David Gemmell
David Gemmell war ein englischer Schriftsteller und Autor von Fantasy-Romanen. David Gemmell wuchs als Sohn einer alleinerziehenden Mutter in West-London auf. Im Alter von 16 Jahren wurde er der Schule verwiesen, angeblich wegen unerlaubten Glücksspiels. Anschließend verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Jobs, unter anderem als Gehilfe eines Auslieferungsfahrers für Pepsi-Cola und als Türsteher. Insbesondere bei letztgenannter Tätigkeit kamen ihm seine Körpergröße von 1,90 Metern, sein Gewicht von mehr als 100 Kilogramm und seine Erfahrungen als Boxer zugute. Später war Gemmell als freiberuflicher Journalist für englische Tageszeitungen – u. a. für den Daily Express und die Daily Mail – tätig.
In den 1970er Jahren beschäftigte er sich intensiver mit Fantasy-Geschichten. Insbesondere die Romane von Michael Moorcock und Robert Howard, die der Low Fantasy zugerechnet werden, beeinflussten Gemmell dabei nachhaltig.
1976 schrieb er unter dem Eindruck einer befürchteten Krebserkrankung die Kurzgeschichte The Siege of Dros Delnoch. Das Thema der Geschichte, die Belagerung einer Festung durch einen übermächtigen Feind, findet sich in Gemmells 1984 erschienenen Roman Legend wieder.
Seit 1986 war Gemmell ausschließlich als Schriftsteller tätig. In Fantasy-Kreisen wurde er insbesondere durch die Drenai-Saga bekannt. Diese Saga kann als Gemmells zentrales Werk angesehen werden. Sie umfasst mittlerweile elf Bände. Vier Bände sind dem Drenai-Helden Druss und drei dem Helden Waylander gewidmet.
Gemmell, der sich einmal als „John Wayne der Fantasy“ bezeichnete und Ronald Reagan als eines seiner Vorbilder nannte, war mit Stella Gemmell verheiratet und hatte zwei Kinder, Kate und Jordan. Er lebte in Hastings, England. David Gemmell starb am 28. Juli 2006 zwei Wochen nach einer Bypass-Operation am Herzen.
David Gemmells Romane können der Heroic Fantasy oder Low Fantasy zugerechnet werden. Seine Protagonisten bewältigen Schwierigkeiten in der Regel durch direktes, kompromissloses Handeln. Sie zeichnen sich weniger durch eine ausschließlich gute oder ausschließlich böse Gesinnung aus, sondern vielmehr durch edles, altruistisches oder aber durch niederträchtiges, selbstsüchtiges Verhalten. Am Ende triumphiert aber stets das Gute über das Böse – ein Prinzip, das Gemmell bewusst verfolgt, um aufzuzeigen, dass es sich lohnt, auf der Seite des Guten zu stehen.
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