Doris Day

Doris Day (eigentlich Doris Mary Ann von Kappelhoff) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin. Day ist die Tochter einer amerikanischen Mutter und eines Musiklehrers deutscher Herkunft (angeblich ist die Mutter auch deutscher Abstammung). Ihren Traum von einer Tänzerkarriere musste sie nach einem Autounfall im Alter von 14 Jahren begraben. In ihren frühen Jahren schlug sie sich als Sängerin bei einem Lokalsender durch, bis sie Frontsängerin bei den Bands von Bob Crosby und Les Brown wurde. Ihren Durchbruch hatte sie Mitte der 1940er Jahre mit dem Nummer-1-Hit "Sentimental Journey", gefolgt von einem weiteren Hit "My Dreams are getting better all the time". Bevor der Film sie entdeckte, trat sie in Programmen mit Frank Sinatra, Bob Hope und Dinah Shore auf. Ihre erste Ehe mit Posaunisten Al Jordan dauerte von 1941 bis 1943. Der gemeinsame Sohn Terry wurde im Februar 1942 geboren und starb am 21. November 2004 an Krebs. Ihr erster Film "Zaubernächte in Rio" (1948, Regie: Michael Curtiz) bescherte ihr ihren dritten Nummer-1-Hit "It's Magic". 1946 heiratete sie den Saxofonisten George Weidler, doch auch diese Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden. Doris Day erfüllte von 1947 bis 1954 ihren Filmvertrag bei den Warner Brothers Studios überwiegend mit heiteren Musicals wie "Bezaubernde Frau", "Romanze mit Hindernissen", "In all meinen Träumen bist du" oder "Mann soll nicht mit der Liebe spielen". Ernstere Rollen hatte sie in Filmen wie "Der Mann ihrer Träume" oder "Der Gefangene des Ku-Klux-Klan". Unter ihren zahlreichen Filmpartnern waren Jack Carson, Kirk Douglas, Lauren Bacall, Ronald Reagan, Ginger Rogers, Frank Sinatra, Danny Thomas und viele mehr. Ihr bekanntester Film aus dieser Zeit ist das Western-Musical "Schwere Colts in zarter Hand" mit Howard Keel. Mit dem Lied "Secret Love" (Oscar-Auszeichnung 1953), das aus diesem Film stammt, hatte sie nach "Love Somebody" mit Buddy Clark und "A Guy is a Guy" ihren fünften und letzten Nummer-1-Hit. Nun, als sie sich ihre Filme selbst aussuchen konnte, wählte sie "Tyrannische Liebe", ein mit dem Oscar ausgezeichnetes Werk, das die dramatische Lebensgeschichte der Sängerin Ruth Etting darstellte. Danach trat sie 1956 mit James Stewart in dem Alfred-Hitchcock-Thriller "Der Mann, der zuviel wußte (1956)" auf und machte das Lied "Que sera, sera" (Oscar-Auszeichnung) aus dem Film zu ihrer Erkennungsmelodie.


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Steckbrief

Geboren am 03.04.1924 in Cincinnati, Ohio, U.S.A.
Nationalität: Amerikanerin
Wohnort: U.S.A.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Bis 1959 nahm sie mehrere Musikalben auf und drehte vorwiegend harmlose Komödien mit Clark Gable, Richard Widmark und Jack Lemmon. Ihren endgültigen Durchbruch als Filmstar der USA hatte sie mit dem Film Bettgeflüster mit Rock Hudson, für den sie ihre erste und einzige Oscar-Nominierung erhielt. Sie drehte bis 1964 eine Reihe sehr erfolgreicher Filme. Danach schien das Publikum gesättigt von der leichten Unterhaltung und in den ausgehenden 1960ern, der Zeit der Hippies und der sexuellen Befreiung, wurde Doris Day zu einem Relikt aus einer anderen Zeit. Sie musste erkennen, dass ihr Musikstil nicht mehr gefragt war. Auf der Kinoleinwand hatte sie lediglich mit dem Film "Spion in Spitzenhöschen" 1966 einen kommerziellen Hit. 1951 heiratete sie ihren Manager Martin Melcher. Nach seinem Tod 1968 gab sie das Filmemachen auf. Sie fand heraus, dass er bzw. ihr Anlageberater Jerry Rosenthal ihr Vermögen verspekuliert hatte und sie sogar auf Schulden hatte sitzen lassen, inklusiv einem Vertrag über eine TV-Serie. Nach einem längeren Gerichtsverfahren hat sie schließlich 22 Millionen Dollar in erster Instanz von Jerry Rosenthal zugesprochen bekommen; nach einem Berufungsverfahren erhielt sie im Zuge eines Vergleiches dann 10 Millionen Dollar. Doris Day drehte "The Doris Day Show" von 1968 bis 1973 ab und fand sich in der TV-Landschaft auf recht erfolgreichem Terrain wieder. In diesen Shows war auch ihr Sohn Terry Melcher als Produzent involviert, der seiner Zeit ein sehr bekannter Musikproduzent war. Nach zwei weiteren TV-Specials verschwand sie für beinahe zehn Jahre aus der Öffentlichkeit. Ihre vierte Ehe, 1976 bis 1981 mit Barry Comden, endete wiederum mit einer Scheidung. Ihr Anliegen war nun das Leid der Tiere, insbesondere der Hunde, für das sie sich bis heute einsetzt. Eigene Stiftung "Doris Day Animal League" für herrenlose Tiere. So konnte sie 1985/86 auch zu einer Rückkehr auf den Bildschirm bewegt werden, indem man ihr eine Serie versprach, in der sie das Thema Tierliebe-/leid aufgreifen konnte: "Doris Day's Best Friends". Danach zog sie sich wieder aus der Öffentlichkeit zurück. 1989 erhielt sie den Cecil B. DeMille-Award von der Foreign Press Association in Hollywood für ihr Lebenswerk. Danach verschwand sie wieder in ihrer neuen Heimatstadt Carmel und betreibt dort mit einem Geschäftspartner ein kleines Hotel.




Autogrammadresse:

Doris Day
Box 223163
Carmel 93922
USA
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