David Gilmour

David Jon Gilmour ist Gitarrist, Sänger, Komponist und Songwriter der britischen Rockgruppe Pink Floyd. David Gilmour wuchs als Sohn des Genetikprofessors Doug Gilmour in einer akademischen Mittelschichtfamilie auf. Als Teenager begann er mit dem Gitarrespiel in verschiedenen lokalen Cambridger Gruppen. Mit seinem Schulfreund Syd Barrett gab er vereinzelt Straßenkonzerte. Beide verband eine große Leidenschaft für die Musik von Bob Dylan, den Beatles und den Rolling Stones. Mitte der sechziger Jahre arbeitete er zeitweise als Dressman. Seine Vorliebe galt allerdings der Musik. Syd Barrett gründete bald darauf Pink Floyd, David Gilmour erspielte sich einen guten Ruf als Cover-Musiker in der Band „Jokers Wild“. Im Januar 1968 stieg er bei Pink Floyd ein. Zunächst war er als Sideman eingeplant, um den aufgrund von Drogenproblemen erkrankten Syd Barrett sporadisch zu unterstützen. Schließlich übernahm er ganz den Posten von Syd, der wegen des exzessiven Drogenkonsums nicht mehr in der Lage war, auf der Bühne zu stehen und im April endgültig ausschied. Mit seiner melodischen Spielweise und seinem geschickten Umgang mit Sound-Effekten wurde er in den kommenden Jahren zu einem der stilprägendsten Rock-Instrumentalisten der 1970er Jahre. Gilmours Gespür für Atmosphäre und Timing prägen Stücke wie „Echoes“, „Time“ und „Comfortably Numb“. Er veröffentlichte mit „Gilmour“ und „About Face“ 1978 und 1984 zwei Solo-Alben, die allerdings ohne größeren kommerziellen Erfolg blieben. Nachdem Roger Waters 1985 die Band Pink Floyd verlassen hatte, übernahm er die führende Rolle. So entstand 1987 das Album „A Momentary Lapse of Reason“, und 1994 wurde „The Division Bell“ veröffentlicht. Anfang der 1990er Jahre ließ sich Gilmour von seiner Frau Ginger scheiden. Er ist nun mit der Journalistin Polly Samson verheiratet, die auch an den Texten zu „The Division Bell“ mitgearbeitet hat. Er hat vier Kinder sud 1. Ehe und drei weitere mit Polly. Außerdem adoptierte er den Sohn aus ihrer ersten Ehe. David Gilmour lebt in Maida Vale, London, direkt neben seinem Pink Floyd Kollegen Nick Mason. Auf seinem Hausboot auf der Themse betreibt er ein komplettes Aufnahmestudio (The Astoria). 2003 bekam er den Orden The Most Excellent Order of the British Empire verliehen. Im Frühjahr 2006 fand, nach der Veröffentlichung seines dritten Solo-Albums „On an Island“, eine ausverkaufte Europa-Tournee statt, die auch Auftritte in Deutschland einschloss. Im Sommer 2006 wird Gilmour eine Reihe von Open Air Konzerten spielen.


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Steckbrief

Geboren am 06.03.1946 in Grantchester Meadows, Cambridge, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: Grafschaft Sussex, England
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


David Gilmour wurde in seinen Spielweisen sowohl vom Blues und vom Rock ’n’ Roll wie von der Folkmusik beeinflusst. In seinen frühen Bands „The Ramblers“ und „Jokers Wild“ coverte er Material von Chuck Berry, Wilson Pickett und später von Jimi Hendrix. Typische Blues-Techniken wie Bendings und Slides ziehen sich durch all seine berühmten Soli wie „Money“, „Wish You Were Here“, „Shine On You Crazy Diamond“ und „Another Brick In The Wall“. Ebenso dokumentieren Stücke wie „Dogs“ und „Mihalis“ mit ihren komplexen Harmoniefolgen seine Annäherung an den zeitgenössischen Fusion-Jazz. So wie Waters lyrisch und konzeptionell die Pink Floyd-Musik der 1970er Jahre prägte, so bestimmte Gilmour neben Keyboarder Rick Wright das musikalische Gesicht von Pink Floyd. Gilmour spielt meistens Fender Stratocaster E-Gitarren über Hiwatt-Verstärker mit WEM (4×15)- und Marshall (4x12)-Boxen. Er spielt darüber hinaus oft auch Lap-Steel Slide-Gitarren. Der für David Gilmour typische „Cleansound“ basiert vornehmlich auf seinem Hiwatt-Signature Amp. Der Hiwatt gilt als einer der besten Gitarrenverstärker, für saubere, unverzerrte Sounds. Gilmours Verstärker weist zusätzlich noch spezielle Merkmale wie Effektwege, die kanalmäßig zu routen sind, auf. Seine bekannten „Zerrsounds“ bei den Soli sind Produkte verschiedener Effektgeräte. So nutzt er zum Beispiel als Verzerrer den "Big Muff" von Electro Harmonix und den „The Guv'ner“ von Marshall, um nur einige zu nennen. Als Boxen sind meist eine Custom WEM-Box (mit 15"-Lautsprecher) bzw. Marshalls 1960er (4×12") im Einsatz. Auf der 1994er-Pulse-Tour nutzte Gilmour ein eigens angefertigtes Leslie-System, um die schwebenden Sounds von z. B. „Us And Them“ hinzubekommen. Um den vielfälftigen Soundmodi gerecht zu werden, greift er auf eine Reihe bekannter Effektgeräte zurück (Polychorus, Smallstone Phaser, Boss Flanger etc.). Die Delaysektion wurde im Lauf der Jahre und aufgrund fortschreitender Technik sowie Zuverlässigkeit von analog (Bandecho etc.) komplett auf digital umgestellt. Gilmours Pedalboard sowie sein Rack sind vollständig vom Effekteguru Pete Cornish gebaut worden. Er arbeitet schon seit den 1970ern mit ihm. Sein Haupt-Verzerrungs-Ton kommt von einem Cornish Soft Sustain Zerrer (Modell: SS-2). Gilmours Hauptgitarren sind Instrumente des Typs Fender Stratocaster und Fender Telecaster. Neben den Bühnengitarren, die meist neueren Datums sind, besitzt Gilmour verschiedene Instrumente aus den 1960er und 1970er Jahren sowie eine frühe Stratocaster mit der Seriennummer 001. Nach eigenen Angaben umfasst seine Gitarrensammlung mittlerweile über 100 Instrumente, darunter auch einige frühe Modelle der Gibson Les Paul, verschiedene Akustikgitarren und einige seltene Hawaiigitarren. Seit seinen Unplugged Gigs in den Jahren 2001 und 2002 sieht man ihn auch mit einer schwarzen Gretsch Duo-Jet, die ebenfalls auf dem neuen Album „On An Island“ zu hören ist. Eine weitere häufig genutzte Gitarre auf dem neuen Album ist eine Gibson Les Paul mit P90 Pickups und einem Bigsby-Tremolo.




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