Erik Zabel

Erik Zabel ist der nach Profisiegen erfolgreichste deutsche Profi-Radrennfahrer aller Zeiten. Neben Jan Ullrich ist er der beste deutsche Radrennfahrer seiner Generation, die vom Bund Deutscher Radfahrer seit 2000 systematisch geführten nationalen Ranglisten führt er seitdem in jedem Jahr an, teilweise mit der doppelten bis dreifachen Punktzahl des jeweils Zweitplatzierten. In seiner Karriere erzielte der Sprintspezialist über 200 Siege und gewann als einziger Radprofi überhaupt sechsmal das Grüne Trikot der Tour de France. Damit ist er einer der besten Radrennfahrer der Welt. Erik Zabel wuchs in Berlin-Marzahn auf. Er ist verheiratet mit Cordula und hat einen Sohn, Rik (*1994), der ebenfalls Radrennen (in der U15) fährt. Die Familie lebt in Unna-Kessebüren östlich von Dortmund. Zabel gilt neben dem Italiener Mario Cipollini als einer der besten Sprinter der späten 90er Jahre. Im Gegensatz zu Cipollini hat sich Zabel aber zu einem Allroundfahrer entwickelt, der sich auch bei Klassikern in Szene setzen kann. Zabel ist ein Sprinter, der unter diesen Spezialisten über gute Bergqualitäten verfügen. Als Straßen-Profi, der ursprünglich von der Bahn kommt, ist er immer wieder bei den winterlichen Sechstagerennen erfolgreich. Die ersten großen internationalen Erfolge erzielte Zabel bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1987 (Dritter im DDR-Bahnvierer) und 1988 (Fünfter im Punktefahren). Ein Jahr später wurde der 19-Jährige Mitglied der DDR-Nationalmannschaft. Schon 1989 wurde Erik Zabel mit dem TSC Berlin DDR-Meister im 4000-Meter-Mannschaftsverfolgungsfahren auf der Bahn. Auch 1990 war er einer der besten DDR-Fahrer, wurde Landesmeister und gewann mit der Ardennen-Rundfahrt sein erstes Mehretappenrennen. Nach der Wende in der DDR wechselte Zabel zu RC Olympia Dortmund unter Hennes Junkermann. Der zweite Platz bei den deutschen Straßenmeisterschaften ebnete ihm 1991 den Weg ins erste gesamtdeutsche WM-Team. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde Erik Zabel Vierter. Nach diesen Ergebnissen als Amateur wechselte er 1993 ins Profilager zum Team Telekom, bei dessen Nachfolger, dem T-Mobile Team, er bis Ende 2005 unter Vertrag stand. 1994 konnte Zabel bei Paris–Tours seinen ersten internationalen Sieg feiern. Ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat Zabel aber erst 1995, als er mit zwei Etappensiegen bei der Tour de France seinen Mannschaftskollegen Olaf Ludwig als besten Sprinter des Teams Telekom ablöste.


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Steckbrief

Geboren am 07.07.1970 in Berlin, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Unna-Kessebüren, Deutschland
Größe: 176 cm
Gewicht: 69 kg


Zabel lieferte am 27. April 1994 in Veenendaal eine positive Doping-Probe ab. Ihm wurde Kortison nachgewiesen. Zabel legte Einspruch mit der Begründung ein, dass er eine Salbe gegen Sitzbeschwerden genommen habe. Daraufhin wurde ihm eine Geldstrafe von 3000 Schweizer Franken sowie eine Rückstufung von 50 Punkten in der Wertung des Weltradsportverbandes auferlegt. Eine auf Bewährung ausgesprochene Sperre wurde aufgehoben. 1996 konnte Zabel erstmals das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers der Tour gewinnen, was ihm bis 2001 insgesamt sechsmal in Folge gelingen sollte. Mit zwölf Etappensiegen hat Zabel mehr Tageserfolge bei der Tour de France erreicht als jeder andere deutsche Radrennfahrer. Bei der Tour de France 2003 wurden Erik Zabel und sein Teamkollege und Freund Rolf Aldag vom Regisseur Pepe Danquart begleitet. Daraus entstand der Dokumentarfilm Höllentour, der 2004 in die Kinos kam. Sein Lieblingsrennen Mailand–San Remo, dem italienischen Frühjahrsklassiker, einem der fünf so genannten „Monumente des Radsports“, gewann Zabel erstmals 1997 Diesen Erfolg konnte er 1998, 2000 und 2001 wiederholen. 2004 vergab er den Sieg in einem denkwürdigen Sprintfinale, als er im Gefühl des sicheren Sieges den Sprint nicht bis zur Ziellinie durchzog und Óscar Freire noch knapp vorbeiziehen ließ. In den Jahren 2000 und 2001 erreichte Zabel den Höhepunkt seiner Karriere. Neben zahlreichen anderen Siegen gewann er jeweils zwei Weltcuprennen, holte sich den Weltcup-Gesamtsieg (2000) und die Führung in der Weltrangliste (2001). Nicht zuletzt wegen dieses Erfolges wurde er 2001 zum deutschen Sportler des Jahres gewählt. 2002 konnte Zabel seine Führung in der Weltrangliste verteidigen, aber keine großen Erfolge feiern. 2003 erzielte er drei Tageserfolge bei der Vuelta a España und seinem insgesamt achten Weltcupsieg bei Paris-Tours. 2004 gewann Zabel erneut das blaue Trikots des Punktbesten bei der Vuelta a España. Im Herbst errang Zabel hinter Oscar Freire die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Verona. Zabels Konstanz über die Saison hinweg spiegelt sich auch in der Radsport-Weltrangliste wider, deren Führung er zwischen 2001 und 2004 dreimal übernehmen konnte.




Autogrammadresse:

Erik Zabel
c/o Team Milram NORDMILCH eg
Flughafenallee 17
28199 Bremen
Deutschland
Fanclubs:

 Erik Zabel Fanhomepage
 Cycling4Fans


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