Georg Hackl

Georg Hackl, genannt Hackl Schorsch, ist ein ehemaliger deutscher Rennrodler. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählen drei olympische Gold- sowie zwei Silbermedallien im Einsitzer, die er bei sechs Teilnahmen in Folge von 1988 bis 2006 errang. Hackl kam über die Schule zum Rodelsport und war auch Deutscher Schülermeister. Seine große Karriere begann 1987 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, die er im Laufe der Zeit 16mal erringen sollte. Schon im Jahr darauf konnte er auch die Europameisterschaften für sich entscheiden und seine bisher erfolgreichste Saison auch noch die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Calgary hinter Jens Müller (DDR) gewinnen. 1989 wurde er zum ersten Mal Weltmeister und holte den Weltcup-Gesamtsieg. Diesen Erfolg konnte er im Folgejahr sogar noch steigern, als er neben WM und Weltcup auch noch die Europameisterschaften gewann. Bei den Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville schaffte er es erstmals, die Goldmedaille zu gewinnen. Im nächsten Jahr wurde er Vize-Weltmeister und gewann als Mitglied des deutschen Teams WM-Mannschafts-Gold, was er, nachdem er 1994 in Lillehammer abermals Gold im Einzel geholt hatte, 1995 wiederholen konnte. Nach einer erneuten Vize-Weltmeisterschaft 1996 konnte er 1997, nur 100 Tage nach einer Bandscheibenoperation, den Spitzenplatz zurückerobern und Weltmeister werden. Auch bei den Olympischen Spielen im Folgejahr war er nicht zu schlagen und holte erneut Gold. Nach einem Sturz in einem Wertungslauf musste Hackl 1999 ausgerechnet bei der WM auf seiner Heimbahn in Königssee zum ersten Mal seit vielen Jahren eine bittere Niederlage einstecken. Nach WM- und EM-Mannschaftsgold 2000 konnte er 2001 wieder Vizeweltmeister werden sowie nochmals Mannschaftsgold holen. Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City gewann er Silber und damit seine insgesamt 5. olympische Medaille. 2003 wurde Hackl bei der WM zwar nur 16. der Einzelwertung, holte dann aber mit der Mannschaft wieder Gold. 2004 und 2005 erreichte er wiederum die Vize-Weltmeisterschaft, die 2005 erneut von WM-Mannschaftsgold begleitet war. Das Ende seiner Karriere wurde absehbar, als er sich 2005 erneut an der Bandscheibe operieren lassen musste. Im Januar 2006 warf ihn eine schwere Virusgrippe mit 4 kg Gewichtsverlust und fünftägigem Krankenhausaufenthalt bei seinen Olympiavorbereitungen zurück.


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Steckbrief

Geboren am 09.09.1966 in Berchtesgaden, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Berchtesgaden, Deutschland
Größe: 172 cm
Gewicht: 79 kg


Eine Nervenentzündung im linken Arm führte bei den Winterspielen 2006 in Turin zu schlechten Startzeiten und nahm ihm die Hoffnung auf Bronze. In seinem letzten Einzelrennen belegte er den 7. Rang und beendete damit seine Karriere im Rodelsport ohne Medaille. Georg Hackl gilt als weltweit erfolgreichster Rennrodler, da er auf allen namhaften Rodelbahnen Siege erzielen konnte und über 18 Jahre immer der Spitze des Rodelsportes angehörte. Er war als passionierter Tüftler bekannt, der sich in jeder freien Minute seinem Schlitten und seinem Sport widmete. Berufstätig war Hackl während seiner Karriere als Sportsoldat bei der Bundeswehr, wo er den Dienstgrad eines Hauptfeldwebels bekleidete. Am 4. März 2004 nahm Hackl an der von Stefan Raab inszenierten „2. Offiziellen Wok-Weltmeisterschaft“ teil, bei der ein Wok als „Schlitten“ dient, und gewann diese. Den Titel verteidigte er am 5. März 2005 und erreichte dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 87 km/h. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin gab er in einem Fernseh-Interview bekannt, dass er diesen Titel auch 2006 verteidigen wolle. Dieses Ziel verfehlte er knapp und musste den Titel an Joey Kelly abgeben. Für die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e. V. (Windhagen im Westerwald) engagiert Hackl sich seit Jahren als internationaler Botschafter. Seit April 2004 ist Georg Hackl auch Schirmherr der Stiftung „Juvenile Adipositas“ mit Sitz in Bischofswiesen. Bei der Kreistagswahl 2002 im Berchtesgadener Land trat Hackl für die CSU an. Er erreichte die zweithöchste Stimmenzahl und wurde damit zum Kreisrat gewählt. Da Hackl bei einigen Sitzungen fehlte, wurde Kritik laut, er sei nur angetreten, um der CSU Stimmen zu sichern. Bei den Wahlen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die während der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin stattfanden, gehörte Hackl zu den 15 Athleten, die sich um zwei freie Plätze in der Athletenkommission des IOC bewarben, um dort für acht Jahre Mitglied des IOC zu sein. Hackl wäre dann neben IOC-Vizepräsident Thomas Bach und NOK-Ehrenpräsident Walther Tröger der dritte Deutsche im IOC gewesen, erreichte jedoch bei der Wahl durch die Teilnehmer der Olympischen Spiele von Turin nur Platz fünf. Als Athletenvertreter wurden am 23. Februar 2006 die Kanadierin Beckie Scott (Skilanglauf) und der finnische Eishockeyspieler Saku Koivu gewählt.




Autogrammadresse:

Georg Hackl
Ramsauer Str. 100
81471 Berchtesgarden
Deutschland
Fanclubs:

 Olympia - Das Deutsche Fan-Magazin



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