Farin Urlaub

Farin Urlaub, eigentlich Jan Ulrich Max Vetter, ist ein deutscher Punkrock/Punkpop-Sänger und Gitarrist der Band „Die Ärzte“. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wohnte Farin mit seiner Mutter in einer Wohngemeinschaft im Berliner Stadtteil Moabit. Anschließend wuchs er bis zum Alter von 18 Jahren in Frohnau auf. Seine Eltern waren geringverdienende Beamte. Farin hat noch eine jüngere Halbschwester namens Julia. Da seine Mutter häufig Platten von den Beatles abspielte, kam er bereits früh mit Musik in Berührung. Im Alter von neun Jahren beschloss er, Gitarrenunterricht bei einer älteren Dame zu nehmen, die ihm klassische Standards beibrachte. Auf mehreren Feriencamps, an denen er teilnahm, spielte er fortan Gitarre. Ironischerweise riet ihm sein späterer Musiklehrer: „Egal, was du später mal machst, mach nichts mit Musik!“ Im Alter von sechzehn Jahren fuhr er auf Klassenfahrt nach London, ließ sich dort seine Haare schneiden und kehrte als Punk nach Berlin zurück. 1980 lernte Farin im „Ballhaus Spandau“ Dirk Felsenheimer (später Bela B.) kennen und stieg in dessen Band Soilent Grün ein, da dem vorherigen Gitarristen der Band die Gitarre gestohlen worden war. Als es darum ging, sich einen Künstlernamen auszudenken, entschied er sich für sein Lieblingshobby, das Verreisen. Die Floskel „Fahr in Urlaub“ zog er schließlich zu Farin Urlaub zusammen. Nachdem er 1983 sein Abitur absolvierte, begann er an der Freien Universität Berlin ein Archäologie-Studium, das er jedoch zugunsten seiner Musik-Karriere schon nach dem ersten Tag aufgab. Als Soilent Grün sich 1982 auflösten, gründete er mit Bela B. und Sahnie Die Ärzte. Gegenüber der Jugendzeitschrift BRAVO behauptete er, er hieße mit Nachnamen Vetter-Marciniak, um zu sehen, wer ihn wirklich kannte und wer nur vorgab, ihn zu kennen. Wenn er Fanpost bekam, warf er diejenigen Briefe ungelesen weg, auf denen „Vetter-Marciniak“ stand. Noch heute wird „Vetter-Marciniak“ fälschlicherweise oft als sein bürgerlicher Nachname betrachtet. 1988, auf dem Höhepunkt der damaligen Bandgeschichte von den Ärzten, schlug er die Trennung der Band vor, die sich noch im selben Jahr tatsächlich vollzog. 1989 gründete Farin die Band King Køng. Neben ihm war u. a. auch Schlagzeuger Uwe Hoffmann, der Produzent der Ärzte, mit dabei. Da Farin Abstand von seiner Zeit bei den Ärzten gewinnen wollte, nannte er sich während seiner Zeit bei King Køng wieder „Jan“.


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Steckbrief

Geboren am 27.10.1963 in Berlin, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: bei Hamburg, Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Aufgrund des ausbleibenden Erfolges ist die Band heute allerdings nicht mehr aktiv. Farin erklärte sie 1999 für aufgelöst. Seit 1993 spielt er wieder bei den Ärzten, die sich inzwischen wiedergegründet hatten. 1998 beschlossen Die Ärzte, nicht mehr mit der BRAVO zusammenzuarbeiten, da diese immer häufiger Geschichten aus dem Privatleben der Band verlangt hatte. Die Zeitschrift startete daraufhin eine Schmutzkampagne gegen ihn. So behauptete sie, er habe das Auto eines BRAVO-Reporters gerammt, Fans verprügelt und dass er generell nach dem Motto handele, „den Gegner kampfunfähig zu machen“. Farin reagierte während dieser Zeit auf der Ärzte-Homepage mit Gegendarstellungen. 2001 startete er eine Solokarriere, aus der bisher die Alben "Endlich Urlaub!" (2001), "Am Ende der Sonne" (2005) und das "Livealbum Of Death" (2006) hervorgingen. Seit seiner Kindheit haben Farin besonders die Beatles geprägt. Zudem hört er vor allem Johnny Cash, Depeche Mode und „so ziemlich alles außer Free-Jazz und TechnoAllerdings betrachtet er sich selbst nicht als guten Gitarristen, was er auch offen zugibt. Er spiele häufig „unsaubere“ Akkorde und könne bis heute nur sehr eingeschränkt Noten lesen, was ihn allerdings nie am Musizieren gehindert hatte. Laut eigener Aussage liegt der Unterschied zwischen seinen Solo- und den von ihm geschriebenen Ärzte-Liedern darin, dass seine Solostücke einen etwas persönlicheren und aktuellen Bezug haben. Für Die Ärzte versuche er, möglichst „zeitlose“ und lustigere Stücke zu schreiben, wobei er sich nach eigenen Angaben auch durch die Texte der Comedian Harmonists inspirieren lässt. Viele seiner Lieder handeln davon, dass man von seinem Partner verlassen wird (Zu spät, Wegen dir, Wie am ersten Tag, Komm zurück, Nie gesagt, OK, 1000 Jahre schlechten Sex, Nichts in der Welt) oder sind einfach Nonsens (Buddy Holly's Brille, Wenn es Abend wird, Außerirdische, WAMMW). Seit der Ärzte-Reunion schreibt er aber auch sozialkritische und politische Lieder (Kopfüber in die Hölle, Schrei nach Liebe, Schunder-Song, Der Misanthrop, Rebell, Deine Schuld, Nicht allein). Während auf dem ersten Soloalbum viele Stücke sehr satirische Texte hatten, behandelt "Am Ende der Sonne" vorwiegend ernstere Themen wie Politik, Sozialkritik und Persönliches. In einigen Solostücken zeigt Farin auch leichte Tendenzen zum Ska-Punk (Dermitder, 1000 Jahre schlechten Sex). Farin ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnlicher Punk, denn er ist bekennender Antialkoholiker, Nichtraucher, Pazifist und Pescetarier (vgl. Straight Edge). Zu seinen Hobbys gehören ausgedehntes Reisen, Lesen, Musik hören, Motorrad fahren, Minigolf spielen, Platten und Sonnenbrillen sammeln, seine Haare selbst schneiden und Entwerfen von T-Shirts und E-Gitarren. Privat unterstützt Farin Organisationen wie Greenpeace, Attac und Menschen gegen Minen durch Geldspenden. Außerdem ist er gegen jegliche Form des Rechtsradikalismus. Er wohnt in einem Dorf bei Hamburg. In seinem Haus besitzt er auch ein eigenes Tonstudio.




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Farin Urlaub
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