Frauenarzt
Frauenarzt (bürgerlich Vincenco de Marcos) ist der Künstlername eines Untergrund-Rappers aus Berlin, er ist auch bekannt unter den Pseudonymen "DJ Kologe", "MC Digital F", "Arzt", "Gyniko" und "Günther", was auf Gynäkologe (die medizinische Bezeichnung für Frauenarzt) zurückzuführen ist. Er ist bekannt als Vertreter des Miami Bass mit deutschen Texten. Viele seiner Tracks haben einen starken 80er-Jahre-Electro-Charakter mit trockenen TR-808-Beats. Seine Auftritte werden mit außergewöhnlichem Körpereinsatz absolviert, meist auch in Verbindung mit tanzenden, leicht bekleideten Frauen. Er tritt live häufig gemeinsam mit Mr. Long von Amstaff Muzx und DJ Manny Marc auf. Akustisch typisch ist ein leicht rauszuhörendes Lispeln in Frauenarzts Aussprache.
Frauenarzt ist für seine pornografischen Texte bekannt, die vielen als extrem frauenfeindlich gelten. Seine Veröffentlichungen "Untergrund Solo Vol. 2" wurde 2004 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Die Alben "Porno Party" und "Tanga Tanga 2003" dürfen seit dem 16. Februar, bzw. 16. März 2005 nicht mehr frei im Handel erworben werden. Er war auch einer der Rapper, die die SPD-Politikerin Monika Griefahn (Vorsitzende des Medienausschusses im deutschen Bundestag) nannte, als sie im Juni 2005 eine stärkere Kontrolle von Rap-Songs und Videos in Radio und Fernsehen forderte (obwohl es keine öffentliche Performance im Radio oder Fernsehen von ihm gibt). Frauenarzt versucht damit zu argumentieren, dass es sich in seiner Musik lediglich um einen künstlerischen Ausdruck handelt, welcher sein Leben, bzw. die Realität in seinem wahren Umfeld widerspiegelt. So werden viele seiner Lyrics durch Besuche in Berliner Bordellen und sog. Saufpartys inspiriert sowie dem Umfeld bzw. Leben in der Berliner Straßengang Berlin Crime. In letzter Zeit machte er auch durch diverse Features mit den Künstlern von Aggro Berlin auf sich aufmerksam, dafür erntete er in seinen Fankreisen teilweise harte Kritik.
1997, zu der Zeit als die Strassengang Berlin Crime über 150 Mitglieder hatte,
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