Franz Beckenbauer

Franz Anton Beckenbauer war ein deutscher Fußballspieler und -trainer und ist heute ein Sportfunktionär, Werbeträger, Geschäftsmann und einflussreicher Journalist. · Spielerkarriere Er erlernte das Fußballspiel beim SC 1906 München. 1958 plante er den Wechsel zu einem größeren Verein. Der TSV 1860 München war damals der größte Club in München und der 13-jährige wäre auch dorthin gewechselt, wenn er nicht während eines Spieles für den MSC mit einem der Löwen-Spieler aneinander geraten wäre. Nachdem diese Streiterei sogar mit einer Ohrfeige gegen die spätere Fußball-Ikone geendet hatte, änderte Beckenbauer seine Pläne und wechselte schließlich für die folgende Saison zum FC Bayern München. 1965 schaffte Bayern München den Aufstieg von der Regionalliga in die Bundesliga. Sein Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1966 in England auf, als er im defensiven Mittelfeld spielte. Im Endspiel gegen England wurde er gegen Bobby Charlton, den damaligen Superstar der Engländer, als Sonderbewacher gestellt. Ihm gelangen vier deutsche Meistertitel in München, vier Europapokalsiege, sowie vier DFB-Pokalerfolge. Der Defensivmann, der jedoch stets auch das Angriffsspiel seines Teams ankurbelte, bestritt in den zwölf Jahren als Nationalspieler 103 Länderspiele und schoss 14 Tore. 1972 führte der Münchner als Kapitän Deutschland zum Europameistertitel durch einen 3:0-Endspielsieg gegen die UdSSR. 1974 folgte dann der größte Erfolg im Weltmeisterschaftsfinale gegen die niederländische Fußballnationalmannschaft: Deutschland wurde durch ein 2:1 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Er nahm an drei Weltmeisterschaften (1966, 1970 und 1974) teil. Im Jahre 1977 wechselte er zu Cosmos New York in das damalige Fußball-Entwicklungsland USA und wurde dort dreifacher US-amerikanischer Meister (1977, 1978, 1980). Nach seiner Rückkehr in die Fußball-Bundesliga im Jahre 1980 spielte er beim Hamburger SV. Bevor er seine aktive Laufbahn 1982 beendete, errang er mit dem HSV seinen fünften deutschen Meistertitel. Im Sommer des folgenden Jahres ließ er sich noch einmal zu einer letzten Saison bei Cosmos New York als Spieler überreden. Er wurde 1966, 1968, 1974 und 1976 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. 1972 und 1976 war er Europas Fußballer des Jahres. Im Laufe seiner Karriere absolvierte er 424 Bundesliga-Spiele, davon 396 für den FC Bayern München und 28 für den Hamburger SV. Alle 44 Bundesliga-Tore erzielte er für die Bayern.


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Steckbrief

Geboren am 11.09.1945 in München-Giesing, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Kitzbühl, Österreich
Größe: 18 cm
Gewicht: 75 kg


1984 übernahm er die Verantwortung für die deutsche Nationalmannschaft. Da er keine anerkannte Trainerlizenz besaß, fungierte er als Teamchef. Er führte die Mannschaft 1986 ins WM-Endspiel und 1990 zum dritten Weltmeistertitel. Damit gelang ihm ein seltenes Kunststück: Er war nach Mario Zagallo der Zweite, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Fußball-Weltmeister wurde. Nach der gewonnenen WM erhielt er vom DFB eine Trainerlizenz ehrenhalber, die aber voll gültig ist. Er trat anschließend insgesamt zweimal als Interimscoach bei den Bayern in Erscheinung und beendete die zuvor erfolgreiche Arbeit von Erich Ribbeck bzw. Otto Rehhagel. Im Jahr 1994 errang er auch in der Funktion des Trainers den deutschen Meistertitel, sowie 1996 erstmalig den UEFA-Cup, zu dem Otto Rehhagel die erfolgreiche Basis gelegt hatte. Sportpolitische Karriere Seit 1994 ist er Präsident des FC Bayern München. Er unterstützte als Vorsitzender des Bewerbungskomitees die Bewerbung um die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Er ist Leiter des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Bundestrainer am 24. Juni 2004 gründete er die Trainerfindungskommission (TFK) um einen neuen Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft zu finden. Sonstiges Seit 1968 wird Beckenbauer von den Medien und Fans als Kaiser bezeichnet. Anlässlich eines Freundschaftsspiels des FC Bayern München in Wien wurde er für Fotoaufnahmen neben einer Büste des ehemaligen österreichischen Kaisers Franz I. platziert. In der Berichterstattung wurde er nun als Fußball-Kaiser bezeichnet, woraufhin sich die Bezeichnung Kaiser rasch verbreitete und verselbständigte. Diese Begründung für den Spitznamen von ihm ist zwar legendär (und wird von ihm auch gerne erzählt), aber nach Angaben eines Artikels der Zeitung Die Welt historisch unwahr. Die Welt schreibt, der "Kaiser" habe am 14. Juni 1969 zum Pokalendspiel gegen Schalke 04 seinen Gegenspieler, Reinhard Libuda, genannt der König von Westfalen, gefoult. Nach diesem Foul wurde er von den Schalker Fans ausgebuht. Trotzdem ging er mit dem Ball in die gegnerische Hälfte, wo er diesen vor der Schalke Fankurve eine halbe Minute in der Luft balancierte. Die Presse suchte eine Steigerung zum "König von Westfalen", der Kaiser war geboren. Er gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten und wird in der Öffentlichkeit häufig als „Lichtgestalt des deutschen Fußballs“ bezeichnet.




Autogrammadresse:

Antonie Beckenbauer
Stauffenbergstr. 29
80797 München
Fanclubs:

 Fan Club Nationalmannschaft



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