David Coulthard

David Marshall Coulthard ist ein schottischer Autorennfahrer. Er ist einer der dienstältesten Piloten im aktuellen Fahrerfeld der Formel 1 und unter diesen auch einer der Erfolgreichsten. Coulthard begann seine Karriere im Kartsport. In den Jahren 1982 bis 1988 konnte er die schottische Junior-Kart-Meisterschaft für sich entscheiden. 1986 bis 1988 war er außerdem schottischer Open-Kart-Meister. Im folgenden Jahr startete er in der britischen Formel Ford 1600 und errang prompt den Meistertitel. Anfang der 1990er-Jahre war Coulthard mit mäßigem Erfolg in der Formel 3000 aktiv, bevor seine Formel-1-Karriere 1994 im Team Williams-Renault zunächst als Testfahrer begann. Nach dem überraschenden und tragischen Unfalltod von Ayrton Senna übernahm er dessen Cockpit und ging am 29. Mai des gleichen Jahres im Alter von 23 jungen Jahren beim Grand Prix von Spanien (Circuit de Catalunya) an den Start. Schon ein Rennen später gelang ihm in Kanada der Zieleinlauf auf fünfter Position. Im 21. Rennen nach seinem Debüt folgte am 24. September 1995 beim Grand Prix von Portugal in Estoril der erste Sieg des mittlerweile 24-jährigen Schotten. Im Jahr 1996 wechselte er schließlich zum Team McLaren-Mercedes, bei dem er bis 2004 unter Vertrag stand und insgesamt 155 Grand Prix absolvierte. Nur Michael Schumacher (Ferrari) fuhr mehr Rennen für ein einziges Team. Nachdem Coulthard den Höhepunkt seiner Karriere erreicht hatte (Vizeweltmeister mit 65 Punkten in der Saison 2001) wurden mehr und mehr kritische Stimmen laut. Zur neuen Saison 2005 wurde er schließlich durch Juan Pablo Montoya (Team Williams) ersetzt. Coulthard setzt seine Formel-1-Karriere seither im Team Red Bull Racing (Ex-Jaguar Team) fort. Dort überzeugt er durch gute Leistungen in den Rennen (nicht immer im Qualifying), und holt den Löwenanteil der WM-Punkte für sein Team. Die beiden jüngeren Teamkollegen Christian Klien und Vitantonio Liuzzi stellt er dabei 2005 deutlich in den Schatten. Er errang in über einem Jahrzehnt Formel Eins zwölf Pole Positions, 18 schnellste Rennrunden, 13 GP-Siege, 499 WM-Punkte und wurde 1995, 1997, 1998 und 2000 WM-Dritter, bevor er 2001 zum Vize-Weltmeister aufstieg. Beim Malaysia Grand Prix 2005 hat er Nigel Mansell (482 WM-Punkte) als erfolgreichsten britischen Fahrer eingeholt. Insgesamt liegt David mit 499 Punkten auf Rang vier hinter Michael Schumacher (1.256 Punkte), Alain Prost (798,5) und Ayrton Senna (614).


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Steckbrief

Geboren am 27.03.1971 in Twynholm, Schottland
Nationalität: Schotte
Wohnort: Monte Carlo, Monaco
Größe: 182 cm
Gewicht: 72 kg


Insgesamt läßt sich sagen, dass Coulthards Karriere häufig von fehlendem Glück geprägt war, insbesondere während seiner Zeit bei McLaren. So war er seinem Teamkollegen Mika Häkkinen durchaus nicht ständig unterlegen, wenn Coulthard schneller war, durfte er häufig nur dann einen GP gewinnen, wenn Häkkinen nicht auf Platz zwei lag, ansonsten wurde er per Teamorder angewiesen, den Finnen vorbeizulassen. Ferner traten technische Defekte wesentlich häufiger bei ihm als bei Häkkinen auf, beispielsweise den GP von Frankreich 1999 hätte Coulthard sicher gewonnen hätte, wenn die Lichtmaschine des McLaren die Renndistanz durchgestanden hätte. Und wenn weder Teamorder noch technische Defekte das Problem waren, so eben ein fast beispielloses Pech, gut zu beobachten beim Großen Preis von Brasilien 2003, den DC fast das ganze Rennen anführte, der aber genau dann abgebrochen wurde, nachdem Coulthard zum Nachtanken an die Box fuhr. Wäre der GP eine Runde früher oder zwei Runden später beendet worden, hätte niemand ihm den Sieg nehmen können. So reiht sich in seiner Karriere ein Problem an das nächste, in den späteren Jahren bei McLaren kam dann noch ein durch sein mangelndes Glück hervorgerufenes geringes Selbstvertrauen hinzu, dass den eigentlich talentierten Coulthard besonders im Qualifying oft hinter seinen eigenen Möglichkeiten bleiben ließ. Der Wechsel zu Red Bull Racing wirkte da wie ein Befreiungsschlag, Coulthard blühte sichtlich auf und konnte mit seiner enormen Erfahrung (Mika Häkkinen gab nach seinem Karriereende in der Formel Eins zu, sehr häufig das Set-Up Coulthards übernommen zu haben) dem Team wertvolle Dienste leisten und auch den Löwenanteil der WM-Punkte einholen. Ihm kam es besonders zu Gute, dass der enorme Druck, der bei McLaren herrschte, bei RBR einer offenen freundlichen Atmosphäre wich. So war DC beispielsweise am Anfang überrascht, dass er Interviews sagen durfte, was er dachte, und nicht was der Teamchef vorschrieb. Nichts desto trotz scheint das Karriereende bevorzustehen, ob ihn RBR 2007 noch ein weiteres Jahr engagieren wird, ist eher fraglich, da sich der Rennstall nach einem "Topfahrer" umsieht und zudem eine Reihe junger Fahrer in den eigenen Reihen zur Verfügung hat. So wird der dreizehnte Sieg wohl auch sein letzter bleiben, dass es gerade 13 wurden, passt gut zu Coulthards Werdegang in der Formel Eins. Coulthard ist ledig und lebt in Monaco. Dort besitzt und betreibt er ein, ein weiteres läßt er derzeit bauen. Davids Vater Duncan eröffnete 1999 in seiner Heimatstadt Twynholm ein David-Coulthard-Museum. Ausgestellt sind sämtliche Trophäen, Helme und einige der Karts, die der Sohn fuhr. Zum Museum gehört ein Dinner, das von Schwägerin Monica geführt wird. Am 2. Mai 2000 überlebte Coulthard mit viel Glück den Absturz eines von ihm angemieteten Privatflugzeuges, bei dem die beiden Piloten ihr Leben lassen mußten. Unter den Insassen war auch seine damalige Verlobte Heidi Wichlinski. Trotz des Absturzes und zahlreicher angebrochener Rippen (wie allerdings erst später bekannt wird) tritt er zum drei Tage danach stattfindenden Großen Preis von Spanien an und belegt trotz seiner Verletzungen den zweiten Platz im Rennen.




Autogrammadresse:

David Coulthard Supporters Club>br> Box 15
Sevenoaks, Kent
TN15 0ZY
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Fanclubs:

 F1 Fanclub



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