Dieter Hallervorden
Dieter Hallervorden ist ein deutscher Komiker, Moderator, Kabarettist, Schauspieler und Sänger. Dieter Hallervorden wurde geboren als Sohn einer Arzthelferin und eines Diplom-Ingenieurs (Flugzeugkonstrukteur bei Junkers), dem nach schweren Erfrierungen im Krieg beide Beine amputiert werden mussten. Er hat zwei Schwestern: Renate und Margot. Nach der 8. Klasse hat sich Hallervordens Vater bei verschiedenen Stellen intensiv bemüht, die Zulassung seines Sohnes zur Oberschule zu erreichen, da ihm diese in der DDR versagt werden sollte. 1957 machte Dieter ein glänzendes Abitur.
Dieter Hallervorden studierte Romanistik (u. a. bei Victor Klemperer), Publizistik und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin. Neben dem Studium arbeitete er als dolmetschender Touristenführer für ausländische Touristen. Er war Mitglied der Burschenschaft Rugia in Berlin. Nach der Übersiedlung nach West-Berlin 1958 und erfolglosen Bewerbungen an der Max-Reinhardt-Schauspielschule sowie beim Berliner Kabarett Die Stachelschweine gründete er im Westteil Berlins 1960 die Kabarettbühne Die Wühlmäuse, der er auch heute noch als Direktor angehört. An der Freien Universität hatte er bis zu diesem Zeitpunkt sein Studium fortgesetzt und nahm außerdem Schauspielunterricht an der Privatschule von Marlise Ludwig.
Schon bald folgten Fernseh- und Filmauftritte, unter anderem im Aufsehen erregenden Fernsehfilm Das Millionenspiel (1970), in dem er den Gangsterboss Köhler spielte. In den Serien Abramakabra, Grand Gala und Das Läster-Lexikon profilierte er sich als Satiriker und Komiker. Der Durchbruch folgte 1975 mit der Slapstick-Reihe Nonstop Nonsens (als Didi Meisenkaiser) im Süddeutschen Rundfunk, die bis zu ihrem Ende 1980 Rekordquoten erreichte. Zu den bekanntesten Nonstop Nonsens-Sketchen zählen der "Zumsel", "Flasche Pommes", auch bekannt als "Palim-Palim", oder "die Kuh Elsa".
In dieser Zeit brachte Hallervorden auch einige erfolgreiche Schallplatten und Singles heraus, häufig Parodien auf populäre Hits. Die erfolgreichsten Titel waren Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne (1976), Du, die Wanne ist voll (1978, Duett mit Helga Feddersen, eine Parodie auf "You're the One That I Want"), Fatima - heut ist Ramadan (1979), Punker Maria (1981, eine Parodie auf Santa Maria), Tierischer Tango (1981) und Der Würger vom Finanzamt (1982).
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