwarzen US-Sportlern, die bei der Siegerehrung mit erhobener Faust gegen die Zustände im Heimatland protestieren, schwenkte er die amerikanische Flagge. Während seiner Profikarriere ab 1969 steigerte sich Foreman schnell und galt schon 1972 als unbesiegbarer Kämpfer, der seine Gegner unerbittlich innerhalb weniger Runden ko. schlägt. Im Januar 1973 konnte er in Jamaika gegen den Weltmeister Joe Frazier antreten und gewann nach nur zwei Runden, wobei er Frazier in dieser Zeit sechs mal auf die Bretter schickte. Er verteidigte den Weltmeistertitel gegen Jose Roman und Ken Norton, wobei er Norton dreimal zu Boden schickte. Auch für den als Rumble in the Jungle vermarkteten Kampf gegen Muhammad Ali in Zaire am 30. Oktober 1974 galt er als hoher Favorit. Doch Ali hielt den Schlägen Foremans stand, indem er sich in den schlaffen Seilen weit zurücklehnte (rope-a-dope). Foreman verausgabte sich mangels ausreichender Kondition, worauf Ali ihn in der achten Runde ausknocken konnte. Durch seine erste Niederlage geschockt, kehrte Foreman erst 1976 in den Ring zurück. Er schlug Frazier ein zweites mal KO (diesmal in Runde 5), sein spektakulärer KO-Sieg im Kampf gegen den Puncher Ron Lyle war für viele der Kampf des Jahres. Doch Ali verweigerte ihm ein Rematch. So plante Foreman, gegen sämtliche Ex-Gegner Alis anzutreten, um ihn zu einem zweiten Kampf zu zwingen. Am 17. März 1977 boxte er gegen Jimmy Young. Dieser hatte 1976 nur sehr umstritten gegen Ali verloren, er galt als Top-Gegner. Doch wie schon in Zaire hatte Foreman, diesmal sogar gegen einen der schwächsten Puncher unter den Top-Fightern der 70er, keinen Plan B, als er ihn nicht kurzrundig ausknocken konnte. Er verlor nicht nur, sondern ging sogar gegen einen Mann mit einer KO-Quote von 20% zu Boden. Wieder hatte er seine Kräfte nicht richtig eingeteilt.


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Steckbrief

Geboren am 10.01.1949 in Marshall, Texas, USA
Nationalität: Amerikaner
Wohnort: Marshall, Texas, USA
Größe: 192 cm
Gewicht: k.A. kg


Noch in der Umkleidekabine beschloss er, sein Leben fortan dem Christentum zu widmen, und wurde Pfarrer in Texas. Aus dem früheren arroganten Kämpfer mit Bart und Afro-Look-Mähne wurde ein freundlicher humorvoller Glatzkopf, der in den 1980er Jahren im Fernsehen populär wurde. Er widmete sich in erster Linie einem von ihm ins Leben gerufenen Waisenhaus für benachteiligte Kinder, die seine ganze Zeit und nicht zuletzt, mit der Zeit sein ganzes in Profikämpfen verdientes Geld aufzehrten. Auch wegen der finanziellen Schwierigkeiten seines Waisenhauses nahm er 1987 die christliche Devise „Geben ist seliger als Nehmen“ wörtlich und startete überraschend ein Comeback mit mehreren Aufbaukämpfen. Seine persönliche Freundschaft zu HBO Boxchef Seth Abraham kam ihm hierbei zu gute. Er besiegte keinen Top-Gegner, aber immerhin gute Puncher wie Gerry Cooney und den späteren WM-Gegner Holyfields, Bert Cooper. Bevor Foreman wieder genug Reputation aufgebaut hatte, um, wie von ihm angestrebt, gegen Mike Tyson um die Weltmeisterschaft boxen zu können, wurde dieser überraschend von James Douglas entthront. Im Jahre 1991 kam es jedoch zu einem Kampf gegen den neuen Weltmeister Evander Holyfield. Foreman verlor zwar nach Punkten, verkaufte seine Leistung aber als moralischen Sieg, hatte er doch bewiesen , dass ein 42-Jähriger die vollen zwölf Runden gegen den Weltmeister bestehen konnte. Nach einem knappen Punktsieg gegen Alex Stewart, der sein Gesicht schwer derangierte, trat er 1993 um den neuen WBO-Titel gegen Tommy Morrison an, der ihn klar nach Punkten besiegte. Am 5. November 1994 schlug Foreman sensationell den neuen Weltmeister Michael Moorer, der einen verletzten Holyfield ganz knapp besiegt hatte, in der 10. Runde k. o. Damit hatte er zwei neue Rekorde aufgestellt: Er war mit 45 Jahren der älteste Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten und das nach der mit der mit 20 Jahren längsten Zeitspanne bis zur Wiedererlangung des Titels. Im Frühjahr 1995 verteidigte Foreman seinen IBF Titel mit einem umstrittenen Punktsieg gegen Axel Schulz, aber nach Kontroversen um einen Rückkampf in Deutschland gab er die Titel der Boxverbände WBA und IBF zurück. Er verkündete, immer noch Weltmeister zu sein, auch ohne Verbandstitel. Nach zwei weiteren Siegen verlor er 1997 einen Kampf gegen Shannon Briggs und damit die Chance, gegen den Weltmeister des WBC, Lennox Lewis anzutreten, woraufhin er endgültig vom Boxsport zurücktrat. Ein im Jahre 1999 angesetzter Kampf gegen Larry Holmes wurde von dem inzwischen 50jährigen Foreman abgesagt. Auch ein für seinen 56. Geburtstag angekündigtes Comeback im Jahre 2005 scheiterte an seiner Frau. Foreman erzielte in insgesamt 81 Profikämpfen beeindruckende 68 KO-Siege, 8 Punktsiege, 4 Punkt- und eine KO-Niederlage. Heutzutage ist Foreman in verschiedenen US-Fernsehwerbungen, in denen elektrische Grills unter seinem Namen ("George Foreman Lean Mean Fat Reducing Grilling Machine") vermarktet werden, zu sehen.




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