Elisabeth Volkmann
Elisabeth Volkmann war eine deutsche Schauspielerin, Entertainerin, Komikerin und Synchronsprecherin.
Volkmann wuchs im Ruhrgebiet auf und trug nach dem frühen Tod ihres Vaters († 1948) schon als Kind mit kleineren Bühnenauftritten zum Unterhalt der Familie bei. Dennoch musste sie ihren Wunsch, Künstlerin zu werden, gegen den Willen ihrer Mutter durchsetzen. An der renommierten Folkwangschule in Essen wurde sie zur Sopranistin und Schauspielerin ausgebildet. Ihre erste Rolle am Theater erhielt sie in ihrer Heimatstadt. In München gab sie ihr Debüt am Kabarett, wechselte jedoch immer wieder auch ins ernste Fach und nahm Bühnenengagements in Berlin, Hamburg und Zürich an. Am Städtischen Theater in Nürnberg interpretierte sie an der Seite von Günther Strack die Rolle der Viola in Shakespeares Schauspiel Was ihr wollt.
Das Kinopublikum erlebte sie erstmals 1960 in einer Nebenrolle der Liebeneiner-Komödie Eine Frau fürs ganze Leben, als sie mit Ruth Leuwerik, Klausjürgen Wussow und Theo Lingen vor der Kamera stand. 1964 wurde sie für die internationale Produktion Die Diamantenhölle am Mekong (englischer Titel: Mission to Hell) gebucht. Gegen Ende der sechziger Jahre begannen gute Angebote jedoch auszubleiben, so dass sie schon ab 1968 in Erotikfilmen mit vordergründig sozialkritischem Appell auftrat. So übernahm sie in Zieh dich aus, Puppe eine Nebenrolle und war in rund zwanzig weiteren Filmen mit Titeln wie Hausfrauen-Report, Lehrmädchen-Report oder Massagesalon der jungen Mädchen zu sehen. Kleinere Engagements für gehobene Produktionen, z. B. für die Kästner-Verfilmung Drei Männer im Schnee, mit u. a. Klaus Schwarzkopf, blieben die Ausnahme.
Anfang der achtziger Jahre ging sie eine kurzfristige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder ein, der ihr Rollen in bekannten Spielfilmen wie Lili Marleen, Lola (beide 1981) oder Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982) anbot.
1992 spielte sie die Mutter Hilde Schlönzke in Hape Kerkelings Spielfilm Kein Pardon, einer Satire auf das Showbusiness. Zum letzten Mal ins Kino gelangte sie Anfang 2003 mit der Action-Parodie Planet B: The Antman, mit Götz Otto und Yasmina Filali.
Parallel zu ihrer Filmkarriere wirkte Volkmann in zahlreichen deutschen TV-Produktionen mit. Einem breiten Publikum wurde sie insbesondere als Mutter der Klimbim-Familie, Jolanthe von Scheußlich, in der gleichnamigen Fernsehserie (1973-1979, 40 Folgen) von Michael Pfleghar bekannt.
|
|