Elizabeth George

Susan Elizabeth George ist eine US-amerikanische Autorin von Kriminalromanen. Elizabeth George wurde durch ihre Inspector-Lynley-Romane, die um einen adeligen Gentleman-Detektiv und seine aus proletarischen Verhältnissen stammende Assistentin kreisen, bekannt. Die Amerikanerin lässt ihre Romane in Großbritannien spielen und wählt hierfür vielfach „typisch englische“ Schauplätze und Anknüpfungspunkte (traditionsreiches Elite-Internat, Universität Cambridge, Umfeld eines Cricket-Stars), ohne in die landläufig damit verbundenen Klischees abzugleiten. Elizabeth George wurde 1949 in Warren (Ohio) geboren, ihre Familie zog in die Umgebung von San Francisco als sie noch ein Baby war. Sie wuchs in Kalifornien auf, studierte Englisch, arbeitete als Englischlehrerin und machte nebenher noch einen Abschluss in Psychologie. Nach Lehrtätigkeiten an Universitäten in den USA, Kanada und Großbritannien, insbesondere zum Thema „Creative Writing“ lebt sie mittlerweile bei Seattle / Washington in den USA und besitzt eine Wohnung im Londoner Stadtteil Kensington. Elizabeth George ist in zweiter Ehe mit Tom McCabe, einem ehemaligen Feuerwehrmann, verheiratet. Ihre schriftstellerische Tätigkeit begann im Jahr 1988. Ihren erstveröffentlichten Roman „Gott schütze dieses Haus“, der unter anderem sexuelle Gewalt in der Familie und die Folgen für die Betroffenen thematisiert, schrieb sie innerhalb weniger Wochen. In einem Interview, das in einer Verlagsbroschüre abgedruckt wurde, sagte sie: „Für den Kriminalroman habe ich mich entschieden, weil ich zu dieser Zeit gerade einen Kurs zum Thema Krimi gegeben habe, also meinen Schülern genau erklären mußte, wie solche Geschichten funktionieren, wie sie aufgebaut und konstruiert werden. Und da habe ich gemerkt, daß auch ich solche Geschichten schreiben könnte. So kam das ganz unwillkürlich, daß ich mich diesem Genre zuwandte, als ich mich entschloss, mit dem Schreiben anzufangen.“ Die Kriminalromane von Elizabeth George spielen in England und stehen ganz in der Tradition der britischen Crime Ladies. Wegen ihrer feinen Figurenzeichnung und der stringenten Handlung wurde Elizabeth George auch mit Dorothy Sayers verglichen. Im Mittelpunkt der Bücher stehen Inspektor Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers. Doch mehr noch als beispielsweise bei Martha Grimes spielt neben der eigentlichen Krimihandlung auch das private Leben der Hauptfiguren eine wesentliche Rolle.


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Steckbrief

Geboren am 26.02.1949 in Warren, Ohio, USA
Nationalität: Amerikanerin
Wohnort: Huntington Beach, Kalifornien, USA & South Kensington, England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Thomas Lynley, Lord Asherton, hat sich zwar für eine Tätigkeit bei Scotland Yard entschieden, ist aber finanziell unabhängig, da er aus einer reichen Familie stammt. (Zumindest in dieser Beziehung ähnelt er Dorothy Sayers' Lord Peter Wimsey). Barbara Havers dagegen kommt aus kleinen Verhältnissen und hat dazu die Verantwortung für einen kranken Vater und eine geistig verwirrte Mutter zu tragen. Die „Klassenschranken“ zwischen dem gutaussehenden Lord und der unscheinbaren Havers bieten vielerlei Reibungspunkte, zumal die Ermittlungen vielfach in Kreisen der „gehobenen“ und von Havers als elitär betrachteten Gesellschaftsschichten zu führen sind. Dazu kommen Lynleys persönliche Krisen, die meistens entweder seine ehemalige Verlobte Deborah St. James (geb. Cotter), seinen Freund Simon St. James oder aber seine langjährige Vertraute (und spätere Ehefrau) Lady Helen Clyde betreffen. Aber auch Havers muss in Bezug auf ihre Eltern einige Schicksalsschläge meistern und hat zudem im dienstlichen Bereich deutliche Probleme bei der Anerkennung übergeordneter Autoritäten. So führen die Romane nicht nur zur Aufklärung des jeweiligen Falles, sondern beinhalten auch in einer durchgängigen Rahmenhandlung über mehrere Episoden die kontinuierliche Entwicklung im Leben der „Helden“ und der weiteren Protagonisten. Daraus folgte insbesondere in „Wo kein Zeuge ist“ durch Helens Ermordung eine tiefgreifende Änderung im Leben des Thomas Lynley. Die beiden Romane „Im Angesicht des Feindes“ und „Wer die Wahrheit sucht“ zeigen eine weitere Wandlung: Das „Böse“ ist nicht hinter psychologisch erklärbaren „Abartigkeiten“ oder schlichtweg Dingen wie Untreue oder fanatischer Liebe zu finden sondern auch im Irrglauben, der uns letztendlich mit dem Gedanken zurücklässt, dass nur eine einzige falsche Äußerung genügt, um uns in einen Strudel der Zerstörung zu ziehen. Gleich das erste Werk von George, „Gott schütze dieses Haus“, wurde mit dem Agatha Christie Award und dem Anthony Award für das beste Erstlingswerk ausgezeichnet. 1990 hat die den Girard Prix de Littérature Policière gewonnen, für „Auf Ehre und Gewissen“ hat sie den MIMI bekommen, den bedeutendsten Preis für Kriminalliteratur.




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